Persönlichkeiten

Kiki Maeder

von Elena Keller

Inhaltsverzeichnis
Kiki Maeder (Moderatorin)

Kiki Maeder gehört zu den bekanntesten Moderatorinnen der Schweiz. Einem breiten Publikum ist Kiki Maeder vor allem als langjährige Co-Moderatorin der Kultsendung «Happy Day» beim Schweizer Radio und Fernsehen ein Begriff. Ihr richtiger Name ist Christina Maeder. «Kiki» ist ein Spitzname, den sie von Geburt an trägt, weil ihre Mutter ebenfalls Christina heisst.

Maeder ist aber mehr als ein TV-Gesicht. Sie moderiert, sie schauspielert, sie führt eine Eventagentur und sie unterrichtet. Und sie ist Mutter von zwei Kindern. Wie das alles zusammenpasst, zeigt ein Blick auf ihren Weg.

Richtiger Name

Christina Maeder

Künstlername

Kiki Maeder

Geburtsdatum

9. Januar 1981

Geburtsort

Basel, Schweiz

Alter

45 Jahre

Nationalität

Schweiz

Beruf

Schauspielerin, Moderatorin, Unternehmerin, Medientrainerin

Ausbildung

Schauspielschule in Zürich (Diplom 2004), Publizistik an der Universität Zürich

Bekannteste Rolle

Co-Moderatorin der Sendung «Happy Day», SRF

Firma

KomVent GmbH (gegründet 2013)

Familienstand

geschieden, zwei Kinder

Wohnort

Zürich

Offizielle Website

kikimaeder.com

Kiki Maeder (Moderatorin)

Kiki Maeder

Biografie

Kiki Maeder kam am 9. Januar 1981 in Basel zur Welt und wuchs am Zürichberg in Zürich auf. Ihr Vater war der Speditionsunternehmer Jacky Maeder (1923–2005), ihre Mutter Fotografin. Aufgewachsen ist sie mit ihrem älteren Bruder, dem Gastronomen Nicolas J. Maeder. Als Kinder waren die beiden nicht immer eng, als Erwachsene verstehen sie sich gut. Ein Elternhaus zwischen Spedition und Fotografie, in dem Auftreten und Bild früh eine Rolle spielten.

Zur Schule ging sie an die Kantonsschule Riesbach, ans Gymnasium vom Typ D. Im Jahr 2000 verbrachte sie mehrere Monate in London und Brighton und legte dort das Proficiency Certificate in Englisch ab, ein Aufenthalt, der ihr Englisch bis heute prägt. Ein Jahr später begann sie die Schauspielschule in Zürich, die sie 2004 mit dem Diplom abschloss.

Woher der Spitzname kommt, ist schnell erzählt. In ihrem Pass steht Christina, das ist ihr richtiger Name. Weil aber ihre Mutter ebenfalls Christina heisst, nannte die Familie die Tochter von klein auf «Kiki», damit man Mutter und Tochter auseinanderhalten konnte. Und weil das so praktisch war, blieb es dabei. Ein Künstlername ist «Kiki» also nicht, eher ein Familienname der besonderen Art.

Nach der Schauspielausbildung kamen die ersten Rollen, kleinere Auftritte in TV und Theater, im In- und Ausland. Dazu gehörten die Hauptrolle im Musical «Titanic» bei den Thunerseespielen 2012, das damals Rekordbesucherzahlen einfuhr, und die Titelrolle in «Pippi Langstrumpf» 2012 bis 2013. Nebenher bildete sich Maeder in PR und Kommunikation weiter, mit einem Publizistikstudium an der Universität Zürich und einer Ausbildung am Schweizerischen Public Relations Institut. Sechs Jahre arbeitete sie in einer PR-Agentur, dann gründete sie 2013 mit ihrem Partner die Event- und Kommunikationsagentur KomVent GmbH. Zwei Standbeine also, lange bevor das grosse Fernsehpublikum sie kannte.

Kiki Maeder - Schweizer Moderatorin und Schauspielerin

Kiki Maeder

Persönliches Leben

2011 lernte Kiki Maeder ihren späteren Ehemann kennen, den Eventmanager Mark Strähl. 2013 verlobten sich die beiden, im Mai 2015 folgte die Hochzeit, gefeiert im engen Familienkreis am Zürichsee, ganz ohne pompöses Kleid und grosse Gesellschaft. Zum Zeitpunkt der Zeremonie war Maeder im siebten Monat schwanger. Im Sommer 2015 kam Tochter Ava zur Welt, am 2. Januar 2018 um 23.23 Uhr folgte Sohn Jack, den das Paar scherzhaft «Vollmond-Kind» nannte.

Die Kinder krempelten das Leben der beiden um. In Interviews erzählte Maeder, sie habe sich immer als Mutter von zwei Kindern gesehen, weil sie selbst in einer vierköpfigen Familie aufwuchs. Das erste Kind habe sie «wie eine Wucht» getroffen. Vorher gestalteten sie und Strähl ihren Alltag frei und unkonventionell, arbeiteten oft abends, folgten ihren Impulsen. Mit dem Baby zog eine Tagesstruktur ein, die ihr am Ende selbst guttat. Den Job als Moderatorin und das Muttersein zusammenzubringen, verlangte ihr trotzdem einiges ab. Ihr Rezept dafür brachte sie selbst auf den Punkt: Inseln schaffen, also bewusst Zeit für die Familie freihalten. Beruflich zogen die beiden ohnehin am selben Strang, denn die Agentur KomVent hatten sie schon vor den Kindern gemeinsam aufgebaut.

Im Mai 2023 gab Kiki Maeder nach acht Jahren Ehe die Trennung von Mark Strähl bekannt. Das Paar betonte den gegenseitigen Respekt und die weiterhin freundschaftliche, geschäftliche und familiäre Verbundenheit, zum Wohl der Kinder, Ava und Jack, deren Wohl für beide oberste Priorität bleibt. Maeder bat die Öffentlichkeit zugleich um Verständnis dafür, dass sie zu den persönlichen Umständen der Trennung nichts weiter sagen möchte. Einen Wunsch, den man ihr gerne lässt.

Kiki Maeder und ihr ehemaliger Ehemann Mark Strähl

Kiki Maeder und Mark Strähl

Karriere

Bevor das Fernsehen rief, stand Kiki Maeder vor allem als Schauspielerin auf der Bühne und vor der Kamera. Schon 2005 war sie im ARD-Fernsehfilm «Der Ferienarzt» von Wolfgang Rademann zu sehen. Ihr Herz aber schlug fürs Theater und fürs Musical. 2012 übernahm sie bei den Thunerseespielen die Hauptrolle im Musical «Titanic», das in jener Saison Rekordbesucherzahlen einfuhr, eine der grössten Freilichtbühnen der Schweiz also, direkt am Thunersee. Bei der Zürcher Märchenbühne schlüpfte sie 2012 bis 2013 in die Titelrolle der «Pippi Langstrumpf», und schon davor spielte sie in Produktionen wie «Die kleine Niederdorfoper» mit. Auch ihre Stimme war im Einsatz: 2013 lieh sie im Kasperli-Hörspiel «Es hät en Dieb im Zoo» der Wanda-Wespe die Stimme. Diese Bühnen- und Schauspielerfahrung, das Timing, die Präsenz, das Gespür fürs Publikum, nimmt sie bis heute in jede Moderation mit.

Ins Fernsehen kam Kiki Maeder über die Unterhaltung. Als Teil der «Friends» in der Show «Benissimo» stand sie von 2010 bis 2012 vor der Kamera des Schweizer Fernsehens, ihr erster Schritt zur breiten Bekanntheit. Kurios dabei: als sie zum Casting für «Happy Day» geladen wurde, hatte sie noch nie vor einer TV-Kamera moderiert. Genommen wurde sie trotzdem. Im Januar 2012 begann die Zusammenarbeit mit dem SRF, zunächst als Moderatorin öffentlicher Veranstaltungen und Corporate Events des Senders.

2013 stiess sie zu «Happy Day», anfangs als Aussenmoderatorin. Ab 2015 übernahm sie zusätzlich die Hauptmoderation der Samstagabendshow «Jetzt oder nie – Lebe deinen Traum» auf SRF 1, dazu kam ihr eigenes Format «Ohne Limit». Über mehr als ein Jahrzehnt wurde sie so zu einem der prägenden Gesichter des Schweizer Fernsehens. Bei «Happy Day» begleitet sie oft die grossen Hausumbauten, gemeinsam mit einem Architekten. Die bewegenden Schicksale der Sendung gehen ihr nahe, manchmal bis zu den Tränen, wie sie offen erzählt. Über die Jahre hat sie gelernt, sich abzugrenzen und das Erlebte im Team zu verarbeiten, damit sie nicht alles mit nach Hause nimmt.

Kiki Maeder Moderations-Showreel 2019

2025 stand «Happy Day» vor einer grossen Veränderung. Nach 18 Jahren verabschiedete sich Röbi Koller, der die Show geprägt und praktisch mitgestaltet hatte. Die Verantwortlichen frischten das Format auf, unter anderem mit einem neuen Studio. In Kollers letzter Sendung überraschte ihn Kiki Maeder übrigens mit einem eigenen «Happy Day», ein schöner Abschied für einen, der die Sendung so lange getragen hatte. Ab dem 27. September 2025 übernahm dann Nik Hartmann die Rolle des Gastgebers, der nach ein paar Jahren bei CH Media zum SRF zurückkehrte. Kiki Maeder blieb als Co-Moderatorin an seiner Seite. Die beiden, sagt sie, seien sofort ein gutes Team gewesen.

Neben dem Fernsehen läuft die unternehmerische und die unterrichtende Seite weiter. Maeder führt die Agentur KomVent, unterrichtet Public Speaking an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), an der Fachhochschule Graubünden (FHGR) und an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) und arbeitet seit 2019 als Auftritts- und Medientrainerin. Dabei hilft ihr die Ausbildung als Schauspielerin, dazu Weiterbildungen in Coaching, Interviewführung und Kameraarbeit. Ausserdem engagiert sie sich als Botschafterin von SOS-Kinderdorf Schweiz und als Patronin der Kinder-Reha Schweiz des Kinderspitals Zürich. Eine, die das Rampenlicht kennt, es privat aber nach eigener Aussage gar nicht sucht.

Kiki Maeder - Moderatorin von «Happy Day»

Kiki Maeder

Film, Fernsehen und Theater

Ein Überblick über die bekanntesten Projekte von Kiki Maeder:

Jahr

Titel

Rolle/Funktion

Typ

2005

Der Ferienarzt

Schauspielrolle

Fernsehfilm (ARD)

2010–2012

Benissimo

Teil der «Friends»

Fernsehshow

2012

Titanic

Hauptrolle

Musical, Thunerseespiele

2012–2013

Pippi in Taka-Tuka-Land

Titelrolle (Pippi)

Theaterstück

2013

Es hät en Dieb im Zoo (Kasperli)

Stimme Wanda-Wespe

Hörspiel

2013–2024

Happy Day

Co-Moderatorin (mit Röbi Koller)

Fernsehshow, SRF

2015–2023

Jetzt oder nie – Lebe deinen Traum

Hauptmoderatorin

Fernsehshow, SRF

[zu prüfen]

SRF ohne Limit

Moderatorin

Fernsehshow, SRF

seit September 2025

Happy Day

Co-Moderatorin (mit Nik Hartmann)

Fernsehshow, SRF

Die Karriere von Kiki Maeder im Fernsehen und auf der Bühne umfasst über zwei Jahrzehnte. Sie zeigt eine Moderatorin, die grosse Samstagabendshows ebenso sicher führt wie kleine Schauspielprojekte.

Auch abseits des Bildschirms ist Maeder gefragt. Seit über fünfzehn Jahren führt sie durch Corporate-Events, Galaabende und Konferenzen, und seit 2018 moderiert sie jedes Jahr die Verleihung des Tourismuspreises Milestone. Moderiert hat sie unter anderem auch den Genfer Autosalon, die ADC Award Night, das CFO Forum Schweiz und die Credit Suisse Investment Conference. Gerade bei internationalen Anlässen in der Schweiz ist sie eine gefragte Wahl, weil sie mühelos zwischen mehreren Sprachen wechselt.

Auszeichnungen und Anerkennung

Für ihre Arbeit im Eventbereich holte Kiki Maeder den Xaver Award in Silber in der Kategorie «Best Corporate Event 2020», eine Auszeichnung der Schweizer Live-Kommunikationsbranche, die herausragende Veranstaltungen würdigt. Formale Berufspreise hat sie zwar eher wenige, doch das täuscht über ihre Stellung hinweg. Kiki Maeder zählt zu den beliebtesten und am längsten präsenten Moderatorinnen des Schweizer Fernsehens. Ihre jahrelange Arbeit bei «Happy Day» und ihr Engagement als Botschafterin mehrerer gemeinnütziger Organisationen zeigen eine Anerkennung, die weit über das Fernsehen hinausreicht.

Kiki Maeder - eine der bekanntesten Schweizer Moderatorinnen

Kiki Maeder

Interessante Fakten

  • Der Spitzname «Kiki» hat einen simplen, aber charmanten Ursprung. Weil auch die Mutter der Moderatorin Christina heisst, einigte sich die Familie von Geburt an darauf, die Tochter «Kiki» zu nennen, um Verwechslungen zwischen Mutter und Tochter zu vermeiden. Kurios ist auch ein Kontrast in Sachen Mut: Kiki Maeder kann Fallschirmspringen, wird aber schon nach fünf Minuten auf der Kinderschaukel schlecht, wie sie selbst in Interviews erzählt hat.
  • Noch ein Talent, das sie selbst für völlig nutzlos hält: Sie kann nur mit einem Auge schielen, ein Kunststück, mit dem sie ihre eigenen Kinder unterhält. Praktischer ist da ihre Sprachbegabung. Kiki Maeder spricht vier Sprachen, Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, was sie für internationale Firmenanlässe in der Schweiz gefragt macht.
  • Und noch zwei Dinge am Rande. Als sie zum ersten Casting für «Happy Day» eingeladen wurde, hatte sie noch nie vor einer Fernsehkamera moderiert, und bekam die Rolle trotzdem. Privat sucht sie das Rampenlicht dagegen kaum. Am liebsten sind ihr warme Sommertage ohne Programm und ohne Ziel, einfach an einem See, den Moment geniessen, wie sie es einmal beschrieb.

Soziale Medien

FAQ

Wie heisst Kiki Maeder richtig?

Ihr richtiger Name ist Christina Maeder. «Kiki» ist ein Spitzname, den sie von klein auf trägt.

Woher stammt der Spitzname «Kiki»?

Weil auch die Mutter der Moderatorin Christina heisst, nannte die Familie die Tochter von Geburt an «Kiki», um Mutter und Tochter auseinanderzuhalten. Der Name blieb bis heute.

Wie viele Kinder hat Kiki Maeder, und wie heissen sie?

Kiki Maeder hat zwei Kinder: Tochter Ava, geboren im Sommer 2015, und Sohn Jack, geboren am 2. Januar 2018.

Ist Kiki Maeder verheiratet?

Nicht mehr. Sie war acht Jahre mit dem Eventmanager Mark Strähl verheiratet und gab im Mai 2023 die Trennung bekannt. Die beiden bleiben zum Wohl der Kinder freundschaftlich und geschäftlich verbunden.

Seit wann moderiert Kiki Maeder die Sendung «Happy Day»?

Seit 2013, zuerst als Aussenmoderatorin. Sie gehört damit seit über einem Jahrzehnt zum festen Team der Sendung.

Wie versteht sich Kiki Maeder mit dem neuen Co-Moderator Nik Hartmann?

Nach eigener Aussage sehr gut. Seit Nik Hartmann Ende September 2025 die Rolle des Gastgebers übernahm, seien die beiden sofort ein gutes Team gewesen.

Was macht Kiki Maeder neben der Moderation?

Sie führt die Event- und Kommunikationsagentur KomVent, unterrichtet Public Speaking an mehreren Hochschulen (HWZ, FHGR, ZHDK) und arbeitet als Auftritts- und Medientrainerin. Dazu moderiert sie Firmenanlässe, Galas und Konferenzen.

Welche gemeinnützigen Organisationen unterstützt Kiki Maeder?

Sie ist Botschafterin von SOS-Kinderdorf Schweiz und Patronin der Kinder-Reha Schweiz des Kinderspitals Zürich.