Edmund
Manchmal beginnt eine grosse Geschichte ganz unspektakulär. Bei einer Jamsession im Wienerwald zum Beispiel. Genau so nahm eine der erfolgreichsten Austropop-Bands der letzten Jahre ihren Anfang: Edmund. Ein Duo, das ehrliche, zweistimmige Mundartsongs schreibt und damit einen Nerv trifft, wie es nur wenige schaffen. Zwei ganz normale Jungs, der eine früher Feuerwehrmann, der andere im Bierverkauf, die 2017 zusammen zu musizieren begannen und wenige Jahre später an der Spitze der Charts standen. Mit Gold, Platin und einem Amadeus Award.
Der Name stammt übrigens von einer echten Kultfigur: Edmund «Mundl» Sackbauer aus der Serie «Ein echter Wiener geht nicht unter». Dieser Beitrag behandelt die Geschichte der Band, ihre Mitglieder, die bekanntesten Lieder, das Konzertleben und die Konzerte 2026 mit der grossen «Legende»-Tour.
Name | Edmund |
|---|---|
Typ | österreichisches Austropop-Duo |
Gegründet | 2017 (erstes gemeinsames Spiel bei einer Jamsession) |
Herkunft | Wienerwald / Wien-Umgebung (Pressbaum und Purkersdorf, NÖ) |
Mitglieder | Markus Kadensky, Roman Messner |
Genre | Austropop / Mundart-Pop-Rock (zweistimmige Dialektsongs) |
Name nach | Edmund «Mundl» Sackbauer («Ein echter Wiener geht nicht unter») |
Debütsingle | «Freindschoft» (2017) |
Debütalbum | «Freindschoft» (2018, #4 AT) |
Bekannte Lieder | «Freindschoft», «Leiwand», «Prinzessin», «Rondstah», «Sog ma wonn», «Fehler san menschlich» |
Alben | «Freindschoft» (2018), «Leiwand» (2020), «Fein» (2022), «Legende» (2025) |
Auszeichnung | Amadeus Austrian Music Award «Album des Jahres» für «Leiwand» (2021) |
Aktuelle Tour | «Legende» Tour 2026 |
Offizielle Website |
Edmund
Geschichte
Am Anfang stand eine simple Jamsession. Roman Messner aus Purkersdorf und Markus Kadensky aus Pressbaum kannten sich da schon über zehn Jahre, gespielt hatten sie aber immer in verschiedenen Bands. Roman war bei All Faces Down, gemeinsam mit seinem Bruder Georg, Markus unter anderem bei Freilaut. Anfang 2017 setzten sie sich zum ersten Mal zusammen. Und es passte auf Anhieb, stimmlich, an den Gitarren und auch menschlich. Ein paar Monate später war Edmund geboren. Musik lag den beiden ohnehin im Blut: Roman hatte seine erste Band mit zwölf, Markus mit dreizehn.
Der Bandname ist eine Verbeugung vor einer österreichischen Ikone. Edmund «Mundl» Sackbauer, gespielt von Karl Merkatz in der Kultserie «Ein echter Wiener geht nicht unter», steht wie kaum eine andere Figur für den typisch wienerischen Schmäh. Für zwei Musiker aus Wien-Umgebung lag dieser Name auf der Hand, denn jedem Österreicher sagt der Name Edmund sofort etwas.
Der Durchbruch liess nicht lange auf sich warten. Die erste Single «Freindschoft» von 2017 sammelte auf YouTube rasch Millionen Views, ein Volltreffer auf Anhieb. Im Herbst 2018 folgte das gleichnamige Debütalbum und stieg auf Platz vier der österreichischen Charts ein. Auch «Prinzessin», eine Hommage an die Bindung zwischen Vätern und Töchtern, wurde zum Erfolg. Der Grundstein war gelegt.

Edmund - Freindschoft
Danach ging es steil bergauf. Das zweite Album «Leiwand» (2020) erschien mitten in der Corona-Pandemie und kletterte trotzdem auf Platz zwei, oder vielleicht gerade deshalb. Genau dafür gab es die grösste Anerkennung: bei der Amadeus-Verleihung 2021 war Edmund dreifach nominiert und gewann den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie «Album des Jahres». Das dritte Studioalbum «Fein» (2022), mit Liedern wie «Sog ma wonn» und «Fehler san menschlich», schaffte es dann sogar an die Spitze. Der Stil blieb dabei immer derselbe: ehrlich, im Dialekt gesungen, mit Themen, die das echte Leben besingen, das Scheitern, das Wiederaufstehen und Beziehungen, die nicht immer einfach sind.

Edmund - Sog ma wonn
Und heute? Nach einer kurzen Auszeit erschien am 11. April 2025 das Album «Legende», produziert im Studio von Markus Weiss in Michelhausen im Bezirk Tulln, und auch dieses führte die Charts an. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Zusammengerechnet waren die Alben über 300 Wochen in den österreichischen Charts, viele davon holten Gold oder Platin, einige sogar Doppelplatin. Auf Spotify liefen die Songs rund 90 Millionen Mal, auf YouTube kamen die Videos auf etwa 35 Millionen Aufrufe. Beachtlich für eine Mundart-Band, deren Fans vor allem in Österreich und Bayern sitzen. 2026 ist das Duo mit der grossen «Legende»-Tour unterwegs.
Mitglieder
Mitglied | Zeitraum | Rolle |
|---|---|---|
Markus Kadensky | 2017 – heute | Sänger, Gitarrist (Mitgründer) |
Roman Messner | 2017 – heute | Sänger, Gitarrist, Songwriter (Mitgründer) |
Markus Kadensky stammt aus Pressbaum im Wienerwald. Er ist Sänger und Gitarrist und machte vor Edmund unter anderem unter dem Namen Freilaut Musik. Im bürgerlichen Leben verkaufte er Bier. Die Leidenschaft für die Musik hatte ihn früh gepackt, mit dreizehn stand er in seiner ersten Band.
Roman Messner kommt aus dem benachbarten Purkersdorf. Auch er singt und spielt Gitarre und schreibt die Songs mit. Davor war er zusammen mit seinem Bruder Georg Gründungsmitglied der Wiener Alt-Rock-Band All Faces Down. Gelernt hat er den Beruf des Feuerwehrmanns. Die Musik begleitet ihn seit Kindheitstagen, seine erste Band gründete er schon mit zwölf.
Edmund ist ein klassisches Duo, das seine Songs zweistimmig singt, und die Besetzung ist seit der Gründung 2017 unverändert. Was die beiden ausmacht, ist ihre Harmonie, die sofort spürbar war, als sie sich zum ersten Mal zusammensetzten. Stimmlich, an den Gitarren und auf menschlicher Ebene passt es einfach. Und genau das hört man ihren Liedern bis heute an.
Markus Kadensky und Roman Messner
Konzertleben
Live zu spielen ist für Edmund kein Beiwerk, sondern das Herzstück. Das Duo nennt sich selbst eine Live-Band, und wer ein Konzert erlebt hat, versteht schnell, warum. Textsicher singen die Fans die Lieder mit, und es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, das einen Edmund-Abend zu etwas Besonderem macht.
Der Weg führte von kleinen Clubs zu grossen Hallen und Festivalbühnen, und die Zahlen dahinter sind beachtlich. Die «Freindschoft»-Tour war ausverkauft, die «Leiwand»-Tour fiel dann der Corona-Pandemie zum Opfer. Dafür spielte das Duo auf der «Feinst Leiwand»-Tour 2022 und 2023 vor rund 80.000 Besuchern und stand als Co-Headliner am Donauinselfest vor 60.000 Menschen. Den grössten Traum erfüllte sich die Band mit einem Konzert in der Wiener Stadthalle vor 10.000 Zuschauern. Auch in Bayern und Süddeutschland hat Edmund eine treue Fangemeinde, denn der österreichische Dialekt kommt dort gut an. Musikalisch reicht die Bandbreite von ganz leisen Singer-Songwriter-Momenten bis zu kräftigen Rocknummern mit Gitarrenriffs, die das Zeug zur Stadionhymne haben.

Edmund - Leiwand (Live in der Wiener Stadthalle)
Konzerte 2026
Das Jahr 2026 steht bei Edmund ganz im Zeichen der «Legende»-Tour, einer ausgedehnten Konzertreise quer durch Österreich, mit Abstechern nach Bayern. Gespielt wird in beiden Welten, unter freiem Himmel im Sommer und in den Hallen im Herbst.
Los ging es im Mai auf der Kasemattenbühne in Graz, gefolgt vom Posthof in Linz Anfang Juni, beide restlos ausverkauft. Über den Sommer reihte sich dann Open Air an Open Air: vom Rosenheim Sommerfestival in Bayern im Juli über den Schlosspark in Schwarzenfeld bis zu Bühnen in Leibnitz und im Ausseerland. Textsichere Fans, warme Sommerabende und Mundartsongs zum Mitsingen, so lässt sich die erste Tourhälfte in Kürze zusammenfassen.
Ab dem Spätsommer geht die Reise weiter, und wer das Duo 2026 noch live erleben will, hat ab September die folgenden Gelegenheiten. Die Übersicht zeigt bestätigte Termine, der vollständige und aktuelle Tourplan steht aber auf oeticket und den offiziellen Kanälen der Band, wo sich die konkreten Daten am besten prüfen lassen.
Konzert / Event | Datum | Ort | Tickets / Quelle |
|---|---|---|---|
Edmund – Legende Tour 2026 | 12. September 2026 | Yspertal, Sportplatz | |
Edmund – Legende Tour 2026 | 10. Oktober 2026 | Salzburg, Salzburgarena | oeticket.com |
weitere Termine 2026 | wird laufend ergänzt | Österreich / Bayern | oeticket.com / offizielle Kanäle |
Die Tickets gibt es über oeticket und die offiziellen Vorverkaufsstellen, und bei beliebten Terminen lohnt sich ein früher Kauf, denn einige Konzerte waren schon Monate im Voraus ausverkauft. Ein besonderer Termin steht zudem schon fürs Folgejahr fest: am 4. September 2027 lädt Edmund in die Wiener Stadthalle, zum zehnjährigen Jubiläum. Der Abend gehört aber ins Jahr 2027 und ist nicht mit der «Legende»-Tour 2026 zu verwechseln.
Edmund
Auszeichnungen
Der grösste Moment auf der Bühne der Anerkennung kam 2021, doch die Trophäensammlung von Edmund reicht weiter. Neben dem Amadeus Austrian Music Award haben zahlreiche Singles und Alben Edelmetall geholt, von Gold bis Doppelplatin. Für eine Mundart-Band, die vieles mit einem kleinen Team selbst stemmt, ist das eine beachtliche Bilanz.
Auszeichnung | Jahr | Werk / Kontext |
|---|---|---|
Amadeus Austrian Music Award – «Album des Jahres» (gewonnen) | 2021 | für das Album «Leiwand» |
Amadeus Austrian Music Award – Nominierung «Song des Jahres» | 2021 | für die Single «Leiwand» |
Amadeus Austrian Music Award – Nominierung «Pop/Rock» | 2021 | für «Leiwand» |
Amadeus Austrian Music Award – Nominierung «Live Act des Jahres» | 2026 | für das Live-Schaffen der Band |
Doppelplatin (Single) | – | «Leiwand» |
Doppelplatin (Single) | – | «Freindschoft» |
Platin (Album) | – | «Freindschoft» |
Platin (Single) | – | «Prinzessin» |
Platin (Single) | – | «Die Blonde mitn Mittelscheitl» |
Gold (Album) | – | «Leiwand» |
Gold (Single) | – | «Lebmsgfüh», «Zam oid wearn», «Leg dei Herz» |
Der wichtigste Titel steht ganz oben: bei der Amadeus-Verleihung 2021 war Edmund gleich dreifach nominiert, für das «Album des Jahres», die «Single des Jahres» und in der Kategorie Pop/Rock. Gewonnen hat das Duo schliesslich in der Königskategorie «Album des Jahres», und zwar für «Leiwand». Eine schöne Bestätigung nach Jahren harter Arbeit, gerade weil die Band vieles im kleinen Kreis selbst organisiert.
Auch abseits des Amadeus stapeln sich die Edelmetall-Auszeichnungen. Die Singles «Leiwand» und «Freindschoft» erreichten sogar Doppelplatin, das Debütalbum «Freindschoft» holte Platin, «Leiwand» als Album Gold. Dazu kommen Platin-Singles wie «Prinzessin» und «Die Blonde mitn Mittelscheitl» sowie Gold für «Lebmsgfüh», «Zam oid wearn» und «Leg dei Herz». Dass die Anerkennung nicht abreisst, zeigt schliesslich das Jahr 2026, in dem Edmund erneut für einen Amadeus nominiert wurde, diesmal in der Kategorie «Live Act des Jahres», was gut zum Ruf des Duos als Live-Band passt.
Edmund
Interessante Fakten
- Der Bandname ist eine Hommage. Edmund heisst so nach Edmund «Mundl» Sackbauer, der von Karl Merkatz gespielten Kultfigur aus «Ein echter Wiener geht nicht unter», einem Sinnbild für den echten Wiener Schmäh.
- Beide kommen aus anderen Bands. Bevor sie zu Edmund wurden, war Roman Messner Gründungsmitglied von All Faces Down, während Markus Kadensky unter dem Namen Freilaut Musik machte. Eine Jamsession 2017 brachte sie dann zusammen.
- Vor der Musik kamen ganz andere Berufe. Der eine war Feuerwehrmann, der andere verkaufte Bier, bevor die beiden hauptberuflich auf die Bühne gingen.
- Ein wahr gewordener Traum. Auf ihrer Tour spielte die Band bereits vor 10.000 Menschen in der Wiener Stadthalle und stand am Donauinselfest als Co-Headliner vor 60.000 Zuschauern.
- Ganz oben angekommen. Während «Freindschoft» auf Platz vier und «Leiwand» auf Platz zwei einstieg, schafften es «Fein» und «Legende» an die Spitze der österreichischen Albumcharts.
- Die Fans reichen bis nach Bayern. Rund 90 Millionen Streams auf Spotify und 35 Millionen YouTube-Aufrufe sind für eine Mundart-Band bemerkenswert, deren Anhänger vor allem in Österreich und Bayern sitzen.
Soziale Medien
FAQ
Wann wurde Edmund gegründet?
Die Band entstand 2017. Bei einer Jamsession Anfang des Jahres spielten die beiden erstmals zusammen, wenige Monate später war Edmund geboren.
Wer sind die Mitglieder von Edmund?
Das Duo besteht aus Markus Kadensky aus Pressbaum und Roman Messner aus Purkersdorf, beide Sänger und Gitarristen.
Woher kommt der Name Edmund?
Der Name stammt von Edmund «Mundl» Sackbauer, der Kultfigur aus der Serie «Ein echter Wiener geht nicht unter», gespielt von Karl Merkatz.
Was ist das bekannteste Lied von Edmund?
Der grosse Durchbruch gelang mit «Freindschoft». Weitere bekannte Lieder sind «Leiwand», «Prinzessin», «Sog ma wonn» und «Fehler san menschlich».
Welche Alben hat Edmund veröffentlicht?
Bisher erschienen «Freindschoft» (2018), «Leiwand» (2020), «Fein» (2022) und «Legende» (2025).
Hat Edmund einen Amadeus Award gewonnen?
Ja. Bei der Amadeus-Verleihung 2021 gewann das Duo den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie «Album des Jahres» für «Leiwand».







