Dodo
Dodo gehört zu den bekanntesten Schweizer Musikern und Hitproduzenten. Seine Lieder mischen Reggae, Soul, Funk und Schweizer Mundart zu einem Sound, den man sofort erkennt. Hinter dem Künstlernamen Dodo steckt Dominik Jud, geboren in Nairobi, aufgewachsen in Abidjan an der Elfenbeinküste und seit 1983 in der Schweiz zu Hause, heute in Zürich.
Bekannt wurde er durch einiges. Die grosse Liebe des Publikums zum Hit «Hippie-Bus», seine Rolle als Gastgeber der Show «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert», seine Produzentenarbeit mit Steff la Cheffe, Lo & Leduc und Nemo, dazu der Musikfilm «Yopougon – Way Back Home». Und es geht weiter, mit einem Konzertprogramm 2026 und der neuen EP «Einmal mit Profis». Doch dazu gleich mehr.
Künstlername | Dodo |
|---|---|
Richtiger Name | Dominik Jud |
Geburtsjahr | 1977 |
Geburtsort | Nairobi, Kenia |
Wohnort | Zürich |
Beruf | Sänger, Musikproduzent, TV-Moderator |
Genre | Reggae, Ragga, Soul, Funk, Mundart-Pop |
Bekanntester Song | «Hippie-Bus» (2015) |
Neueste Veröffentlichung | EP «Einmal mit Profis» (2026) |
TV-Rolle | Gastgeber «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert» |
Debütsingle | «Robinsong» (1999) |
Website |
Dodo
Biografie
Dodo kam 1977 in Nairobi als Sohn Schweizer Eltern zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er in Abidjan, wo sein Vater als Lebensmittelingenieur bei Nestlé arbeitete. 1983 kehrte die Familie in die Schweiz zurück, weil der Vater schwer erkrankt war. So wurde der sechsjährige Dominik Jud, wie es lokale Quellen formulieren, ein waschechter Walliseller. Der Vater starb, als Dodo noch ein Kind war. Ein Verlust, der ihn früh mit dem Thema Tod konfrontierte und seine Sicht aufs Leben prägte, wie er in Interviews offen erzählt.
Woher der Künstlername kommt, ist eine hübsche Geschichte, und sie hat mit einer Steinschleuder zu tun. Der Spitzname blieb schon in der Kindheit an ihm hängen, nachdem er die Schleuder aus der Elfenbeinküste mit in die Schweiz gebracht hatte. Das Wort deckt sich zugleich mit dem Namen des ausgestorbenen Vogels aus Mauritius. Sein richtiger Name Dominik Jud steht heute, wie er selbst sagt, eigentlich nur noch im Pass. Sogar seine hochbetagte Grossmutter nenne ihn mittlerweile «de Dodo».
Erste Auftritte hatte er mit siebzehn in Jugendhäusern und Schulen. Der Wendepunkt kam 1998. Auf einer Afrikareise, unterwegs per Autostopp durch mehrere Länder, erkrankte Dodo an Malaria, lag im Delirium und durchlebte nach eigenen Worten eine Art Nahtoderfahrung. Damals fasste er den Entschluss: «Wenn ich das überlebe, gibts keine Grenzen mehr.» Von da an war die Musik gesetzt. Schweizerdeutsch ist für ihn die «Sprache des Herzens», seine Kindheitserinnerungen verbindet er mit Afrika, mit dem Ananasessen am Strand von Vridi und dem Mangobaum im Garten. Diese doppelte Herkunft, Schweiz und Westafrika, zieht sich bis heute durch seine Musik.
Dodo
Persönliches Leben
Zur Familie von Dodo gehören seine Mutter, ein jüngeres Geschwister und sein Stiefvater, den der Künstler selbst als wichtigstes Vorbild seines Lebens bezeichnet, weil dieser mit dreiundzwanzig Jahren die Verantwortung für drei Menschen übernahm. Der leibliche Vater starb, als der spätere Musiker noch ein Kind war, und dieser Verlust hat seine Haltung zum Leben und seine Werte geformt, über die er in Interviews offen spricht.
Bei den Beziehungen hält sich Dodo bedeckt. Im Mai 2024 berichteten Schweizer Medien über die Trennung von seiner damaligen Partnerin, worüber er bei den Dreharbeiten zu «Sing meinen Song» offen sprach, als Teilnehmer Marius Baer sein Lied «Hol de Rum» sang, das Dodo zum Abschied für die Partnerin vor einer Reise geschrieben hatte. Details aus seinem Privatleben gibt er selten preis, und Angaben zu einer aktuellen Partnerin oder zu Kindern sind in offen zugänglichen Quellen nicht bestätigt. Umso sichtbarer ist ein anderer Teil seines Stils: die massgeschneiderten Anzüge, die Hüte und die knalligen Farben, an denen man ihn auf der Bühne sofort erkennt.
Karriere
Öffentlich bekannt wurde Dodo im Herbst 1999. Als damals 22-jähriger Reisebüroangestellter machte er bei der Realityshow «Expedition Robinson» auf dem Sender TV3 mit und veröffentlichte die Debütsingle «Robinsong», die sofort in die Schweizer Hitparade einstieg. Es folgte die Band Doppelganger mit Thomas Gassmann alias Mec2rue, mit dem Album «Hörspiel» von 2000 samt Single «Wieso?» und dem zweiten und letzten Reggae-Album «Original» von 2002.

Dodo - Robinsong
Seit 2004 läuft die Solokarriere. Auf «Endlich» (2006) mit dem Lied «Din Pulli» folgte «Reggae Against the Machine» (2009), das Platz 54 der Schweizer Charts erreichte, dazu der vierte Platz beim Protestsongcontest 2009 mit «Plan B (Allstars Remix)», die Soul-Funk-Platte «Funkloch» (2011) und ein Auftritt in der TV-Show «Cover Me» 2012 mit einer Coverversion von Lys Assias «O mein Papa». Der Durchbruch kam 2015 mit «Anti Brumm», von den Herausgebern als seine bis dahin erfolgreichste Arbeit bezeichnet, das dem Hit «Hippie-Bus» den Weg ebnete. 2017 folgte «Pfingstweid», benannt nach jener Strasse in Zürich-West, wo sein Studio stand, das einem Neubau weichen musste.

Dodo - Hippie-Bus
Parallel machte sich Dodo als Produzent einen Namen. Zwei Platten von Steff la Cheffe, deren zweite die Schweizer Charts anführte, das Album «Zucker fürs Volk» von Lo & Leduc, das dem Duo 2015 drei Swiss Music Awards einbrachte, dazu die Arbeit mit James Gruntz und Nemo. «Erfolg ist wie Husten: er kommt, und er geht», sagt Dodo über diese Jahre, und diese Gelassenheit merkt man seinem Weg an.
Die Idee eines mobilen Studios im Schiffscontainer sollte sein Leben prägen. Eigentlich wollte er damit nach Afrika, doch die Pandemie funkte dazwischen, und das knallorange Container-Studio landete statt auf hoher See auf Schweizer Alpenpässen wie der Grimsel. Genau dort entstand «Pass» (2021), sein erstes Album an der Spitze der Schweizer Charts, und im selben Jahr nahm er an der zweiten Staffel von «Sing meinen Song» teil. Im September 2022 wurde der Traum dann wahr. Dodo stach mit dem Container vom Basler Rheinhafen aus in See, den Rhein hinab und weiter auf dem Frachter nach Südafrika, Ghana und schliesslich an die Elfenbeinküste, wo er sein Kindheitshaus in Yopougon suchte und mit lokalen Musikern Lieder aufnahm. An seiner Seite: sein Weggefährte und Co-Produzent Big J.
Herausgekommen ist «Yopougon – Way Back Home» (Januar 2024, Platz zwei der Schweizer Charts), ein Werk, das Amapiano, Afrobeat, Trap und Reggae verbindet und auf dem Dodo neben Schweizerdeutsch auch auf Englisch und Hochdeutsch singt. Dazu kamen der gleichnamige Musikdokumentarfilm und die Single «Tell Money» mit Wiyaala und Niashun. 2023 übernahm er von Seven die Rolle des Gastgebers bei «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert».

Offizieller Trailer «YOPOUGON – WAY BACK HOME» / Dokumentarfilm / CH 2023
2025 und 2026 kamen viele neue Lieder dazu, die Singles «Überem Berg», «Tanze I De Luft», «The Chosen One» und «Genau Jetzt», der gemeinsame Track «Nr. 1» mit Moser & Schelker, Stefanie Heinzmann und Eaz sowie die EP «Einmal mit Profis».

Dodo - Tanze i de Luft
Konzertleben
Live ist Dodo in seinem Element. Veranstalter beschreiben ihn als Garant für «Good Vibes», fürs gemeinsame Singen und Tanzen, und er selbst mischt gern Hits aus verschiedenen Alben mit Geschichten aus seinem Leben und von seinen Reisen. Dazu das unverwechselbare Bild: der Hut, die knalligen Farben und die massgeschneiderten Anzüge, die Dodo gemeinsam mit Joyce Tetteh entwirft und die das Berner Atelier eniline fertigt. Diesen Anzügen ist sogar ein eigener Abend gewidmet, «Dodo und die Kunst des Anzugs», bei dem Musik und Mode verschmelzen, direkt im Store von eniline in Bern.
Über die Jahre kamen einige denkwürdige Auftritte zusammen. Konzerte auf Schweizer Open-Air-Festivals und in Deutschland und Österreich, der Konzertmitschnitt «Himmel» aus dem Volkshaus Zürich 2024, die «Pass Tour» 2021, ein Auftritt am Seaside Festival in Spiez und ein exklusives Konzert in Ghana, das während des Afrika-Projekts von Blue TV gezeigt wurde. Aktuell ist er mit der Tour «Einmal mit Profis» 2025 und 2026 unterwegs. Los ging es am 30. Januar in der Kuppel Basel, gefolgt vom Konzert im Rössli der Mühle Hunziken am 24. April und dem Open Air in der Mühle Hunziken in Rubigen am 3. Juli. Überall dabei: die gewohnten «Good Vibes», Mitsing-Momente und die farbenfrohen Anzüge.
Konzerte 2026
Auch das Konzert 2026 steht ganz im Zeichen von Dodo, der mit seinen Shows und Gastauftritten quer durch die Schweiz reist. Die folgenden Termine für die zweite Jahreshälfte sind bereits bestätigt:
Datum | Konzert | Ort | Tickets |
|---|---|---|---|
22.10.2026 | Dodo und die Kunst des Anzugs (Art + Fashion meets Dodo) | Bern | dodomusic.ch |
23.10.2026 | Dodo und die Kunst des Anzugs – Zusatzshow | Bern | dodomusic.ch |
30.10.2026 | Das Zelt «Schwiizer Hits» mit Dodo als Musikgast | Altstätten | dodomusic.ch |
12.11.2026 | Das Zelt «Schwiizer Hits» mit Dodo als Musikgast | Solothurn | dodomusic.ch |
22.11.2026 | Zauberpark: Dodo x Glattastic (Local Sunday) | Kloten | dodomusic.ch |
12.12.2026 | Das Zelt «Schwiizer Hits» mit Dodo als Musikgast | Bern | dodomusic.ch |
Weil laufend neue Konzerte dazukommen können, lohnt sich vor dem Ticketkauf immer ein Blick auf die offizielle Seite.
Konzert von Dodo
Diskografie
Ein Überblick über die wichtigsten Veröffentlichungen von Dodo:
Jahr | Titel | Typ | Anmerkung |
|---|---|---|---|
1999 | Robinsong | Single | Debüt, in den Charts |
2000 | Hörspiel (Doppelganger) | Album | Band mit Mec2rue |
2002 | Original (Doppelganger) | Album | letztes Album der Band |
2006 | Endlich | Studioalbum | erstes Soloalbum |
2009 | Reggae Against the Machine | Studioalbum | Nr. 54 der Schweizer Charts |
2011 | Funkloch | Studioalbum | Soul und Funk |
2015 | Anti Brumm | Studioalbum | Album mit «Hippie-Bus» |
2017 | Pfingstweid | Studioalbum | benannt nach dem Studio in Zürich |
2021 | Pass | Studioalbum | Nr. 1 der Schweizer Charts |
2024 | Yopougon – Way Back Home | Studioalbum | Nr. 2 der Schweizer Charts |
2026 | Einmal mit Profis | EP | neueste Veröffentlichung |
Die Diskografie von Dodo umfasst über fünfundzwanzig Jahre und zeichnet den Weg von einer Reggae-Band bis zum vielseitigen Künstler nach, der Schweizer Mundart mit afrikanischen Rhythmen verbindet. Chartpositionen und Daten sind über die offizielle Schweizer Hitparade (hitparade.ch) zu prüfen.
Auszeichnungen und Anerkennung
Ein Überblick über die wichtigsten Auszeichnungen:
Jahr | Auszeichnung | Kategorie |
|---|---|---|
2009 | Protestsongcontest | 4. Platz, «Plan B (Allstars Remix)» |
2016 | Swiss Music Awards | Best Breaking Act (nach dem Durchbruch mit «Hippie-Bus») |
2015 | Swiss Music Awards (als Produzent) | drei Auszeichnungen für Lo & Leduc, zwei für James Gruntz |
Auch wenn die meisten Auszeichnungen mit der Produzentenarbeit zusammenhängen, gilt Dodo als einer der einflussreichsten Schweizer Musiker-Produzenten.
Dodo
Interessante Fakten
- Der Künstlername Dodo geht auf eine Geschichte mit einer Steinschleuder und dem ausgestorbenen Vogel aus Mauritius zurück. Dazu kommt die sechsmonatige Seereise mit dem Studio im Container, aus der das Album «Yopougon» entstand, und die Single «Tell Money», die es gleich in die New-Music-Friday-Playlists in der Schweiz, in Ghana und in Nigeria schaffte.
- Der Tages-Anzeiger verglich Dodo einmal mit dem Pharrell Williams der Schweizer Musikszene. Nach eigenen Angaben nimmt er jeden Morgen eine kalte Dusche und visualisiert seine Ziele. Und noch ein Hinweis, damit es keine Verwechslung gibt: Dodo ist nicht dieselbe Person wie die Schweizer Sängerin Dodo Hug, die in einem ganz anderen Genre unterwegs ist.
FAQ
Wie heisst Dodo wirklich?
Sein richtiger Name ist Dominik Jud. Der Künstlername Dodo begleitet ihn schon seit der Kindheit und geht auf eine Geschichte mit einer Steinschleuder zurück.
Wo lebt Dodo?
Dodo lebt in Zürich. Geboren wurde er in Nairobi, seine Kindheit verbrachte er in Abidjan, und seit 1983 ist er in der Schweiz zu Hause, zuerst in Wallisellen.
Wer ist die aktuelle Partnerin von Dodo?
Dodo hält sein Privatleben bewusst zurück. Im Mai 2024 berichteten Medien über die Trennung von seiner damaligen Partnerin. Angaben zu einer aktuellen Partnerin sind in offen zugänglichen Quellen nicht bestätigt.
Warum wird er Dodo genannt?
Der Spitzname blieb schon in der Kindheit an ihm hängen, nachdem er eine Steinschleuder aus der Elfenbeinküste mitgebracht hatte. Das Wort deckt sich zugleich mit dem Namen des ausgestorbenen Vogels aus Mauritius.
Welche sind die bekanntesten Lieder von Dodo?
Sein bekanntestes Lied ist «Hippie-Bus» (2015). Dazu kommen Songs wie «Din Pulli», «Hol de Rum» und die neueren Singles «Überem Berg», «Tanze I De Luft» und «Genau Jetzt».
Mit welchen Künstlern hat Dodo als Produzent gearbeitet?
Als Produzent arbeitete Dodo unter anderem mit Steff la Cheffe, Lo & Leduc, James Gruntz und Nemo zusammen.







