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Erlebnispark Gänserndorf

von Anna-Maria Leitner

Inhaltsverzeichnis
Erlebnispark Gänserndorf (Abenteuerpark)

Wer mit der Familie einen ganzen Tag im Grünen verbringen will, wird östlich von Wien fündig. Der Erlebnispark Gänserndorf ist ein beliebter Familienfreizeitpark in Niederösterreich, gelegen auf fünfzehn Hektar Wald- und Wiesengebiet, keine Autostunde von Wien entfernt. Streichelzoo, Kletterpark, Wasser- und Abenteuerspielplatz für die Kinder, dazu Lasertag und 3D-Bogenschießen für die Erwachsenen: hier findet die ganze Familie ihren Spaß.

Auffällig ist das Grün. Auf dem Gelände wurden vierzehntausend Bäume gepflanzt, und alle Wege sind so angelegt, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder ältere Gäste gut durchkommen. Bei den Eintrittskarten gibt es eine breite Auswahl an Preisen und Formaten. Doch dazu gleich mehr.

Name

Erlebnispark Gänserndorf

Standort

Siebenbrunner Straße, Gänserndorf, Niederösterreich

Fläche

15 Hektar Wald- und Wiesengebiet

Saison

März bis November

Basis-Eintritt

ab 8–9 EUR (Kinder ab 3 Jahren)

Abenteuerkarte

ab 23 EUR (ab 6 Jahren) bis 29 EUR (ab 10 Jahren und Erwachsene)

Eintritt Kinder unter 3

gratis

Öffnungszeiten

10.00–18.00 Uhr

Parkplatz

gratis vor Ort

Website

erlebnispark-gaenserndorf.at

Erlebnispark Gänserndorf - Freizeit- und Abenteuerpark

Erlebnispark Gänserndorf

Geschichte und Entwicklung

Das Gelände hat eine bewegte Vergangenheit. Wo heute der Erlebnispark steht, lag früher der weit über die Region hinaus bekannte Safaripark Gänserndorf, den Verteidigungsminister Lütgendorf am 8. Juni 1972 als damals größten Safaripark Europas eröffnete. Fast dreißig Jahre lang durfte man das Gelände im eigenen Auto oder im Bus befahren und die frei herumlaufenden Tiere beobachten, von Löwen über Zebras bis zu Giraffen. Anfang 2004 war Schluss. Die Geschäftsführung meldete Konkurs an, der Safaripark schloss. Der Tierarzt Josef Zoher aus Deutsch-Wagram wollte ihn 2009 in einem neuen Format mit Spazierwegen wiederbeleben, doch es fehlten die Investoren, und am Ende löste die Gemeinde Gänserndorf den Pachtvertrag mit dem früheren Betreiber auf.

Safaripark Gänserndorf, 1982

Auf einem Teil des alten Safariparkgeländes gründeten die Brüder Christian und Werner Angerer 2010 und 2011 den Erlebnispark. Der Aufwand vorher war enorm. Nach eigenen Worten der Gründer steckten sie ein ganzes Jahr und rund 12.000 Arbeitsstunden in den Bau, in dem sie die Infrastruktur des Parks von Grund auf schufen. Kaum jemand außer Familie und Freunden habe an sie geglaubt, erzählen die beiden, doch ihr Wille setzte sich durch. Am 27. Mai 2011 öffnete der Park unter dem Motto «Jeder Tag ist ein Abenteuer».

Der Rest des alten Geländes ging einen anderen Weg. 2011 schuf Michael Aufhauser, der Betreiber des Tierschutzguts Gut Aiderbichl, auf einem Teil der Flächen ein Freigehege, ein Schutzzentrum, das damit zum dritten seiner Art neben Florida und den Niederlanden wurde. Dort betreut das Gut bis heute frühere Laboraffen, in einem Bereich, der nicht öffentlich zugänglich ist. Für dieses Areal verlängerte die Gemeinde den Pachtvertrag gleich auf 99 Jahre.

Danach wuchs der Erlebnispark Stück für Stück. Nach und nach kamen neue Aktivitäten dazu, vom Kletterpark über die 3D-Bogensafari und Lasertag bis zum Ponyreiten und später den Lama-Wanderungen. Aus einem bescheidenen Startprojekt wurde so einer der beliebtesten Familienfreizeitparks Niederösterreichs. Dazu kommen jährliche Themenveranstaltungen, allen voran das herbstliche Kürbisfest, bei dem die Besitzer, die Brüder Angerer, ihre Gäste persönlich mit Gegrilltem verwöhnen und für die Kinder einiges auf die Beine stellen, vom Kürbisbemalen über das Trampolinspringen bis zum Ponyreiten.

Streichelzoo im Erlebnispark Gänserndorf

Lama-Wanderungen

Ausstattung und Konzept

Die Philosophie bringen die Besitzer selbst auf den Punkt: ein Freizeitpark, bei dem alles an einem Ort ist. Ob sportlich oder gemütlich, Action oder Entspannung, Spaß oder einfach Erholung in der Natur, für jeden ist etwas dabei. Das Gelände ist in Zonen gegliedert. Für die Jüngsten gibt es den Abenteuer- und Wasserspielplatz, dazu den Streichelzoo mit den Haustieren, einen Aktivbereich mit Kletterpark, Kartbahn und Lasertag und ruhigere Ecken mit Bänken zum Ausruhen zwischen den Bäumen.

Ökologisch geht der Park einen bemerkenswerten Weg. Die vierzehntausend gepflanzten Bäume haben das einst offene Areal des Safariparks in ein echtes Wald- und Wiesengebiet verwandelt. Das sorgt für Schatten und Kühle, selbst an heißen Sommertagen. Auch die Barrierefreiheit war von Anfang an Teil des Konzepts. Alle Hauptwege sind befestigt und für Kinderwagen, Rollstühle und ältere Menschen geeignet, und die Erholungsbänke stehen sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Fürs leibliche Wohl sorgt ein Imbiss, wo man sich tagsüber stärken kann, ohne den Park verlassen zu müssen, mit Klassikern der österreichischen Küche wie Wiener Schnitzel, Pommes, Salaten, Kuchen oder Eis am Stiel. Für Gruppen ist das Konzept flexibel. Dank des weitläufigen Geländes und der vielen Aktivitäten passt der Park für Geburtstage, Teambuildings, Firmenausflüge, Schulexkursionen oder sogar Junggesellen- und Junggesellinnenabschiede, für die es eigene Programmformate gibt. Ein Hinweis für Tierbesitzer: Hunde dürfen nicht mit.

Erlebnispark Gänserndorf - Freizeit- und Abenteuerpark in Niederösterreich

Erlebnispark Gänserndorf

Attraktionen und Angebote für Familien

Für die Kleinsten gibt es den Abenteuerspielplatz und einen kleinen Wasserspielplatz, die schon auf Kinder unter drei Jahren ausgelegt sind. Dort können die Kleinen an heißen Tagen spielen und sich abkühlen. Im Streichelzoo warten zahme Ziegen, Schafe, Hühner, Kaninchen und Lamas zum Streicheln und Beobachten. Wer Tiere mag, kommt hier ganz nah heran.

Größer wird es im Generationen-Kletterpark und im Waldklettergarten. Der wurde in den alten Eichen- und Schwarzkiefernbestand gebaut und hat es in sich: 90 Plattformen in Höhen zwischen einem und zwölf Metern, acht unterschiedlich schwierige Parcours und acht Flying-Fox-Anlagen mit insgesamt 800 Metern Länge. Vom einfachsten Weg für die Jüngsten bis zur kniffligen Route für Geübte ist alles dabei, und wer will, saust am Flying Fox durchs Geäst. Für alle Generationen geeignet sind Disc- und Gummistiefel-Golf, ein Sport vom Grundschulkind bis ins hohe Seniorenalter, dazu ruhigere Formate wie der Pit-Pat-Minigolf und das Edelsteinwaschen.

Praktisch: die komplette Ausrüstung, Gummistiefel inklusive, wird gestellt.

Erlebnispark Gänserndorf - Abenteuer & Spass

Erlebnispark Gänserndorf

Für die actionhungrigeren Gäste hat der Park einiges zu bieten. Kinder-Go-Karts, Trampoline, einen Ninja-Warrior-Parcours und das Ponyreiten auf Flash und Zorro, bei dem Kinder ab drei bis zehn Jahren um drei Euro zwei Runden drehen dürfen. Dazu die 3D-Bogensafari, bei der man mit Pfeil und Bogen auf Tiersilhouetten im Wald- und Steppengelände zielt, ein indischer Tempel dient dabei als Orientierungshilfe. Für Outdoor-Lasertag, Nerftag, Arrowtag und Bubble Soccer braucht es mehrere Spieler, weshalb sie sich ideal für Kindergeburtstage oder Firmenausflüge eignen und vorher angemeldet werden müssen. Wer es lieber virtuell mag, taucht im VR Room in eine andere Welt ein.

Eine echte Besonderheit sind die Lama-Wanderungen mit den ruhigen Tieren wie Lamadame Lili, die zwischen zwei und zweieinhalb Stunden dauern und damit fast einen halben Nachmittag füllen. Für Gruppen ab zehn Personen organisiert der Park Kindergeburtstage, Firmenevents, Teambuildings sowie Schul- und Kindergartenausflüge nach individuellem Programm, und für Kinder gibt es in den Ferien eigene Sommercamps.

Erlebnispark Gänserndorf

Praktische Informationen

Zu den Preisen. Der Standard-Eintritt kostet ab 8 bis 9 Euro für Gäste ab drei Jahren und deckt das Hauptgelände. Die Abenteuerkarte kostet ab 23 Euro für Kinder ab sechs Jahren und ab 29 Euro für Gäste ab zehn Jahren und Erwachsene und schließt zusätzlich den Kletterpark und die 3D-Bogensafari ein. Ein paar Aktivitäten fallen aber aus dieser Rechnung heraus. Ponyreiten, Trampoline, Lama-Wanderungen, Arrowtag, der VR Room oder der Waldklettergarten werden gesondert bezahlt, über den Basis-Eintritt hinaus. Wer die vollständige Preisliste sehen und keine Überraschung erleben will, wirft vor dem Besuch am besten einen Blick auf die Website. Und noch ein Tipp: mit der NÖ Card ist der Eintritt einmalig frei, und für Gruppen liegen die Angebote je nach Umfang zwischen 139 und 320 Euro für maximal zehn Personen.

Bei den Tickets und Öffnungszeiten lohnt ein genauer Blick, denn der Fahrplan wechselt mit der Saison. Im Juli und August ist täglich geöffnet. Im April, Mai und Juni öffnet der Park nur an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen, Fenstertagen und schulfreien Tagen, im September und Oktober an Samstagen, Sonntagen sowie Brücken- und Feiertagen. In den Oster- und Herbstferien ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Von Dezember bis Februar bleibt der Park offiziell geschlossen, öffnet aber für Gruppen, Schulen und Firmen nach Voranmeldung, und bei schlechtem Wetter kann sich der Fahrplan ändern. Die Saison 2026 dauert voraussichtlich von Ende März bis Anfang November.

Die Anreise ist unkompliziert. Mit dem Auto fährt man von Wien über die B8 nach Gänserndorf, beim Kreisverkehr die erste Ausfahrt Richtung Gänserndorf-Süd, dann sind es noch rund vier Kilometer bis zum Park, wo ein Gratisparkplatz direkt vor Ort wartet. Mit den Öffis fährt man mit der S-Bahn bis zur Station Föhrenweg und geht von dort etwa zwanzig Minuten zu Fuß, alternativ mit dem Zug bis zum Bahnhof Gänserndorf und weiter per Rad oder Sammeltaxi über die 3,8 Kilometer. Diese letzte Variante organisiert der Park auf Wunsch selbst.

Noch ein paar praktische Tipps. Bequeme Schuhe und wetterfeste Kleidung sind eine gute Idee, weil das meiste im Freien stattfindet. Für Familien mit Kleinkindern gibt es Kinderwagen und eingerichtete Spielplätze, und im Umkreis von bis zu zehn Kilometern findet sich ein breites Netz an Hotels, Pensionen und Gästehäusern für alle, die länger in der Region bleiben wollen. Auf der Website sowie in den Tourismusrubriken der Portale Niederösterreich und Weinviertel gibt es zudem eine Fotogalerie mit Streichelzoo, Kletterpark, Wasserspielplatz und der Wald- und Wiesenatmosphäre. Wer selbst fotografieren will, kommt am besten früh am Morgen nach der Öffnung, wenn weniger los ist und das Licht für Aufnahmen im Freien weicher.

Erfahrungen der Besucher

Die Erfahrungen der Besucher fallen insgesamt positiv aus. Familien mit Kindern heben die große Vielfalt an Aktivitäten hervor, die locker für einen ganzen Tag reicht, und dass für die verschiedenen Altersgruppen etwas dabei ist, von Kleinkindern mit drei bis fünf Jahren über Schulkinder bis zu Jugendlichen. Ein typischer Besuchstag sieht so aus: Eltern berichten oft, dass die Kinder bei einem einzigen Besuch fast alle Attraktionen ausprobieren und dank der Mischung aus ruhigen und aktiven Angeboten auf demselben Gelände zufrieden nach Hause gehen.

Ein Pluspunkt gilt auch für ältere Menschen und Gäste mit eingeschränkter Mobilität. Die befestigten, barrierefreien Wege und die Bänke in Sonne oder Schatten machen es leicht, die Zeit in der Natur angenehm zu verbringen, auch ohne aktiv an den Attraktionen teilzunehmen. So wird der Park für mehrere Generationen zugleich zum Ausflugsziel.

Interessante Fakten

  • Auf dem Gelände des Erlebnisparks wurden in Eigenregie vierzehntausend Bäume gepflanzt, die das einst offene Areal in ein echtes Wald- und Wiesengebiet zum Erholen verwandelt haben. Dazu kommt ein für die Region eher seltenes Angebot: organisierte Lama-Wanderungen, die es längst nicht in jedem Familienfreizeitpark Österreichs gibt.
  • Der Gästekreis reicht vom Baby bis zu den Teilnehmern von Junggesellen- und Junggesellinnenabschieden, für die der Park ebenfalls eigene Aktivformate bietet. Und die Barrierefreiheit ist konsequent umgesetzt, alle Hauptwege und Aktivitäten sind ohne Barrieren zugänglich.
  • Noch drei Details am Rande. Das Gelände, auf dem heute Kinder klettern und Ponys reiten, war einst der größte Safaripark Europas, mit Löwen und Giraffen keine Autostunde von Wien entfernt. Direkt nebenan betreut das Gut Aiderbichl bis heute frühere Laboraffen in einem nicht öffentlich zugänglichen Freigehege. Und der Park versteht sich als größter Geburtstagsparty-Anbieter für Klein und Groß in der Region.
Kletterabenteuer in Erlebnispark Gänserndorf

Erlebnispark Gänserndorf

FAQ

Sind die Attraktionen im Basis-Eintritt enthalten?

Nur teilweise. Der Basis-Eintritt ab 8 bis 9 Euro deckt das Hauptgelände. Kletterpark und 3D-Bogensafari sind in der Abenteuerkarte (ab 23 bzw. 29 Euro) enthalten. Einzelne Aktivitäten wie Ponyreiten, Trampoline oder Lama-Wanderungen werden gesondert bezahlt.

An welchen Tagen und in welchen Monaten hat der Park geöffnet?

Die Saison läuft von März bis November. Im Juli und August ist täglich geöffnet, im April, Mai und Juni sowie im September und Oktober an Wochenenden, Feiertagen und schulfreien Tagen. In den Oster- und Herbstferien ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Ist der Parkplatz beim Park gratis?

Ja. Direkt vor Ort steht ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung.

Eignet sich der Park für Kinder unter drei Jahren?

Ja. Der Abenteuer- und der Wasserspielplatz sind schon auf Kinder unter drei Jahren ausgelegt, und für sie ist der Eintritt gratis.

Welche Aktivitäten muss man gesondert bezahlen?

Über den Basis-Eintritt hinaus werden unter anderem Ponyreiten, Trampoline, Lama-Wanderungen, Arrowtag, der VR Room und der Waldklettergarten gesondert bezahlt. Die vollständige Preisliste steht auf der Website.

Wie lange dauert ein Besuch im Park üblicherweise?

Dank der großen Vielfalt reicht das Angebot locker für einen ganzen Tag. Viele Familien verbringen mehrere Stunden bis zum ganzen Tag im Park.

Kann man eine große Gruppe oder eine Schulklasse mitbringen?

Ja. Für Gruppen ab zehn Personen bietet der Park Kindergeburtstage, Firmenevents, Teambuildings sowie Schul- und Kindergartenausflüge nach individuellem Programm an, auf Wunsch auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.