Manuel Akanji
Ruhig, überlegt, mit unverkennbaren Cornrows und einem Kopf, der auch dann klar bleibt, wenn es auf dem Platz brennt: Manuel Akanji gehört zu den besten Schweizer Innenverteidigern seiner Generation, und aus der Nati ist er längst nicht mehr wegzudenken. Heute verteidigt er bei Inter Mailand. Dorthin kam er von Manchester City, erst im Herbst 2025 leihweise, seit Sommer 2026 fest.
Sein Weg dorthin ist alles andere als gewöhnlich. Er begann beim kleinen FC Wiesendangen, führte über Basel und Dortmund bis zu Pep Guardiola und gipfelte 2023 im Triple mit Manchester City. Und neben dem Rasen? Da ist Akanji vor allem Familienmensch, verheiratet, dreifacher Vater.
Vollständiger Name | Manuel Obafemi Akanji |
|---|---|
Geboren | 19. Juli 1995, Kanton Zürich (Wiesendangen/Neftenbach) |
Nationalität | Schweiz (Vater aus Nigeria) |
Grösse | 1,88 m |
Position | Innenverteidiger |
Aktueller Verein | Inter Mailand |
Rückennummer | 25 |
Nationalmannschaft | Schweiz (Debüt 2017) |
Ehefrau | Melanie Akanji (geb. Wyss, verheiratet seit 2019) |
Kinder | drei (Söhne Aayden und Keeyan, Tochter Khiara Sofia Yemaya) |
Wohnort | Mailand und Winterthur |
Manuel Akanji
Biografie
Manuel Obafemi Akanji kam am 19. Juli 1995 im Kanton Zürich zur Welt. Sport lag ihm quasi in den Genen. Seine Mutter Isabel spielte früher Tennis auf Schweizer Niveau, sein Vater Abimbola, ein Finanzfachmann mit nigerianischen Wurzeln, kickte als Amateur. Und genau da nahm alles seinen Anfang: beim Zuschauen an den Spielen seines Vaters verliebte sich der kleine Manuel in den Fussball.
Zu Hause im Garten ging es gleich weiter. Zusammen mit seiner Schwester Sarah ahmte er die Tricks des Vaters nach und träumte davon, einmal in den grossen Stadien der Welt zu stehen. Der Zweitname Obafemi verrät die nigerianische Herkunft väterlicherseits, ein Stück Familie, das er bis heute mit sich trägt.
Mit neun Jahren fing er beim FC Wiesendangen an. Einfach war das nicht. Körperlich hinkte Manuel seinen Mitspielern hinterher, schmächtiger, weniger robust. Um trotzdem an einem Traum festzuhalten, der ziemlich weit weg schien, brauchte es vor allem Kopf: mentale Stärke und viel, viel Arbeit. Genau diese Ruhe, die ihn schon als Bub auszeichnete, wurde später sein Markenzeichen.
2007 wechselte er zum FC Winterthur, wo übrigens auch seine Schwester Sarah im Frauenteam spielte. Sechs Jahre blieb er dort. In Winterthur begann seine eigentliche fussballerische Reise, die ihn Schritt für Schritt aus der Region hinaus in die grosse Fussballwelt führte.
Manuel Akanji
Persönliches Leben
An Manuels Seite steht seit Jahren seine Frau Melanie Akanji, geborene Wyss. Sie kam am 14. Mai 1995 in Genf zur Welt, verheiratet ist das Paar seit 2019. Melanie ist ihren eigenen Weg gegangen, und zwar einen internationalen. Nach der Schule an der International School of Geneva zog sie in die USA, studierte Innenarchitektur an der New York University und arbeitet heute als Innenarchitektin an Wohn- und Gewerbeprojekten.
Im Alltag der Familie hält sie den Laden zusammen. Während Manuel sich voll auf den Fussball konzentriert, sorgt Melanie im Hintergrund für Stabilität. Und das ist mehr als Organisation, das ist Bodenhaftung. Akanji hat einmal sinngemäss erzählt, dass sie ihn im Hier und Jetzt hält, damit er nicht abhebt. An den Sports Awards, als ihr Mann seine Siegesrede hielt, sah man sie mit ein paar Tränen mitfiebern. Ein eingespieltes Team, auf und neben dem Platz.
Zur Familie gehören drei Kinder: die Söhne Aayden und Keeyan sowie Töchterchen Khiara Sofia Yemaya. Wie eng die Familie zusammenhält, zeigte sich an der WM 2026 in den USA. Erstmals begleiteten Melanie und alle drei Kinder Manuel gemeinsam an ein grosses Turnier.
Es erfüllt mich jedes Mal mit Stolz, dass mein Mann die Schweiz vertreten darf, sagte Melanie damals.
Und wo lebt die Familie? Das hat sich mit der Karriere immer wieder verschoben. Während der City-Zeit führten die Akanjis ein beschauliches Familienleben in Manchester, unweit des Etihad Stadium. Seit dem Wechsel nach Mailand pendelt die Familie zwischen Mailand und Winterthur. Beide sind in der Region verwurzelt: Manuel wuchs in Wiesendangen auf, Melanie in Winterthur. In Mailand wohnt Akanji nur ein paar Gehminuten von seinem langjährigen Nati-Kollegen Yann Sommer entfernt, der bei Inter im Tor steht. Die Nähe zur Heimat zeigt sich auch daran, dass die beiden Co-Owner (Manuel und Melanie) der Padelanlage elPadel sind, gleich um die Ecke von den Orten, an denen sie gross geworden sind.
Manuel Akanji und Melanie Akanji
Sportliche Karriere
Der Aufstieg verlief in klaren Etappen. Nach dem Profidebüt beim FC Winterthur zog es Akanji 2015 zum FC Basel. Dort blieb er bis 2018, holte erste Titel und zeigte sich auf europäischer Bühne. Der nächste Schritt führte nach Deutschland: von 2018 bis 2022 spielte er bei Borussia Dortmund in der Bundesliga und reifte zum international gefragten Innenverteidiger.
2022 kam der grosse Sprung zu Manchester City und damit zu Pep Guardiola, in eines der besten Teams der Welt. Und es lief gleich sagenhaft. 2023 gewann City das Triple aus englischer Meisterschaft, FA Cup und Champions League. Pikant dabei: der Gegner im Champions-League-Final hiess ausgerechnet Inter Mailand, jener Klub, bei dem Akanji zwei Jahre später selbst unterschreiben würde. 2023 war überhaupt das beste Jahr der Vereinsgeschichte, mit UEFA-Supercup und Klub-WM obendrauf. Nach drei Saisons und 136 Pflichtspielen für City zog Akanji weiter.
Manuel Akanji
Dann kam die italienische Wende. Am Deadline Day Anfang September 2025 schlug Inter zu und lieh Akanji für rund 2 Millionen Euro aus, als Guardiola seinen Kader mit gleich sechs Innenverteidigern entrümpelte. Inter war kein Zufall. Es ist Akanjis Lieblingsverein in Italien, sein allererstes Fussballtrikot war ein Inter-Leibchen von Stürmer Christian Vieri. In Mailand fand er sich sofort zurecht. Unter Trainer Cristian Chivu wurde er schnell zum festen Innenverteidiger in der Dreierkette, meist als rechter der drei, und trägt die Nummer 25.

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Weil die vereinbarten Bedingungen eintraten, wurde aus der Kaufoption eine Pflicht: Inter gewann die Serie A, und Akanji stand in mehr als der Hälfte der Pflichtspiele auf dem Platz. So machte Inter im Sommer 2026 ernst und verpflichtete ihn fest, für rund 15 Millionen Euro. Sein Vertrag läuft bis 2028.
Werfen wir einen Blick auf die Zahlen. Die Übersicht zeigt seine wichtigsten Stationen. Weil sich Statistiken laufend ändern, lohnt sich vor einer Verwendung ein Abgleich mit Transfermarkt.
Verein | Jahre | Anmerkung |
|---|---|---|
FC Winterthur | 2013–2015 | Profidebüt |
FC Basel | 2015–2018 | mehrere Titel, europäische Bühne |
Borussia Dortmund | 2018–2022 | Stammspieler in der Bundesliga |
Manchester City | 2022–2025 | 136 Pflichtspiele, Triple 2023 |
Inter Mailand | seit 2025/26 | Stammspieler, Serie-A-Titel |
Schweiz (Nati) | seit 2017 | über 85 Länderspiele |
Ein paar Eckdaten kann man festhalten: Akanji ist 1,88 m gross, trägt bei Inter die Nummer 25 und debütierte 2017 für die Schweiz. Beim Abschied von City stand er bei 71 Länderspielen, inzwischen sind es über 85. Aus der Nati ist er nicht mehr wegzudenken, und auch bei der WM 2026 in den USA war er dabei. Sein Marktwert liegt laut Transfermarkt im zweistelligen Millionenbereich, schwankt aber je nach Zeitpunkt.

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Titel und Auszeichnungen
Die Trophäensammlung von Akanji kann sich sehen lassen, und den Löwenanteil holte er in Manchester. Herzstück ist das Triple 2023: in einer einzigen Saison gewann er mit City die englische Meisterschaft, den FA Cup und die Champions League. Es war der grösste Erfolg seiner Laufbahn und zugleich das erfolgreichste Jahr in der langen Geschichte des Klubs.
Dabei blieb es nicht. Insgesamt wurde Akanji mit City mehrfach englischer Meister, dazu kamen der FA Cup, der englische Supercup (Community Shield), der UEFA-Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft. In der Summe verliess er England mit einer ganzen Reihe an Titeln, die viele Spieler in einer ganzen Karriere nicht zusammenbekommen.
In Italien ging es gleich weiter. In seiner ersten Saison mit Inter feierte Akanji 2026 den Gewinn der Serie A, den italienischen Meistertitel. Genau dieser Titel machte übrigens seinen Wechsel perfekt, weil er die Kaufpflicht in seinem Leihvertrag auslöste.
Bei aller Vereinssammlung fehlt in der Vitrine bewusst eine Zeile: ein grosser Titel mit der Nati. Mit der Schweiz gehört Akanji bei jedem Turnier zu den Leistungsträgern, den ganz grossen Wurf gab es bisher aber nicht. Die WM 2026 im eigenen Erdteil, sozusagen vor der Haustür der halben Familie, war für ihn deshalb mehr als nur ein weiteres Turnier.
Manuel Akanji
Interessante Fakten
- Seine Frisur ist praktisch sein zweites Markenzeichen. Die kunstvoll geflochtenen Cornrows sind aufwendig, das Knüpfen zieht sich, und wenn er sie mal offen trägt, sieht der sonst so kontrollierte Verteidiger gleich eine Spur wilder aus.
- Der Fussball liegt in der Familie. Nicht nur Vater Abimbola kickte als Amateur, auch Schwester Sarah spielte, und zwar im Frauenteam des FC Winterthur, jenem Klub, bei dem Manuel gross wurde. Sport war bei den Akanjis nie nur Manuels Sache.
- Sein Draht zu Inter reicht weiter zurück, als viele denken. Sein allererstes Fussballtrikot war ein Inter-Leibchen von Stürmer Christian Vieri. Umso kurioser die Wendung: Im Champions-League-Final 2023 besiegte er mit City ausgerechnet Inter, ehe er zwei Jahre später selbst dort unterschrieb. Vom Finalgegner zum Meister im selben Trikot.
- Auch abseits des Platzes bleibt er dem Sport treu. Gemeinsam mit Melanie ist er Co-Owner der Padelanlage elPadel in der Region Winterthur, wo die beiden aufgewachsen sind. Padel spielen die zwei in ihrer Freizeit selbst gern, und mit dem Engagement wollen sie jungen Talenten eine Plattform bieten.
- In Mailand wohnt Akanji nur wenige Gehminuten von Yann Sommer entfernt. Aus langjährigen Nati-Kollegen wurden so auch bei Inter Teamkollegen und Nachbarn.
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FAQ
Für welchen Verein spielt Manuel Akanji aktuell?
Manuel Akanji spielt für Inter Mailand. Er kam im Herbst 2025 von Manchester City zunächst auf Leihbasis, seit Sommer 2026 gehört er Inter fest.
Wie heisst die Frau von Manuel Akanji?
Seine Frau heisst Melanie Akanji, geborene Wyss. Sie kam am 14. Mai 1995 in Genf zur Welt, verheiratet ist das Paar seit 2019.
Wie viele Kinder hat Manuel Akanji?
Manuel Akanji hat drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter.
Auf welcher Position spielt Manuel Akanji?
Er spielt als Innenverteidiger. Bei Inter Mailand agiert er meist als rechter Verteidiger in der Dreierkette.
Wie viele Länderspiele hat Manuel Akanji für die Schweiz bestritten?
Beim Abschied von Manchester City im Herbst 2025 stand er bei 71 Länderspielen, inzwischen sind es über 85. Sein Debüt gab er 2017. Die aktuelle Zahl prüft man am besten direkt.







