Schloss Eggenberg
Am westlichen Stadtrand von Graz steht ein Schloss, das sich als Kalender versteht. Schloss Eggenberg ist die größte und prunkvollste Barockanlage der Steiermark und seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe. Den Spitznamen „steirischer Escorial“ trägt es zu Recht, denn beim Bau stand der spanische Escorial Pate. Und hinter der Fassade steckt ein Plan, der das ganze Universum abbilden wollte.
Drinnen warten 24 Prunkräume mit Originalausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert, mittendrin der Planetensaal. Dazu kommen drei Sammlungen des Universalmuseums Joanneum: die Alte Galerie, das Archäologiemuseum und das Münzkabinett. Rundherum liegt ein romantischer Landschaftspark. Einen Haken gibt es allerdings: Die Prunkräume sieht nur, wer eine Führung bucht. Der Park dagegen steht jeden Tag offen. Mehr dazu weiter unten.
Name | Schloss Eggenberg |
|---|---|
Adresse | Eggenberger Allee 90, 8020 Graz |
Status | UNESCO-Welterbe seit 2010 (Erweiterung „Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg“) |
Eigentümer und Betreiber | Land Steiermark, Universalmuseum Joanneum |
Baubeginn | 1625 |
Bauherr | Fürst Hans Ulrich von Eggenberg (1568–1634) |
Architekt | Giovanni Pietro de Pomis |
Hofmaler | Hans Adam Weissenkircher |
Anzahl der Prunkräume | 24 |
Zentraler Saal | Planetensaal |
Parkfläche | rund 18 Hektar |
Park | täglich: 15. März bis 31. Oktober 8:00–19:00 Uhr (laut Joanneum von 23. bis 31. Oktober bis 18:00 Uhr), 1. November bis 31. Dezember 8:00–17:00 Uhr |
Geschlossen | 25. Dezember 2026 (Park) |
Kontakt für Gruppen | |
Offizielle Website |

Schloss Eggenberg in Graz
Geschichte
Die Geschichte von Schloss Eggenberg beginnt mit einer schlichten mittelalterlichen Wehranlage. 1460 übernahm die Familie Eggenberg sie. Schon ein päpstlicher Ablassbrief von 1470 erwähnt dort eine gotische Marienkapelle. Diese Kapelle steht heute noch, als ältester Teil des Schlosses, eingebaut in die barocke Anlage.
Den großen Sprung machte Hans Ulrich von Eggenberg, ein Urenkel von Balthasar Eggenberger. Er galt als reichster Bürger der Steiermark. Aufgewachsen war er protestantisch, doch für eine Karriere am Hof von Erzherzog Ferdinand wechselte er zum katholischen Glauben. Die Rechnung ging auf. Ferdinand, der spätere Kaiser Ferdinand II., machte ihn zu seinem engsten Vertrauten. 1625 wurde Hans Ulrich Statthalter von Innerösterreich, 1628 kam der Titel Herzog von Krumau dazu.
Im selben Jahr 1625 ließ er mit dem Bau beginnen. Die Pläne zeichnete der oberitalienische Hofarchitekt Giovanni Pietro de Pomis. Er nahm sich den Escorial zum Vorbild, die Klosterresidenz der spanischen Könige bei Madrid. So entstand eine strenge, fast quadratische Anlage mit Arkadenhöfen und vier Ecktürmen. Gedacht war sie nicht bloß als Wohnsitz, sondern als Abbild einer geordneten Welt.
Fertig wurde das Schloss eine Generation später. Ab 1666 vollendete Hans Ulrichs Enkel Johann Seyfried von Eggenberg den Bau, und zwar mit dem vollen Pomp des Barock. 1684 und 1685 entstanden die Gemälde im großen Festsaal, dem heutigen Planetensaal.
Schloss Eggenberg - historische Ansichten des Schlosses
Nach dem Aussterben der Eggenberger wechselte das Schloss mehrmals den Besitzer. Zuletzt gehörte es den Grafen Herberstein. 1939 verkauften sie es an das Land Steiermark, heute betreut es das Universalmuseum Joanneum. Laut Grazjournal bleiben die Prunkräume übrigens schon seit 1953 im Winter zu.
Prominenten Besuch gab es auch. Laut Stadtportal wohnte Maria Theresia 1765 fünf Tage lang im Schloss. Ihr Schlafzimmer sieht heute noch so aus wie damals.
Im August 2010 kam die internationale Anerkennung. Die UNESCO nahm Schloss Eggenberg in die Welterbestätte „Stadt Graz – Historisches Zentrum“ auf. Seither gehören Altstadt und Schloss zusammen.
Architektur
Wer Schloss Eggenberg nur hübsch findet, verpasst die halbe Geschichte. Das Gebäude ist ein einziges großes Zahlenrätsel. Es hat 365 Außenfenster, eines für jeden Tag im Jahr. Die 24 Prunkräume stehen für die Stunden des Tages, je zwölf links und rechts der Mittelachse. Zusammen haben sie 52 Fenster, so viele, wie das Jahr Wochen hat. Und im Planetensaal kommen noch die zwölf Monate und die sieben Wochentage dazu.
Laut Stadtportal zählt jedes Stockwerk außerdem 31 Räume, passend zum längsten Monat. Steiermark Tourismus weiß, dass die Parkmauer einst zwölf Tore hatte, eines pro Monat. Die vier Ecktürme stehen laut Austria-Forum für die vier Elemente. Die Barockzeit hatte offenbar Spaß an solchen Spielen.
Ganz so verspielt war die Idee aber nicht. Hans Ulrich wollte ein Modell des Universums bauen, eine ideale Weltordnung in unruhigen Zeiten. Und er wollte zeigen, wer hier das Sagen hat. Das Schloss war auch eine politische Botschaft, die den Anspruch seiner Familie auf Macht in Stein meißelte.
Schloss Eggenberg
Prunkräume und Planetensaal
In der Beletage reihen sich die 24 Prunkräume aneinander. Ihre Ausstattung stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert, und sie zählen zu den bedeutendsten historischen Interieurs Österreichs. Modernisiert hat sie nie jemand. Es gibt keine moderne Heizung und kein elektrisches Licht. An grauen Herbsttagen merkt man das, dafür fühlt sich der Rundgang tatsächlich wie eine Zeitreise an. Über den Köpfen hängen mehr als 500 Deckengemälde.
Das Herzstück ist der Planetensaal. Hofmaler Hans Adam Weissenkircher erzählt hier in Bildern, wie sich die Menschen um 1685 die Geschichte der Welt vorstellten. Zu sehen sind Szenen aus der Mythologie, dem Alten Testament und der Geschichte. Laut Steiermark Tourismus zeigen die Bilder die damals bekannten Planeten samt Mond, und jeder steht für einen Wochentag. Die zwölf Tierkreiszeichen an den Wänden verweisen auf die Monate. Früher empfing der Saal die Gäste vor den fürstlichen Wohnräumen.
Die schönste Überraschung versteckt sich im Japanischen Kabinett. Dort hängt der Stellschirm „Ōsaka zu byōbu“, der Ōsaka zu Beginn des 17. Jahrhunderts zeigt, noch vor dem großen Brand von 1614/1615. Rund 250 Jahre lang diente er als Wandverkleidung, und niemand ahnte, was da hängt. Erst bei der Restaurierung Anfang der 2000er-Jahre erkannten Fachleute seinen Wert. Laut Schlossleitung ist es der älteste japanische Stellschirm in Europa, der noch am ursprünglichen Ort hängt. Ebenfalls sehenswert ist die gotische Kapelle, um die herum die Baumeister das Barockschloss errichteten.
Prunkräume
Museen
Auch neben den Prunkräumen gibt es genug zu sehen. Drei Sammlungen des Joanneums haben im Schloss ihr Zuhause.
Die Alte Galerie zeigt auf 22 Säle verteilt Kunst vom Hochmittelalter bis zum späten 18. Jahrhundert. Bekannte Namen wie Lucas Cranach der Ältere und Pieter Bruegel der Ältere hängen hier. Dazu kommen Bilder von Giovanni Pietro de Pomis, dem Architekten des Schlosses höchstpersönlich, und von Johann Georg Platzer.
Das Archäologiemuseum im Park zeigt mehr als 1.200 Objekte. Die Stars sind Funde aus der Hallstattzeit, allen voran der Strettweger Kultwagen und die Maske aus Kleinklein. Daneben liegt der wertvollste römische Fund der Steiermark, der Silberbecher aus Grünau.
Im Münzkabinett lagert die zweitgrößte öffentliche Münzsammlung Österreichs. Die zwei Hauptsäle tragen die Namen von Balthasar Eggenberger und Hans Ulrich von Eggenberg.
Garten
Rund ums Schloss breitet sich ein Landschaftspark von rund 18 Hektar aus, angelegt in der Romantik. Mit seinen alten Bäumen gehört der Garten zu den wertvollsten historischen Gartendenkmälern des Landes.
Sein heutiges Gesicht hat er erst nach einigen Verwandlungen bekommen. Seit dem frühen 17. Jahrhundert gestalteten die Besitzer die Gärten immer wieder nach der Mode ihrer Zeit um. Der Rosenhügel etwa stammt laut Steiermark Tourismus aus dem 19. Jahrhundert, als Rosen gerade groß in Mode waren. Im Planetengarten bekommt jeder Planet seine eigenen Tiere, Pflanzen und Mineralien. Laut Stadtportal gibt es außerdem einen Teich und einen kleinen Obstgarten mit rund 50 alten Apfel- und Birnensorten. Die heimlichen Chefs im Park sind aber die Pfauen. Sie laufen frei herum, die meisten blau, ein paar weiß, und posieren gern für Fotos.
Spazieren gehen die Leute hier das ganze Jahr über. Im Sommer spielt das Festival styriarte im Schloss und im Park, laut Steiermark Tourismus auch mit musikalischen Picknicks. Einmal im Jahr gibt es zudem eine Sonderführung namens „Ein Garten im Wandel“, samt gefülltem Picknickkorb. Für den Kaffee zwischendurch sorgt das Coffee & Haus, das laut Graz Tourismus in einem historischen Gartenpavillon sitzt. Gruppen bis 25 Personen buchen beim Joanneum eine eigene Parkführung um 55 Euro. Rosenliebhaber kommen am besten zwischen Ende Mai und Juni, dann bietet der Park Rosenführungen zu alten Sorten an.
Ein paar Regeln gibt es auch. Laut Grazjournal müssen Hunde draußen bleiben, Assistenzhunde ausgenommen. Schuld sind vor allem die Pfauen. Radfahren und Rauchen sind verboten. Auf den Rasen dürfen Besucher nur in der markierten Picknickzone.
Schloss Eggenberg - Garten
Führungen
Die Prunkräume öffnen sich nur bei einer Führung. Die dauert rund 50 Minuten, Einlass gibt es mit einer Zeitkarte für einen fixen Termin. Treffpunkt ist der Schlossshop oder der Planetensaal. Führungen starten Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen zu fixen Zeiten. Das Joanneum nennt 11, 12, 14 und 16 Uhr, Stadtportal und Grazjournal zusätzlich 10 und 15 Uhr. Wer auf Nummer sicher gehen will, schaut tagesaktuell auf der Website. Die Gruppen sind begrenzt, und wer erst um Punkt zur vollen Stunde ankommt, steht unter Umständen vor einer vollen Gruppe.
Neben der Standardrunde bietet das Vermittlungsteam Themenführungen an, etwa zum Japanischen Kabinett oder zur gotischen Kapelle. Zu bestimmten Zeiten gibt es Führungen auf Englisch. Dazu kommen Open-House-Tage mit freiem Eintritt und Familienprogramm, der letzte fand 2026 am 2. August statt.
Wer es romantisch mag, landet bei den Führungen bei Kerzenlicht. Laut Joanneum flackern dabei über 600 Kerzen in den Prunkräumen und im Planetensaal. Die Abendrunde dauert eineinhalb bis zwei Stunden und kostet 40 Euro. Kinder von 6 bis 10 Jahren erleben das Ganze bei „Nachts im Schloss“ um 20 Euro. Der Haken: 2026 war laut Website jeder Termin ausverkauft. Der Vorverkauf startete im März online, wer nächstes Jahr dabei sein will, sollte sich das merken.
Gruppen ab sieben Personen müssen vorab buchen, telefonisch unter +43 316 8017-9560 oder per E-Mail. Private Führungen auf Deutsch, Englisch, Italienisch oder Französisch organisiert das Joanneum, wenn die Anfrage mindestens eine Woche vorher einlangt.
Führungen durch das Schloss
Praktische Informationen
Prunkräume, Alte Galerie, Archäologiemuseum und Münzkabinett haben 2026 von 28. März bis 31. Oktober offen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Mit dem 31. Oktober geht die Saison der Prunkräume zu Ende, ab 1. November bleiben sie bis zum Frühjahr zu. Park und Außenanlagen sind weiter zugänglich.
Der Park hat jeden Tag offen. Von 1. Jänner bis 14. März geht das von 8 bis 17 Uhr, von 15. März bis 31. Oktober von 8 bis 19 Uhr. Laut aktueller Übersicht des Joanneums schließt er von 23. bis 31. Oktober schon um 18 Uhr. Ab 1. November gelten wieder 8 bis 17 Uhr. Nur am Christtag, dem 25. Dezember, bleibt das Tor zu. Ein Termin zum Vormerken: am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2026, sperrt das Schloss laut Joanneum zusätzlich auf, und der Eintritt kostet nichts.
Das Prunkräume-Ticket gilt für eine Führung innerhalb eines Kalendertages. Darüber hinaus öffnet es 24 Stunden lang die anderen Museen des Joanneums in Graz und in der Steiermark, Sonderveranstaltungen und die Tierwelt Herberstein ausgenommen. Erwachsene zahlen laut Joanneum 20 Euro für 24 Stunden oder 26 Euro für 48 Stunden. Familien mit zwei Erwachsenen und bis zu zwei Kindern unter 14 kommen um 40 Euro hinein. Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren zahlen 5 Euro, Studierende bis 25 Jahre 10 Euro, Senioren 17 Euro. Unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Wer öfter kommt, rechnet sich das Jahresticket des Joanneums um 32 Euro aus, es gilt in allen Häusern. Für den Park allein zahlen Erwachsene 3 Euro. Preise können sich ändern, ein kurzer Blick auf der Website vor dem Besuch schadet nicht.
Schloss Eggenberg
Am einfachsten geht es mit der Bim. Die Linie 1 hält bei der Station Schloss Eggenberg, von dort sind es laut Grazjournal rund fünf Minuten zu Fuß zum Parkeingang. Laut Graz Tourismus bringt auch die Linie 7 Besucher bis zur Franz-Steiner-Gasse, dann bleiben rund 600 Meter Fußweg. Außerdem fahren die Buslinien 33, 33E und 62 in den Bezirk. Die aktuellen Fahrpläne liefern die Holding Graz Linien.
Mit dem Auto wird es etwas mühsamer, denn rund ums Schloss gibt es nur gebührenpflichtige Parkplätze. Laut Grazjournal dürfen Besucher aber während des Besuchs gratis auf dem Parkplatz der Erlebnisbrauerei Rudolf stehen. Und wer gut zu Fuß ist, spaziert einfach vom Zentrum hinaus.
An Wochenenden und rund um die styriarte-Konzerte lohnt es sich, die Zeitkarte früh zu sichern. An Konzerttagen fallen manche Führungen sogar ganz aus. Ruhiger ist es an einem Vormittag unter der Woche. Für Führung, Museen und Park zusammen ist ein halber Tag realistisch, und weil das Ticket ohnehin den ganzen Tag gilt, muss nach der Führung niemand nach Hause hetzen. Wer die Prunkräume heuer noch sehen will, muss sich beeilen, denn Ende Oktober ist Schluss.
Danach lohnt sich ein Abendbesuch trotzdem. Von 23. Oktober bis 7. November 2026 zieht das Licht- und Klangfestival KLANGLICHT der Bühnen Graz ins Schloss Eggenberg. Die Installationen verteilen sich auf den Garten und das Schlossinnere. Das Thema heißt „Zeit – Kosmos, Geschichte, Gegenwart, Zukunft“, was bei einem Schloss, das selbst ein Kalender ist, fast schon zu gut passt. Laut Grazjournal kostet das Festival heuer erstmals Eintritt: 19 Euro im Vorverkauf, mit Einlass zwischen 18 und 21 Uhr und offen bis 22 Uhr. Passend dazu sperrt der Park bis Ende Oktober tagsüber schon um 18 Uhr zu.

Klanglicht im Schloss Eggenberg Park in Graz 2021
Interessante Fakten
- Schloss Eggenberg funktioniert wie ein Kalender aus Stein. Die 365 Fenster stehen für die Tage, die 24 Prunkräume für die Stunden. Die 52 Fenster dieser Räume stehen für die Wochen eines Jahres.
- Der Strettweger Kultwagen aus der Hallstattzeit gilt als bedeutendstes kulturgeschichtliches Objekt der Steiermark. Er steht im Archäologiemuseum im Park, nur ein paar Schritte von den Prunkräumen entfernt.
- Die 24 Prunkräume hat nie jemand modernisiert. Heizung und elektrisches Licht sucht man dort bis heute vergeblich.
- Das Schloss schaffte es sogar auf eine Münze. Die 10-Euro-Silbermünze von 2002 zeigt vorne Schloss Eggenberg und hinten den Astronomen Johannes Kepler vor seinem Weltmodell. Sie misst 32 Millimeter und besteht aus 925er Silber.
- Hans Ulrich von Eggenberg kam aus einer protestantischen Familie und wurde trotzdem der einflussreichste Berater von Kaiser Ferdinand II.
- Maria Theresia verbrachte 1765 fünf Tage im Schloss. Ihr Schlafzimmer blieb im Originalzustand erhalten.
Soziale Medien
FAQ
Können die Prunkräume ohne Führung besichtigt werden?
Nein. In die 24 Prunkräume kommt man nur mit Führung und Zeitkarte, die Plätze pro Gruppe sind begrenzt. Park, Alte Galerie, Archäologiemuseum und Münzkabinett lassen sich dagegen auf eigene Faust entdecken.
Wie lange dauert eine Führung?
Rund 50 Minuten. Treffpunkt ist der Schlossshop oder der Planetensaal. Die Abendführungen bei Kerzenlicht dauern mit eineinhalb bis zwei Stunden deutlich länger.
Was ist der Planetensaal und warum ist er so wertvoll?
Er ist das Herz des Schlosses. Hans Adam Weissenkircher vollendete die Gemälde 1684 und 1685. Sie zeigen das Weltbild des Barock mit Szenen aus Mythologie, Altem Testament und Geschichte und verknüpfen Planeten mit Wochentagen und Tierkreiszeichen mit Monaten.
Warum gehört Schloss Eggenberg zum UNESCO-Welterbe?
Weil es die bedeutendste Barockanlage der Steiermark ist und seine Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert fast unverändert bewahrt hat. Dazu kommt das Konzept als steinerner Kalender. 2010 nahm die UNESCO das Schloss in die Welterbestätte „Stadt Graz – Historisches Zentrum“ auf.
Was ist in den Museen des Schlosses zu sehen?
Die Alte Galerie zeigt Kunst vom Hochmittelalter bis zum 18. Jahrhundert, unter anderem von Cranach und Bruegel. Im Archäologiemuseum stehen der Strettweger Kultwagen und der Silberbecher aus Grünau. Das Münzkabinett besitzt die zweitgrößte öffentliche Münzsammlung Österreichs.
Finden im Schloss Konzerte und Veranstaltungen statt?
Ja, und zwar reichlich. Im Sommer spielt die styriarte im Schloss und im Park. Dazu kommen Themenführungen und Open-House-Tage mit freiem Eintritt. Von 23. Oktober bis 7. November 2026 läuft das Festival KLANGLICHT der Bühnen Graz im Schloss und im Garten. Und zwischen April und Oktober gibt es Führungen bei Kerzenlicht, die 2026 allerdings restlos ausverkauft waren.









