Grössten Arenen & Stadien in Schweiz
Für ein so kleines Land hat die Schweiz erstaunlich viele imposante Sportstätten. Und sie erzählen zwei ganz verschiedene Geschichten. Im Sommer läuft der Fussball unter freiem Himmel, im St. Jakob-Park feuern über 38'000 Menschen den FC Basel an. Im Winter zieht es die Leute ins Eishockey, in überdachte Tempel wie die PostFinance Arena in Bern mit ihrer riesigen Stehrampe, der grössten der Welt in einem Hockeystadion.
Ein bisschen jüngere Geschichte gehört dazu. 2008 war die Schweiz Gastgeberin der Fussball-EM der Männer, im Sommer 2025 kam die Frauen-EM dazu. Viele der Stadien, um die es hier geht, haben also schon grosses internationales Publikum gesehen. Was jetzt folgt, ist ein Rundgang durch die grössten und wichtigsten Spielstätten des Landes, jede mit einer kurzen Übersicht und dem Wesentlichen in ein paar Absätzen.
Kurz noch zu den Zahlen, bevor wir loslegen. Die Kapazitäten schwanken je nach Nutzung, und zwar ordentlich. Bei einem Konzert passen mehr Leute rein als bei einem Ligaspiel, bei internationalen Partien mit reiner Bestuhlung wiederum weniger als mit Stehplätzen. Die Werte hier sind also Richtgrössen, nicht in Stein gemeisselt.
St. Jakob-Park (Basel)
Name | St. Jakob-Park, Spitzname «Joggeli» |
|---|---|
Stadt | Basel |
Eröffnung | 15. März 2001 |
Kapazität | 38'512 (rund 37'500 international, bis 40'000 bei Konzerten) |
Klub | FC Basel 1893 |
Eigentümer | Genossenschaft Stadion St. Jakob-Park |
Betreiber | Basel United AG |
Architekten | Herzog & de Meuron |
Der St. Jakob-Park ist das grösste Fussballstadion der Schweiz und die Heimat des FC Basel. Die Einheimischen nennen ihn «Joggeli». Wer schon mal an einem Europacup-Abend dort war, weiss, warum diese Arena einen Ruf hat. Das erste Spiel stieg am 15. März 2001, ein 0:0 gegen Lausanne-Sport vor 33'433 Zuschauern. Der Effekt auf den Schweizer Fussball war sofort spürbar: Nach der Rückkehr aus dem alten, kleinen Provisorium strömten plötzlich Hunderttausende ins neue Stadion, und Basel wurde zum Zuschauermagneten der Liga.
Entworfen haben ihn Herzog & de Meuron, das Basler Büro, das auch hinter der Tate Modern in London und dem «Vogelnest» in Peking steht. Weltklasse-Architektur direkt vor der Haustür. Angefangen hatte das Stadion mit 33'433 Plätzen, die Erweiterung von 2005 bis 2006 brachte es auf die heutige Grösse. Das «Joggeli» ist aber weit mehr als eine Fussballschüssel. Unter und neben den Rängen stecken ein Einkaufszentrum, das als erfolgreichste Mall Basels gilt, dazu eine Seniorenresidenz, in der man tatsächlich im Stadion wohnen kann. Eine Mantelnutzung, die man so selten sieht.
International hat das Joggeli einiges erlebt. Bei der EM 2008 stieg hier das Eröffnungsspiel, dazu zwei Viertelfinals und ein Halbfinal. Hier liefen Stars wie Ronaldinho, Rooney und Totti auf, und der FC Basel behauptete sich in Champions-League-Nächten gegen die grossen Namen Europas, etwa vor über 35'000 Fans gegen Chelsea. Im Sommer 2025 kam das Final der Frauen-EM dazu. Und wenn kein Fussball läuft, wird gesungen: AC/DC, Bryan Adams, Herbert Grönemeyer und Simon & Garfunkel traten hier auf, dazu Open-Air-Opern wie Aïda und Nabucco.
Praktisch ist das Stadion obendrein. Es hat einen eigenen Bahnhof, und die UEFA gab ihm vier Sterne, die höchste Auszeichnung für eine Arena dieser Grösse. Es liegt im Zentrum der Sportstadt St. Jakob, zu der auch die St. Jakobshalle und das Sportbad gehören.
St. Jakob-Park
Stadion Wankdorf (Bern)
Name | Stadion Wankdorf (bis 2020 Stade de Suisse) |
|---|---|
Stadt | Bern |
Eröffnung | 2005 |
Kapazität | rund 31'500–32'000 |
Klub | BSC Young Boys |
Besonderheit | steht am Ort des historischen Wankdorfstadions |
Das Stadion Wankdorf ist das zweitgrösste Fussballstadion des Landes und die Heimat der Young Boys. Wer hier steht, steht auf historischem Boden. Genau an dieser Stelle stand das alte Wankdorfstadion, in dem 1954 das WM-Final ausgetragen wurde. Das legendäre «Wunder von Bern», als Deutschland überraschend Ungarn mit 3:2 schlug. Das alte Stadion fasste in seinen besten Zeiten bis zu 64'000 Zuschauer und war jahrzehntelang das grösste des Landes, Schauplatz grosser Europacup-Abende.
Das alte Stadion riss man 2001 ab, den Neubau eröffnete man am 30. Juli 2005, zuerst unter dem Namen Stade de Suisse. Im Sommer 2020 kam die Rückbenennung in «Stadion Wankdorf», ein Wunsch, den viele Fans lange gehegt hatten. Eine schöne Brücke in die Vergangenheit ist das Wahrzeichen des alten Stadions, die weltberühmte Longines-Stadionuhr. Sie steht heute wieder vor der Arena. Bis 2018 zeigte sie das Ergebnis des WM-Finals von 1954, seither das Resultat jenes Spiels, mit dem YB 2018 nach 32 Jahren wieder Meister wurde.
Wie viele moderne Schweizer Stadien ist auch das Wankdorf mehr als eine Fussballschüssel. Unter einem Dach vereint es eines der grössten Einkaufszentren des Landes, das Wankdorf-Center, dazu eine Schule, ein Fitnessstudio und einige Wohnungen. Auf dem Dach lag bei der Eröffnung eine der grössten Solaranlagen auf einem Stadion in ganz Europa, die pro Jahr rund 1,2 Millionen Kilowattstunden liefert. Bei vollen Rängen wird der Innenraum dank guter Akustik zum echten Hexenkessel.
Und wenn kein Fussball läuft, kommen die grossen Namen der Musik. Bruce Springsteen, Elton John und die Foo Fighters standen hier schon auf der Bühne. Auch der Schweizer Cupfinal wird regelmässig hier ausgetragen. International gehörte das Wankdorf 2008 zu den EM-Stadien und war 2025 bei der Frauen-EM dabei. Als Stadion der UEFA-Kategorie 4 erfüllt es die höchsten Anforderungen des Verbands.
Stadion Wankdorf
Stade de Genève (Genève)
Name | Stade de Genève |
|---|---|
Stadt | Genève, Quartier La Praille |
Eröffnung | 2003 |
Kapazität | rund 30'084 |
Klub | Servette FC |
Besonderheit | multifunktional (Fussball, Rugby, Konzerte) |
Das Stade de Genève ist das drittgrösste Fussballstadion der Schweiz, nach dem St. Jakob-Park und dem Wankdorf, und die Heimat des Servette FC. Das erste Spiel stieg am 16. März 2003, ein 1:1 gegen die Young Boys vor 30'000 Zuschauern, die offizielle Einweihung folgte Ende April. Gebaut hatte es die Firma Zschokke in rund drei Jahren, für etwa 240 Millionen Franken.
Reiner Fussball war hier nie alles. Das Stadion ist multifunktional angelegt und hat schon Rugby gesehen, darunter ein Heineken-Cup-Spiel, dazu ist es eine gefragte Konzertbühne. Johnny Hallyday, The Police und Céline Dion traten hier auf, teils vor Zehntausenden. Seit 2014 findet zudem ein Eishockey-Winter-Classic statt, das ausverkaufte Ränge anzog. Und die Nationalmannschaft kommt gern nach Genf, etwa im Sommer 2022 zu den zwei ausverkauften Partien gegen Spanien und Portugal.
International hat das Stade de Genève also einiges vorzuweisen. Bei der EM 2008 fanden hier drei Gruppenspiele statt, 2017 stieg der Schweizer Cupfinal zwischen Basel und Sion. Und im Sommer 2025 war Genf einer der Austragungsorte der Frauen-EM. Praktisch liegt es obendrein: im Süden der Stadt, auf dem Gebiet der Gemeinde Lancy im Quartier La Praille, rund 3,5 Kilometer vom historischen Zentrum entfernt und direkt mit dem Einkaufs- und Freizeitzentrum La Praille verbunden. Vom Hauptbahnhof bringt einen das Tram oder der Léman Express in wenigen Minuten hin.
Stade de Genève
Stadion Letzigrund (Zürich)
Name | Stadion Letzigrund |
|---|---|
Stadt | Zürich |
Eröffnung | heutige Version 2007 |
Kapazität | rund 26'000 |
Klubs | FC Zürich und Grasshopper Club Zürich (gemeinsam) |
Besonderheit | zugleich Leichtathletikstadion |
Der Letzigrund ist eine Rarität. Ein einziges Stadion, das sich die beiden grossen Zürcher Klubs teilen, der FC Zürich und die Grasshoppers. Und gleichzeitig ein bekanntes Leichtathletikstadion. Die Geschichte reicht weit zurück: schon 1925 wurde der Sportplatz Letzigrund eröffnet, und zwar mit einem Spiel genau dieser beiden Stadtrivalen. Gebaut hatte ihn der FCZ damals auf eigene Kosten, weil die Stadt nicht zahlen wollte. Zehn Jahre später, in finanzieller Not, trat der Klub das Stadion unentgeltlich an die Stadt ab.
Was den Letzigrund besonders macht, ist die Leichtathletik. Jedes Jahr steigt hier Weltklasse Zürich, eines der renommiertesten Meetings der Welt und Höhepunkt der Diamond League. Erstmals fand es 1928 statt, und seither sind auf dieser Bahn 25 Weltrekorde gefallen. 2008 lief hier Usain Bolt sein erstes Rennen nach den Olympiasiegen von Peking, ein Jahr später sprang Stabhochspringerin Yelena Isinbayeva einen Weltrekord. Die grosse Häufung der Rekorde lag zwischen 1973 und 2009, danach wurde es auf dem Papier ruhiger, die Atmosphäre blieb.
Das heutige Stadion ist ein Neubau. Das alte wurde 2006 abgerissen, und in nur 22 Monaten entstand die neue Arena, offiziell eröffnet am 30. August 2007, rechtzeitig zum Umbau für die EM 2008. Die Architekten setzten den Bau rund sieben Meter tiefer, damit er sich unauffälliger ins Stadtbild fügt. Wegen der 31 Scheinwerfer bekam er den Spitznamen «Geburtstagstorte». Platz ist für rund 25'000 Zuschauer bei Fussball und Leichtathletik, bei Open-Air-Konzerten sogar für gegen 50'000. Und Konzerte gab es reichlich: The Rolling Stones, Beyoncé, Coldplay und Taylor Swift standen hier schon auf der Bühne.

Stadion Letzigrund (Zürich)
Kybunpark / Berit Sitterstadion (St. Gallen)
Name | ab Sommer 2026 Berit Sitterstadion (2016–2026 Kybunpark, 2008–2016 AFG Arena) |
|---|---|
Stadt | St. Gallen, Winkeln |
Eröffnung | 2008 |
Kapazität | rund 19'500 (national bis 20'660, international 17'317) |
Klub | FC St. Gallen 1879 |
Besonderheit | grösstes Stadion der Ostschweiz, höchstgelegenes im Schweizer Profifussball |
Das Stadion im Westen von St. Gallen ist die grösste Arena der Ostschweiz und die Heimat eines besonderen Klubs. Der FC St. Gallen, gegründet 1879, gilt als der älteste noch bestehende Fussballklub Kontinentaleuropas. Das Stadion öffnete 2008 und löste das altehrwürdige Espenmoos ab.
Beim Namen muss man kurz aufpassen, der hat sich nämlich schon dreimal geändert. Zur Eröffnung 2008 hiess es AFG Arena, ab 2016 Kybunpark. Und jetzt die frische Änderung: Nach einer Fan-Abstimmung im November 2025 heisst das Stadion ab Sommer 2026 Berit Sitterstadion. Die Berit Klinik hält die Namensrechte für acht Jahre, den Zusatz «Sitterstadion» schlug die Fanszene selbst vor, nach dem nahen Fluss Sitter. Wer also noch «Kybunpark» im Kopf hat, darf umdenken.
Ein paar Eckdaten runden das Bild ab. Mit 652 Metern über Meer ist es das höchstgelegene Stadion im Schweizer Profifussball. Bei der Frauen-EM 2025 war St. Gallen Austragungsort. Und praktisch liegt es auch: Direkt darunter eine Shopping Arena, gleich nebenan ein IKEA. Ein moderner Mehrzweckbau, der gut zu einer Stadt passt, die in der Ostschweiz seit jeher für Industrie und Sport steht.

Kybunpark / Berit Sitterstadion (St. Gallen)
PostFinance Arena (Bern)
Name | PostFinance Arena (früher Eisstadion Allmend / BernArena) |
|---|---|
Stadt | Bern |
Eröffnung | 1967 (Dach 1970, Grosssanierung 2007–2009) |
Kapazität | rund 17'031 |
Klub | SC Bern (Eishockey) |
Besonderheit | grösste Eishockeyarena der Schweiz, grösste Stehrampe im Welthockey |
Jetzt wechseln wir aufs Eis. Die PostFinance Arena ist die grösste Eishockeyhalle der Schweiz und eine der grössten Europas, Heimat des SC Bern. Und der SCB hat einen Rekord, der seinesgleichen sucht. Der Klub führt seit Jahren die Zuschauerstatistik im europäischen Eishockey an, mit einem Schnitt von über 16'000 Fans pro Spiel.
Das prägende Merkmal ist die riesige Stehrampe, je nach Zählung um die 9'800 bis 10'400 Stehplätze. Es ist die grösste Stehtribüne in einem Eishockeystadion weltweit. Wer bei einem vollen Heimspiel dort steht, versteht sofort, woher der Ruf dieser Halle kommt.
Die Geschichte reicht weit zurück. Eröffnet wurde die Arena 1967 als Eisstadion Allmend, das Dach kam 1970 dazu. Vor der Eishockey-WM 2009, für die sie Hauptspielort war, sanierte man sie von 2007 bis 2009 umfassend, für 105 Millionen Franken, ausgeführt von der HRS. Den heutigen Namen trägt sie seit 2007 nach dem Sponsor PostFinance, einer Tochter der staatlichen Schweizerischen Post. Nur fürs Hockey ist die Halle längst nicht da. Am 12. Dezember 2009 stieg hier der WBC-WM-Boxkampf zwischen Vitali Klitschko und Kevin Johnson.
PostFinance Arena
Swiss Life Arena (Zürich)
Name | Swiss Life Arena |
|---|---|
Stadt | Zürich |
Eröffnung | November 2022 |
Kapazität | rund 12'000 |
Klub | ZSC Lions (Eishockey) |
Besonderheit | neueste grosse Eishockeyarena der Schweiz |
Die Swiss Life Arena ist die modernste Eishockeyarena des Landes und die Heimat der ZSC Lions. Am 18. Oktober 2022 lief hier das erste Spiel, ein Eröffnungsmatch gegen Fribourg-Gottéron. Platz ist für rund 12'000 Zuschauer, womit die Arena zu den grössten Hockey-Hallen der Schweiz gehört.
Architektonisch ist die Arena ein echter Hingucker, und das ist bei Sporthallen keine Selbstverständlichkeit. Die Sichtbeton-Fassade legt sich in Falten um den Bau, als hätte jemand einen riesigen Vorhang um das Gebäude drapiert, mit runden Bullaugenfenstern dazwischen. Drinnen sorgt eine sehr steile, rund 30 Meter hohe Tribüne dafür, dass die Zuschauer nah am Geschehen sind. Genau das erzeugt die gewünschte Hexenkessel-Atmosphäre, von jedem Platz aus gute Sicht inklusive.
Kostenpunkt für das Ganze: rund 207 Millionen Franken. Neben der Haupthalle gibt es eine Trainingshalle, ein Businesscenter, ein Clubrestaurant und ein Parkhaus, dazu nutzt die Arena moderne Medien- und Eventtechnik, was sie auch für Konzerte und Firmenanlässe interessant macht. Zusammen mit der PostFinance Arena zeigt sie schön die zwei Gesichter des Schweizer Eishockeys: hier der historische Berner Tempel von 1967, dort der neue Zürcher Bau, der 2025 sogar einen Publikumspreis für vorbildliches Bauen im Kanton holte.

Swiss Life Arena (Zürich)
Stade de Tourbillon (Sion)
Name | Stade de Tourbillon |
|---|---|
Stadt | Sion, Kanton Wallis |
Eröffnung | 11. August 1968 |
Kapazität | rund 14'283 (ursprünglich ~20'000, aus Sicherheitsgründen reduziert) |
Klub | FC Sion (gegr. 1909) |
Präsident | Christian Constantin |
Besonderheit | grösstes Stadion des Wallis; benannt nach dem Château de Tourbillon |
Das Stade de Tourbillon ist die Heimat des FC Sion, eines der erfolgreichsten Cup-Klubs des Landes. 13 Siege im Schweizer Cup hat Sion geholt, mehr als jeder andere Verein. Eröffnet wurde das Stadion am 11. August 1968, und den Namen verdankt es dem Château de Tourbillon, der mittelalterlichen Burg, die hoch über der Stadt auf einem Hügel thront.
Davor spielte Sion auf einfacheren Plätzen wie der Planta und dem Parc des Sports. Das Tourbillon wurde die vierte feste Heimat des Klubs. Die grosse Renovation von 1986 und die Arbeiten Ende der 1980er, als man die Tribünen überdachte, gaben dem Stadion seine heutige Form. Ursprünglich passten rund 20'000 Zuschauer rein, nach eigenen Angaben teils fast 18'000. Mit den strengeren UEFA-Normen und der Umstellung auf Sitzplätze sank die Kapazität aus Sicherheitsgründen auf etwa 14'283.
Was das Tourbillon besonders macht, ist die Atmosphäre. Es gilt als eines der heissesten und emotionalsten Stadien des Landes, und der Klub unter dem streitbaren Präsidenten Christian Constantin ist für sein Temperament bekannt. Auch Länderspiele der Nationalmannschaft fanden hier statt. Ein neues Stadion in Sion ist im Gespräch, laut Medienberichten neben dem alten, mit einer Eröffnung der Akademie um 2028. Noch ist das Zukunftsmusik, das alte Tourbillon bleibt vorerst im Spiel. Den aktuellen Stand prüft man am besten vor Ort.
Stade de Tourbillon
Swissporarena / Thermoplan Arena (Luzern)
Name | ab 1. Juli 2026 Thermoplan Arena (bis 2026 Swissporarena) |
|---|---|
Stadt | Luzern, Allmend |
Eröffnung | 31. Juli 2011 |
Kapazität | rund 16'800 (bis 17'000 national, ~15'500 reine Bestuhlung international) |
Klub | FC Luzern (gegr. 1901) |
Betreiber | Stadion Luzern AG |
Architekten | Daniele Marques und Iwan Bühler |
Besonderheit | erstes Schweizer Stadion mit kombinierten Steh- und Sitzplätzen |
Die Arena auf der Luzerner Allmend ist die Heimat des FC Luzern, den man liebevoll «Die Leuchten» nennt. Eröffnet wurde sie 2011, am Ort des abgerissenen Stadions Allmend, wo der Klub seit 1934 gespielt hatte.
Eine Änderung ist ganz frisch, und wer sie noch nicht mitbekommen hat, sollte sie sich merken. Seit dem 1. Juli 2026 heisst das Stadion nicht mehr Swissporarena, sondern Thermoplan Arena. Der Kaffeemaschinenhersteller Thermoplan hat die Namensrechte für mindestens zehn Jahre übernommen. Beide Namen sind also im Umlauf, gemeint ist dasselbe Stadion.
Rund um die Arena ist ein ganzes Ensemble entstanden. Zwei Wohnhochhäuser namens HochZwei, 88 und 77 Meter hoch und damit die höchsten Wohngebäude der Innerschweiz, dazu ein Hallenbad, eine Migros-Filiale und ein Fitnesscenter. Die golden-bronzene Aluminiumfassade und der Pilatus als Kulisse machen die Arena zu einer der schönsten Sportstätten des Landes. Und noch ein Detail für Kenner: Es war das erste Schweizer Stadion mit kombinierten Steh- und Sitzplätzen auf der Tribüne B. Auf dem Dach liegt seit 2016 eine Photovoltaikanlage. Bei der Frauen-EM 2025 war Luzern Austragungsort, dazu kommen einzelne Länderspiele.

Swissporarena / Thermoplan Arena (Luzern)
St. Jakobshalle (Basel)
Name | St. Jakobshalle |
|---|---|
Stadt | Basel / Münchenstein, Areal St. Jakob |
Eröffnung | 26. September 1976 (Gesamtsanierung 2016–2018) |
Kapazität | rund 12'000–12'400 (früher 9'000) |
Eigentümer | Kanton Basel-Stadt |
Typ | multifunktionale Halle |
Besonderheit | jährliches Tennisturnier Swiss Indoors |
Zum Schluss noch eine Halle, kein Stadion. Und nicht zu verwechseln mit dem Fussballstadion St. Jakob-Park gleich nebenan. Die St. Jakobshalle ist die bekannteste Mehrzweckhalle Basels. Eröffnet wurde sie 1976, Architekt war Giovanni Panozzo.
Von 2016 bis 2018 sanierte man sie komplett, für 110 Millionen Franken. Dabei stieg die Kapazität von 9'000 auf rund 12'000 bis 12'400 Plätze. Ihr grösstes Aushängeschild ist das Tennis. Jedes Jahr steigt hier das Swiss Indoors, das Heimturnier von Roger Federer, der in Basel aufgewachsen ist und hier oft gewonnen hat. Eine hübsche Randnotiz dazu: Nach der Sanierung diskutierte man über eine Umbenennung in «Roger-Federer-Arena», doch die fand keine politische Mehrheit. Also blieb es beim Namen St. Jakobshalle.
Vielseitig ist die Halle ohnehin. Weltstars wie Tina Turner, Elton John, Johnny Cash und Muse traten hier auf, dazu kamen Fernsehshows wie «Wetten, dass..?» und Weltmeisterschaften in diversen Sportarten. Praktisch ist der Bau obendrein. Sattelschlepper fahren direkt in die grosse Halle, und in wenigen Stunden wird aus einem Rockkonzert ein Tenniscourt oder eine Messefläche.
St. Jakobshalle







