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Tag des Apfels in Deutschland

Welche Apfelsorte eignet sich ideal für Apfelstrudel und welche für frisch gepressten Saft? Wir erfahren alles Wissenswerte über den Nationalen Tag des Apfels und finden heraus, welche Veranstaltungen normalerweise am 11. Januar in den Regionen Deutschlands stattfinden.

von Samuel Schweiz

Inhaltsverzeichnis
Tag des Apfels in Deutschland – Apfelfest

Tag des Apfels – regionale Äpfel aus Deutschlan

Für die Deutschen ist Apfeldessert viel mehr als nur ein Garant für Gesundheit, ein gastronomischer Flashmob oder eine Ernährungstradition. Stellen Sie sich ein Fest vor, das man in der Hand halten kann! Jedes Jahr am 11. Januar macht der Tag des Apfels in Deutschland auf die Frucht als eines der wichtigsten regionalen und ökologisch nachhaltigen Lebensmittel aufmerksam.

In den Geschäften gibt es fantastische Sonderangebote, die Menschen tauschen einzigartige Rezepte für gebackene Äpfel in Schokolade aus Dubai aus, und am Bodensee und in Hamburg schweben riesige Apfelbälle über den Köpfen.

Wenn Giganten wie das Oktoberfest in München oder das Stollenfest in Dresden eine Hymne an die Größe sind, dann ist der Tag des Apfels in Deutschland eine Ode an das Bewusstsein. Lassen Sie uns eine lebendige Lektion in Biologie und Wirtschaft unter freiem Himmel erleben. Erfahren wir, welche ursprüngliche Initiative zur Schaffung des Tages des deutschen Apfels geführt hat?

Wann ist der Apfeltag in Deutschland und warum?

Traditionell findet der Deutsche Apfeltag am 11. Januar statt. Er wird nur von Deutschen gefeiert, obwohl dieses Datum weltweit auch von anderen Feiertagen wie dem Internationalen Tag des Dankeschöns, dem Tag der Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und dem Tag des Sketchning „reserviert” ist.

Wir bauen eine ÜBERDIMENSIONALE Deutschlandkarte aus Äpfeln – Tag des Deutschen Apfels

Der Nationale Apfeltag ist ein relativ junger, aber bereits fest etablierter Feiertag. Seine Geschichte begann im Jahr 2010, als der Bundesverband der Obst- und Gemüseerzeuger (BVEO) im Rahmen der groß angelegten Kampagne „Deutschland ist mein Garten” die Initiative ergriff, einen besonderen Tag zu Ehren der lokalen Frucht einzuführen. Die Ziele waren recht ehrgeizig:

  • die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf heimische Sorten lenken;
  • die Qualität und Vorteile der Produkte hervorzuheben;
  • gesunde regionale Ernährung zu fördern.

Die Deutschen halten sich bis heute an das bekannte Sprichwort:

Ein Apfel am Tag – Arzt gespart!

Nicht umsonst sieht der Bundesverband Obst und Gemüse (BVEO) in diesem Tag ein wirksames Instrument, um höchste Qualitätsstandards für deutsche Obst- und Gemüseprodukte zu gewährleisten und das Vertrauen der Verbraucher in regionale Produkte zu stärken.

Diese Idee wird von einem breiten Spektrum von Akteuren unterstützt, von Bauernverbänden und Erzeugern über Handelsketten und Märkte bis hin zu Öko-Initiativen und Bildungseinrichtungen. Sie nutzen den direkten Dialog mit den Verbrauchern, informieren über die Apfelernte in Deutschland von August bis Oktober, zeigen die Vielfalt der Sorten (Braeburn, Jonagold, Elstar und andere) und empfehlen, lokale Erzeuger zu unterstützen.

Natürlich sind traditionelle Feste, Festivals und Messen in Deutschland vom Umfang her dem Tag des Apfels weit überlegen, aber der Obsttag hat seinen festen Platz im Kalender gefunden. Seine wichtigste Tradition ist die Verteilung von Hunderttausenden von Äpfeln in Großstädten. In Berlin, Hamburg, München und anderen Großstädten versorgen Freiwillige und Landwirte Passanten, Kinder und Teilnehmer der Aktionen mit reifen Früchten und machen den Verzehr von Äpfeln zu einem fröhlichen und verbindenden Ritual.

Im Mittelpunkt steht die mühevolle Arbeit lokaler Erzeuger, darunter BB Fruchthandel, Obstgut Marquardt, Obsthof Lehmbeck und andere. Sie alle repräsentieren das reiche kulturelle Erbe des Landes. Der Apfelanbau in Deutschland ist nicht nur ein Zweig der Landwirtschaft, sondern auch Teil der nationalen Identität, der Gesundheits- und Umweltbewusstsein.

Die Bedeutung des Apfels in Deutschland

Zum ersten Mal seit 2022 hat die Apfelernte in Deutschland die Marke von 1 Million Tonnen überschritten. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahr 2025 rund 1.009.000 Tonnen Äpfel geerntet, das sind 15,7 % mehr als im Jahr 2024. Dieses positive Ergebnis ist auf die milden Wetterbedingungen während der Blütezeit und das Ausbleiben von Frost in den meisten Regionen zurückzuführen.

Tag des Apfels – deutsche Äpfel in der Wintersaison

Reife rote Äpfel, die an einem Apfelbaum hängen, Haniau am Bodensee, Konstanzer Seegebiet, Baden-Württemberg, Deutschland

Vom knackigen Alltags-Snack in der Lunchbox eines Schulkindes bis hin zum philosophischen Symbol in Sprichwörtern – für die Deutschen steht der Apfel für Gesundheit, Zuhause und bewusste Entscheidung. Jede Kampagne zur Förderung des Apfelverkaufs gleicht einem Ritual. Sie beginnt am Ende des Sommers. Die Erntezeit dauert bis einschließlich November. Nach einem Monat der Vorbereitung werden die Produkte bereits Mitte des Winters in den Regalen, Schaufenstern, auf Märkten und Messen angeboten.

Die Frucht passt perfekt in die Kultur der schnellen und gesunden Snacks, bleibt saisonal, ist aber dank moderner Logistik das ganze Jahr über erhältlich. Das Herz der deutschen Apfelwelt schlägt in den Regionen. Neben den Verkaufsschlagern Elstar, Jonagold, Boskoop und Gala gibt es in Deutschland noch andere Apfelsorten, die buchstäblich lokale Schätze sind:

  • Berlepsch – aromatisch, säuerlich, der Maßstab für Backwaren.
  • Alkmene – eine frühe Sorte, intensiv aromatisch und „belebend”.
  • Roter Boskoop – säuerlich, der König der Winterstrudels und des Glühweins.

Jede Sorte ist nicht nur eine Ware, sondern ein lebendiger Träger von Ernährungstraditionen, ein kultureller Hintergrund, vor dem sich die gesamte moderne Apfelindustrie entfaltet.

Wie Minister Peter Hauck treffend bemerkte:

Mit dem Kauf von Äpfeln aus der Region wählen die Verbraucher ein Stück Heimat.

Regionale Äpfel werden in Deutschland auf Streuobstwiesen angebaut, traditionellen Obstgärten auf Wiesen. Diese biodiversen Ökosysteme sind der Geburtsort des traditionellen deutschen Obstes und bieten zudem Schutz für Vögel und Insekten. Der Apfelanbau in Deutschland ist ein Akt des Widerstands gegen die globalisierte Wirtschaft. Der Verzehr von Äpfeln wirkt sich direkt auf die Verringerung des CO2-Fußabdrucks, den Klimaschutz und die Stärkung der lokalen Wirtschaft aus.

Apfelernte in deutschen Obstgärten

Apfelbäume im Garten mit reifen Äpfeln, bereit für die Ernte

Die wichtigsten Regionen für den industriellen Apfelanbau sind:

  1. Baden-Württemberg ist die wichtigste „Desserttellerregion“. An den Ufern des Bodensees, in den Tälern von Rhein und Neckar erstrecken sich auf Tausenden von Hektar gepflegte Obstgärten mit erlesenen Tafelsorten.
  2. Franken – eine Region, die es versteht, Tradition und Technologie in Einklang zu bringen. Auf relativ kompakten Flächen bauen die lokalen Bauern regionale Produkte an, etwa 50 Sorten. Das Geheimnis ihres Erfolgs liegt in modernen Kühlanlagen, die saisonale Genüsse zu Produkten machen, die das ganze Jahr über erhältlich sind.
  3. Bayern ist für die Volkszüchtung verantwortlich. Ein anschauliches Beispiel ist Roter Aloisius, ein „echter bayerischer” Apfelbaum, der als widerstandsfähige und anspruchslose Alternative zu launischen Industriesorten wie Elstar gezüchtet wurde.

Der deutsche Apfeltag ist nicht nur eine Apfelverkostung, sondern ein ganzes Fest, das den Wert der lokalen Produktion unterstreicht. Es ist eine Zeit, in der die Kommerzialisierung in den Hintergrund tritt und die hochtechnologische Agrarwirtschaft, die sich harmonisch in die jahrhundertealten Landschaften einfügt, in den Vordergrund rückt.

Veranstaltungen am Apfeltag

Der nationale Apfeltag ist ein grandioses essbares Spektakel. Dann verlässt die Apfelindustrie die Obstgärten, um ihren Obstmarkt zu veranstalten, der großzügig und für alle zugänglich ist. Er steht dem Cannstatter Wasen, dem Frühlingsfest oder dem Bremer Freimarkt in nichts nach.

Das Jubiläumsjahr 2025 hat die Messlatte für die Landwirte hoch gelegt. Damals schwebten zwei riesige aufblasbare Äpfel mit einer Größe von 4 x 5 m über den wichtigsten Regionen und den Köpfen der Schaulustigen. In Hamburg symbolisierte der Ball die Macht des Alten Landes, in Radolfzell am Bodensee den Stolz auf Konstanz. Den ganzen Tag über dienten diese Installationen als Leuchttürme, die dazu aufriefen, sich über die Frische und Qualität der lokalen Früchte zu informieren und für eine nachhaltige Ernährung zu werben.

In den Einkaufszentren Alstertal und Mühlbach entstanden Bildungsoasen von beispiellosem Ausmaß. Die Besucher lernten die Vielfalt der Sorten live kennen und beobachteten, wie sich die Wahl regionaler Äpfel direkt auf den Klimaschutz auswirkt.

Deutscher Tag des Apfels: traditionelle Apfelsorten

Tag des Apfels – Apfelkorb im herbstlichen Garten

Am Apfeltag in Deutschland finden kostenlose Verkostungen auf den Straßen und Bahnhöfen statt. Aktionen in Schulen verwandeln den normalen Unterricht in eine interessante Verkostung und einen Bildungskurs über richtige Ernährung. Ausflüge in Apfelplantagen sind seit einigen Jahren der Höhepunkt des Programms.

Während die Organisatoren des Festes im Jahr 2010 insgesamt etwa 40.000 Äpfel an Passanten verteilten, hat sich das Fest bis 2016 zu einer nationalen Apfelwoche entwickelt und damit den Spaß verdoppelt. Die Pandemie im Jahr 2021 hat das Fest nicht verhindert, sondern es geschickt umgestaltet. Im ganzen Land fuhren Lastwagen herum, um landwirtschaftliche Produkte zu verteilen. Im Jahr 2022 gab es den ersten digitalen Stand, an dem Obstsorten vorgestellt wurden, wobei jede Sorte mit ihrer kleinen Heimat in Verbindung gebracht wurde.

Jedes Jahr finden die Organisatoren BVEO, Landwirte und Umweltverbände ein neues, spannendes Format. Es ist bereits klar, dass 2026 und der Tag des deutschen Apfels diese Linie fortsetzen werden, indem sie die digitale Präsenz verstärken und Kooperationen mit Restaurants eingehen, in denen der deutsche Apfel zum Hauptdarsteller der Speisekarte wird. Und der Klimaschutz unter dem Dach der Feierlichkeiten wird zum wichtigsten Merkmal des Festes.

Für diejenigen, die den Tag lieber fernab von lauten Plätzen verbringen möchten, gibt es ein besonderes Ritual: die Zubereitung von Bratäpfeln in Schokolade oder Charlotte. Das ist eine großartige Möglichkeit, deutsche Produzenten zu unterstützen, ohne das Haus zu verlassen. Außerdem kann man in der eigenen Küche Strudel, Kuchen, Bratapfel, Apfelmus, Frankfurter Kranz oder Hessischer Apfelwähe zubereiten und dabei alle positiven Eigenschaften und den Geschmack des regionalen Produkts genießen.

Tipps: Wie wählt man die besten Äpfel aus?

Jede Sorte enthält Vitamin C, Ballaststoffe und Pektin. Wählen Sie einen starken natürlichen Immunstimulator, der in der Erkältungssaison so wichtig ist. Er reguliert sanft die Verdauung und sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl, wodurch er hilft, das Gleichgewicht des Körpers aufrechtzuerhalten.

Bevor Sie den Tag des Apfels feiern, lesen Sie unseren kurzen Leitfaden zur Auswahl der perfekten Frucht.

  1. Die Festigkeit ist der wichtigste Indikator für die Frische. Saisonale Früchte sollten fest sein, ohne Dellen und dunkle Flecken. Drücken Sie leicht auf die Schale. Sie sollte fest, aber nicht „steinhart” sein – genau so sollte sie sein. Denken Sie daran, dass einige Sorten, wie z. B. Kanzi, von Natur aus fester sind, während Gala etwas zarter ist.
  2. Aroma. Reife Früchte haben immer einen intensiven, frischen, für die Sorte charakteristischen Geruch. Dazu gehören Elstar, Braeburn, Pinova, Gravensteiner, James Grieve und Rote Sternrenette. Ihr unverkennbares Aroma reicht von blumig-honigartig bis würzig-weinartig. Wenn ein Apfel überhaupt nicht duftet, wurde er höchstwahrscheinlich zu früh gepflückt oder zu lange gelagert.
  3. Sorte. Es ist kein Geheimnis, dass für verschiedene Gerichte unterschiedliche Sorten geeignet sind. Kuchen, Säfte, Kompotte, Füllungen für Torten und Salate, sogar Enten aus dem Ofen – auch dafür braucht man Äpfel! Für Hauptgerichte sind saftige und ausgewogene Sorten wie Fräulein oder Switango ideal. Für Backwaren und Kompotte sollten Sie eher säuerliche und feste Sorten wählen, die nicht zerkochen (Boskoop, Ontario, Bittenfelder Sämling).

5 kostbare alte Apfelsorten – Tradition, Geschichte und Geschmack, der Generationen überdauert

Das Geheimnis der langen Lagerung liegt in den richtigen Bedingungen. Selbst mitten im Winter lassen sich Aroma, Frische und Qualität der Früchte bewahren:

  • Der ideale Ort ist ein Keller oder ein dunkler, gut belüfteter Balkon mit einer Temperatur von +2-5 °C.
  • Die nützlichen Eigenschaften von Äpfeln bleiben lange erhalten, wenn man sie in einer einzigen Schicht in Holz- oder Kartonkisten lagert.
  • Äpfel geben Ethylen ab, das die Reifung und den Verderb anderer Obst- und Gemüsesorten beschleunigt. Deshalb wird empfohlen, sie getrennt von Kartoffeln, Karotten, Salat und anderem zu lagern.
  • Spätherbst- und Wintersorten (Boskoop, Ontario, Rheinischer Winterrambur, Pilot, Kaiser Wilhelm) sind am längsten haltbar.

Der Apfeltag in Deutschland symbolisiert die Unterstützung regionaler Unternehmen und ihre organische Symbiose mit gesunder Ernährung. Die Deutschen schätzen Obst nicht nur wegen seines Geschmacks und seiner Vorzüge, sondern auch als Teil der lokalen Identität und einer nachhaltigen Wirtschaft. Der Verzehr von Äpfeln aus lokalen Obstgärten unterstützt die Landwirtschaft, reduziert den CO2-Fußabdruck, verbessert die Ökologie und Biodiversität der Regionen und fördert eine gesunde Ernährung. Markieren Sie solche Tage in Ihrem Kalender und achten Sie unabhängig von der Jahreszeit auf Ihre Gesundheit.