Barbara Karlich
Barbara Karlich gehört zu den bekanntesten Fernsehmoderatorinnen Österreichs. Über ein Vierteljahrhundert lang war der Name Barbara Karlich mit einer Nachmittags-Talkshow im ORF verbunden. Nachdem die legendäre «Barbara Karlich Show» Ende 2025 ihr Finale feierte, schlug sie ab Jänner 2026 ein neues Kapitel auf, als Moderatorin des Vorabendformats «Studio 2» auf ORF 2.
Karlich ist aber nicht nur Talkerin. Sie schauspielert, sie schreibt, sie führt ein Unternehmen. Und sie erzieht ihre Tochter Gloria, wobei sie ihr Privatleben weitgehend aus dem Rampenlicht hält. Wie all das zusammenpasst, zeigt ein Blick auf ihren Weg.
Voller Name | Mag. Barbara Karlich |
|---|---|
Geburtsdatum | 7. Jänner 1969 |
Geburtsort | Wien, Österreich |
Alter | 57 Jahre |
Wohnort | Trausdorf, Burgenland |
Ausbildung | Publizistik, Psychologie, Theaterwissenschaft, Universität Wien (Mag., 1994) |
Bekanntestes Projekt | «Die Barbara Karlich Show» (1999–2025), ORF 2 |
Aktuelles Projekt | «Studio 2» (seit Jänner 2026), ORF 2 |
Tochter | Gloria (geboren 2008) |
Familienstand | zweimal geschieden, aktuell Single |
Auszeichnungen | Romy 2004 und 2005, beliebteste Show- und Talkmasterin |
Website |
Barbara Karlich
Biografie
Barbara Karlich kam am 7. Jänner 1969 in Wien zur Welt. Ihr Vater war der Unternehmer und Kommerzialrat Viktor Karlich, ihre Mutter die Bibliothekarin Katharina Karlich. Aufgewachsen ist sie im kroatisch geprägten Dorf Trausdorf im Burgenland, zweisprachig, als Teil der burgenländisch-kroatischen Minderheit. Diese Wurzeln hat sie nie gekappt. Bis heute leitet sie die kroatische Laientheatergruppe in Trausdorf, die sie seit 1996 führt.
1987 maturierte sie am Gymnasium in Eisenstadt, dann zog sie nach Wien und studierte an der Universität Wien Publizistik, Psychologie und Theaterwissenschaft. 1994 schloss sie als Magistra ab. Später kam ein Hochschullehrgang für Öffentlichkeitsarbeit dazu, und an einer Dissertation aus der Soziologie arbeitete sie ebenfalls, zum Thema der Talkshow-Bühne und des Alltags jener Menschen, die in solchen Sendungen auftreten. Ein Talent stach schon damals hervor: ihr Gespür für Sprachen. Karlich spricht fließend Deutsch, Kroatisch, Englisch, Italienisch und Französisch.
Ihre ersten Schritte in den Medien machte sie im Radio und in der PR. Sie volontierte im ORF-Landesstudio Burgenland, arbeitete in Werbeagenturen und schrieb von Ende der 1980er bis in die 2000er als Journalistin und Publizistin für verschiedene Zeitschriften, unter anderem beim Österreichischen Wirtschaftsverlag und beim News-Verlag. 1996 begann ihre Radiokarriere beim Privatsender 92.9 RTL, wo sie unter dem Pseudonym «Barbarella» eine tägliche Morgenshow moderierte. Genau dieser Abschnitt machte sie beim Wiener Publikum zum ersten Mal breit bekannt, lange bevor sie im Fernsehen auftauchte.
Barbara Karlich
Persönliches Leben
Barbara Karlich war zweimal verheiratet. Die erste Ehe mit dem Juristen Christoph Preitschopf dauerte von 2005 bis 2006, die zweite mit dem Journalisten Roland Hofbauer von 2008 bis 2012. Tochter Gloria kam 2008 zur Welt, Roland Hofbauer ist ihr Vater. Damit ist der Kreis der öffentlich bekannten Fakten zu ihren Ehepartnern auch fast umrissen, denn danach zog Karlich eine klare Grenze.
Nach der zweiten Scheidung hütet sie ihr Privatleben bewusst vor der Öffentlichkeit. Sie hatte, wie sie selbst sagt, Beziehungen, von denen die Medien nie erfuhren, und das findet sie im Rückblick gut. «Das war sehr angenehm», meinte sie einmal. Ihre Tochter Gloria hält sie konsequent aus dem medialen Raum heraus und kommentiert grundsätzlich nichts aus deren Leben.
Heute lebt Barbara Karlich wieder in ihrem Heimat-Burgenland, zusammen mit ihrer Tochter und dem Hund Meixner, kurz «Meixi». Sie schätzt das Landleben, die Bewegung im Freien, die Ruhe. Dem Fliegen hat sie aus Rücksicht auf die Umwelt weitgehend abgeschworen, das letzte Mal saß sie vor fünf Jahren in einem Flugzeug. Dazu kommt ein Familienprojekt: 2023 eröffnete sie mit ihrem Bruder Andreas in Trausdorf das Café «Haus Karlich», das Gastronomie, einen Installateurbetrieb und ein kleines Gästehaus unter einem Dach vereint. Eine ungewöhnliche Kombination, die zur Familie passt.
Barbara Karlich mit ihrer Tochter
Karriere
Der Sprung ins Fernsehen kam 1999. Die damalige Intendantin Kathrin Zechner holte Barbara Karlich zum ORF, und am 27. Oktober 1999 lief die erste «Barbara Karlich Show», zum Thema «Jeder hat eine zweite Chance verdient». Ein täglicher Nachmittags-Talk auf ORF 2, werktags von 16.00 bis 17.00 Uhr. Über die Jahre stellte die Sendung einen Rekord auf, den bis heute keine andere hält: die am längsten gesendete Talkshow im ganzen deutschsprachigen Raum, über Deutschland, die Schweiz und Österreich hinweg.
Die Zahlen sind beachtlich. Bis zum 25-Jahr-Jubiläum 2024 kamen über 4.500 Folgen zusammen, mehr als 40.000 Gäste saßen im Studio, und on air gab es sage und schreibe 55 Heiratsanträge. Die Themen waren so breit wie das Leben selbst, von berührenden Schicksalen bis zu skurrilen Alltagsfragen. In den letzten Jahren lief das Format ohne Studiopublikum, unter dem Titel «Barbara Karlich – Talk um 4». Zu Weihnachten 2025 feierte die Show ihr Finale und setzte den Schlusspunkt hinter über 25 Jahre Nachmittags-Talk im ORF. Weil aber viele Folgen vorproduziert waren, blieben einzelne Ausgaben noch bis Ende 2026 im Programm. Zum großen Jubiläum inszenierte der ORF eine Abendshow zur Primetime, «Die große Barbara Karlich Show», durch die Entertainer Andy Borg führte.

Die Barbara Karlich Show - Intro [ORF 2]
Rund um die große Show liefen über die Jahre viele Parallelprojekte, und die zeigen, wie breit Karlich aufgestellt war. Schon im Sommer 2001 führte sie durch die Reality-Doku «Wie das Leben so spielt», die Menschen in besonderen Momenten begleitete. Von 2000 bis 2002 moderierte sie die Spendengala «Kinder für Licht ins Dunkel». Von Ende 2003 bis Anfang 2005 besuchte sie in «Karlich danach» ehemalige Gäste ihrer Show zu Hause und schaute nach, wie es ihnen ergangen war. Und 2009 veröffentlichte sie mit «Spitzbuben & Sternschnuppen» sogar ein eigenes Buch.
Auch aufs Tanzparkett wagte sie sich. Ab dem 10. März 2006 tanzte Barbara Karlich in der zweiten Staffel von «Dancing Stars». An der Seite ihres Tanzpartners Alexander Zaglmaier erreichte sie den siebten Platz. Kein Titel also, aber ein Auftritt, der ihre Vielseitigkeit unterstrich und sie einem Publikum jenseits des Nachmittags-Talks zeigte. Das Erstaunliche daran: Zur selben Zeit arbeitete sie am Wiener Institut für Soziologie an ihrer Dissertation und moderierte täglich ihre Show. Talk, Tanzfläche und Wissenschaft, alles parallel.
Die schauspielerische Ader zieht sich durch ihre ganze Laufbahn. Im Fernsehen war sie in bekannten Serien zu sehen, 2015 etwa in «Vorstadtweiber» und in der «Tatort»-Folge «Gier», wo sie eine Ärztin spielte. Davor gab es Gastauftritte in Produktionen wie «Probieren Sie's mit einem Jüngeren» und «Schlosshotel Orth», beide aus dem Jahr 2000, später Serien wie «Kebab extra scharf!» und der Fernsehfilm «Zuagroast – Ein Gartenkrimi» von 2025.
Barbara Karlich
Ihr Herz aber schlägt fürs Theater, und das schon lange. Sie spielte im Theater am Petersplatz in Vilars «Eifersucht» und stand immer wieder bei Sommertheaterproduktionen auf der Bühne, in Berndorf, Bromberg und Pitten, wo sie 2010 sogar die Intendanz übernahm. 2003 spielte sie bei den Sommerfestspielen Berndorf gleich drei Rollen, 2004 folgte dort die Hauptrolle in «Der Bürger als Edelmann». Ein Höhepunkt kam 2016: die Buhlschaft im «Jedermann» beim Sommertheater Parndorf, eine Rolle, von der sie schon als kleines Mädchen geträumt hatte. In der kroatischen Laientheatergruppe in Trausdorf gab sie zudem die Katharina in Shakespeares «Der Widerspenstigen Zähmung», auf Kroatisch. Diese Bühnenerfahrung, das Gespür für Menschen und Momente, nimmt sie bis heute in jede Moderation mit.
Seit dem 7. Jänner 2026, ihrem 57. Geburtstag, schlägt Barbara Karlich ein neues Kapitel auf. Sie moderiert das Vorabendformat «Studio 2» auf ORF 2, im Wechsel mit Verena Hartlieb und Norbert Oberhauser. Die Themen reichen von Gesundheit, Adel und Kulinarik über Familie, Tiere und Mode bis zu Büchern, Achtsamkeit, Bewegung, Liebe und dem Leben der Prominenten. Kurios am Rande: Die allererste «Studio 2»-Sendung lief am 7. Jänner 2019, an ihrem Geburtstag, ein Zufall, über den sie selbst schmunzelte. Beim ORF bleibt sie darüber hinaus aktiv. Seit 2015 moderiert sie mit Armin Assinger die Bundesländershow «9 Plätze – 9 Schätze», und seit Herbst 2025 ist sie mit der Doku-Reihe «Barbara Karlich unterwegs» durch die österreichischen Bundesländer unterwegs, die erste Station hieß «Mein Burgenland».
Barbara Karlich
Film, Fernsehen und Theater
Ein Überblick über die bekanntesten Projekte von Barbara Karlich:
Jahr | Titel | Rolle/Funktion | Typ |
|---|---|---|---|
2000 | Probieren Sie's mit einem Jüngeren | Schauspielrolle | TV-Komödie |
2000 | Schlosshotel Orth | Schauspielrolle | Serie |
2015 | Tatort: Gier | Ärztin | Serie |
2015 | Vorstadtweiber | Schauspielrolle | Serie |
2017 | Kebab extra scharf! | Schauspielrolle | Serie |
2017 | Das kleine Vergnügen | Schauspielrolle | Film |
2025 | Zuagroast – Ein Gartenkrimi | Schauspielrolle | Fernsehfilm |
2003 | Sommerfestspiele Berndorf | drei Rollen | Theater |
2004 | Der Bürger als Edelmann, Berndorf | Hauptrolle | Theater |
2010 | Der Widerspenstigen Zähmung (Musicalfassung), Pitten | Rolle, Intendanz | Theater |
2016 | Jedermann, Sommertheater Parndorf | Buhlschaft | Theater |
seit 1999 | Barbara Karlich Show | Moderatorin | Show, ORF |
seit 2015 | 9 Plätze – 9 Schätze | Moderatorin | Show, ORF |
Die Karriere von Barbara Karlich vor der Kamera reicht über zwei Jahrzehnte. Sie zeigt eine Moderatorin, die eine tägliche Talkshow ebenso souverän führt wie Schauspielrollen und Theaterauftritte übernimmt.
Auszeichnungen und Anerkennung
Ein Überblick über die wichtigsten Auszeichnungen:
Jahr | Auszeichnung | Kategorie |
|---|---|---|
2004 | Romy | beliebteste Show- und Talkmasterin |
2005 | Romy | beliebteste Show- und Talkmasterin |
2019 | Ehrenzeichen des Landes Burgenland | Auszeichnung des Landes |
Die zwei Romy-Preise in Folge Anfang der 2000er festigten Barbara Karlichs Status als eine der beliebtesten Fernsehmoderatorinnen Österreichs früh in ihrer Laufbahn. Was danach kam, war fast überzeugender als jeder Preis: die jahrelange Treue zu einem einzigen Format, mit 4.500 Folgen und über 40.000 Gästen. Ein eigener Beweis der Anerkennung durch das Publikum, auch ohne neue offizielle Auszeichnungen in späteren Jahren. 2019 kam mit dem Ehrenzeichen des Landes Burgenland eine Würdigung ihrer Heimat dazu.

Moderatorin Barbara Karlich: "Ich liebe meinen Job!" | Willkommen Österreich
Interessante Fakten
- Über die gesamte Sendezeit der «Barbara Karlich Show» kam es on air zu 55 Heiratsanträgen, eine ungewöhnliche Statistik, die den menschlichen Charakter des Formats gut auf den Punkt bringt. Dazu passt ihr Verhältnis zum Reisen: Barbara Karlich ist seit fünf Jahren bewusst nicht mehr geflogen und träumt davon, eines Tages mit Zug und Fahrrad um die Welt zu fahren.
- Seit 1996 leitet sie die kroatische Laientheatergruppe in ihrem Heimatort Trausdorf und bringt dort Werke von Shakespeare, Ostrowski und anderen auf die Bühne. Ein seltenes Beispiel dafür, wie eine bekannte Fernsehfrau die Verbindung zur Kultur ihrer Minderheit bewahrt. Und noch ein Detail, das man so nicht alle Tage findet: das 2023 mit ihrem Bruder Andreas eröffnete Café «Haus Karlich» vereint Gastronomie, einen Installateurbetrieb und ein kleines Gästehaus in einem einzigen Betrieb.
Soziale Medien
FAQ
Wie oft war Barbara Karlich verheiratet?
Zweimal. Ihre erste Ehe mit dem Juristen Christoph Preitschopf dauerte von 2005 bis 2006, die zweite mit dem Journalisten Roland Hofbauer von 2008 bis 2012. Heute ist sie Single.
Wie alt ist die Tochter Gloria, und was macht sie?
Gloria kam 2008 zur Welt. Ihr Vater ist Roland Hofbauer. Weitere Details aus dem Leben ihrer Tochter hält Barbara Karlich bewusst aus der Öffentlichkeit heraus.
Warum endete die «Barbara Karlich Show» Ende 2025?
Der ORF ließ das Format nach über 25 Jahren auslaufen. Das Finale lief zu Weihnachten 2025, einzelne vorproduzierte Folgen waren noch bis Ende 2026 eingeplant. Die Sendung hält bis heute den Rekord der am längsten gesendeten Talkshow im deutschsprachigen Raum.
Welche neue Sendung moderiert Barbara Karlich seit 2026?
Seit dem 7. Jänner 2026 moderiert sie das Vorabendmagazin «Studio 2» auf ORF 2, im Wechsel mit Verena Hartlieb und Norbert Oberhauser.
Wie viele Folgen der «Barbara Karlich Show» wurden produziert?
Bis zum 25-Jahr-Jubiläum 2024 waren es über 4.500 Folgen, mit mehr als 40.000 Gästen im Studio.
War Barbara Karlich neben der Moderation auch als Schauspielerin tätig?
Ja. Sie übernahm Rollen in Serien wie «Tatort» und «Vorstadtweiber» sowie in Fernsehfilmen und stand regelmäßig bei Sommertheaterproduktionen auf der Bühne, 2016 etwa als Buhlschaft im «Jedermann» beim Sommertheater Parndorf.
Ist Barbara Karlich neben «Studio 2» in weiteren ORF-Projekten zu sehen?
Ja. Seit 2015 moderiert sie mit Armin Assinger «9 Plätze – 9 Schätze», und seit Herbst 2025 ist sie mit der Doku-Reihe «Barbara Karlich unterwegs» durch die Bundesländer unterwegs.
Welche Auszeichnungen hat Barbara Karlich im Lauf ihrer Karriere erhalten?
2004 und 2005 gewann sie den Publikumspreis Romy als beliebteste Show- und Talkmasterin. 2019 erhielt sie das Ehrenzeichen des Landes Burgenland.







