Michael Ostrowski
Manche Menschen wählen eine Karriere. Michael Ostrowski hat sich mehrere gleichzeitig ausgesucht – und bei allen überzeugt. Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur, Moderator, Romanautor, Tournee-Musiker. Der Mann aus Leoben ist wohl die vielschichtigste Figur der österreichischen Kulturlandschaft: intellektuell genug für das Arthouse-Kino, komisch genug für die Volkskomödie, überzeugend genug für den grössten Liveevent der Welt. Einer, der im Grazer Experimentaltheater anfing – und am Ende des Eurovision Song Contest 2026 vor 170 Millionen Zuschauern stand. Kein gerader Weg. Aber ein konsequenter.
Bürgerlicher Name | Michael Stockinger |
|---|---|
Szenename | Michael Ostrowski |
Geburtsdatum | 3. Januar 1973 |
Geburtsort | Leoben, Steiermark, Österreich |
Alter | 52 Jahre |
Ausbildung | Studium Englisch/Französisch (Graz, Oxford, New York); Magister der Philosophie |
Partnerin | Hilde Dalik (seit August 2012) |
Kinder | 4 (darunter 1 gemeinsame Tochter mit Hilde Dalik) |
Sprachen | Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch |
Auszeichnungen | Nestroy-Theaterpreis 2002, Österreichischer Filmpreis 2011, Romy 2025 |
ESC 2026 | Co-Moderator mit Victoria Swarovski |
Buch | «Der Onkel» (Rowohlt Verlag, 2022) |
Michael Ostrowski
Biografie
Michael Ostrowski wurde am 3. Januar 1973 in Leoben geboren – unter dem bürgerlichen Namen Michael Stockinger. Aufgewachsen ist er in Rottenmann, einem kleinen Ort im steirischen Paltental, wo beide Elternteile als Lehrer arbeiteten. Eine Kindheit, die wirklich nicht nach Showbusiness aussah. Und vielleicht ist das der Grund, warum er bis heute geerdet geblieben ist.
Den Nachnamen Ostrowski übernahm er bei der Heirat von seiner Frau. Der Wechsel hatte auch einen praktischen Hintergrund: es gab bereits einen bekannten österreichischen Kabarettisten namens Stockinger, und Verwechslungen in einer kleinen Branche wie der österreichischen Unterhaltungswelt wären unvermeidbar gewesen.
Ab 1991 studierte er Englisch und Französisch in Graz, Oxford und New York. Ein Weg, der ihn früh aus der Steiermark rausführte und in die Welt brachte. In Oxford besuchte er ausserdem einen Kurs in Creative Writing. Dass er dreissig Jahre später einen Roman veröffentlicht, den Elfriede Jelinek empfiehlt, klingt im Nachhinein wie eine logische Fortsetzung. Dazwischen erwarb er den Magister der Philosophie und arbeitete zwischen April und Dezember 2000 als Wissenschaftler am Institut für Wissenschafts-, Technologie- und Gesellschaftsforschung in Graz. Kein klassischer Lebenslauf für einen künftigen Volksschauspieler – aber genau das macht ihn interessant.
Zur Bühne kam er wie viele grosse Talente: per Zufall. Während des Studiums lernte er Ed Hauswirth kennen, einen der Gründer der experimentellen Grazer Theatergruppe Theater im Bahnhof. Hauswirth, den Ostrowski als «kinematographisch und dramaturgisch denkenden Menschen» beschreibt, hinterliess bleibenden Eindruck. Seit 1992 ist Ostrowski Mitglied des Ensembles – und ist es bis heute geblieben, parallel zu allem anderen, was er macht. Hauswirths Ansatz – reduziertes, filmisches Spiel statt ausschweifende Bühnengeste – prägte seinen Stil dauerhaft.
2002 gewann er gemeinsam mit der Gruppe den Nestroy-Theaterpreis für die beste Off-Produktion. Eine frühe Auszeichnung, die zeigte: Das Experiment funktioniert.
Michael Ostrowski
Karriere
Die erste Filmrolle spielte Ostrowski 2001 in einer Kurzfilm-Produktion von Barbara Albert. Der erste Langfilm folgte 2002 mit «Nogo». Dann kam 2004 «Nacktschnecken» – eine Zusammenarbeit mit Regisseur Michael Glawogger, für die Ostrowski auch das Drehbuch schrieb. Der Film wurde zum zweiterfolgreichsten österreichischen Film des Jahres und der Beginn einer langen kreativen Freundschaft. «Nacktschnecken» war der erste Teil einer inoffiziellen Trilogie, die mit «Contact High» (2009) und «Hotel Rock'n'Roll» (2014) weiterging.
2011 folgte der nächste Höhepunkt: Für «Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott» – Drehbuch und Hauptrolle – gewann er den Österreichischen Filmpreis für das beste Drehbuch. Mit «Hotel Rock'n'Roll» debütierte Ostrowski dann als Kinoregisseur. Das war kein gewöhnlicher Umstand: nach dem plötzlichen Tod von Michael Glawogger übernahm er die Regie und schloss das Projekt für seinen verstorbenen Weggefährten ab. Verantwortung, kein Opportunismus.
In den Jahren danach diversifizierte er sich konsequent. «Er ist wieder da» (2015), der internationale Satire-Hit, brachte ihn einem europäischen Publikum näher. «Ich war noch niemals in New York» (2019), das grosse Musical nach Udo Jürgens-Hits, zeigte seine musikalische Wandlungsfähigkeit. «Tausend Zeilen» (2022) – die Verfilmung des Relotius-Skandals – bewies, dass er auch bei ernsten, gesellschaftspolitisch aufgeladenen Stoffen überzeugt. Und «Die Känguru-Verschwörung» (2022) bestätigte seine Popularität beim deutschen Publikum.
Das Schauspiel von Michael Ostrowski
2025 war er in «Neue Geschichten vom Pumuckl» zu sehen – der Neuauflage des österreichisch-deutschen Kultklassikers, die in beiden Ländern für Aufsehen sorgte. Im selben Jahr erschien ausserdem die Kurzfilmkomödie «Eine halbe Stunde ist viel Zeit» von und mit Michael Ostrowski – ein weiterer Beweis, dass er nicht nur bei grossen Produktionen mitmacht, sondern auch kleine Formate selbst in die Hand nimmt. Über vierzig Filme seit 2002 – das ist keine Sammlung, das ist ein Lebenswerk in Arbeit.
In der Eberhofer-Krimi-Reihe – bayerische Detektivkomödien, die in Österreich und Deutschland regelmässig Kassenrekorde aufstellen – spielt Ostrowski den Pathologen. Eine Nebenrolle, die durch seine Präsenz weit mehr Gewicht hat als die Drehbuchseiten vermuten lassen. Wer «Sauerkrautkoma», «Leberkäsjunkie» oder «Kaiserschmarrndrama» gesehen hat, weiss, was gemeint ist.
Mehr Raum hatte er im Spin-off «Die Donau ist tief – Ein Krimi aus Passau», wo er die Hauptrolle des Privatdetektivs Ferdinand Zankl übernahm. Melancholisch, präzise, unverkennbar Ostrowski. Das Projekt wurde mit «Der Fluss ist sein Grab» fortgesetzt. Dass er in einer deutschen Donau-Krimireihe zur Hauptfigur wird, während er gleichzeitig den ESC moderiert – das sagt viel über die Bandbreite, die er mittlerweile abdeckt.
«Der Onkel» – Buch und Film
Gemeinsam mit Theater-im-Bahnhof-Kollege Helmut Köpping schrieb Ostrowski das Drehbuch zu «The Hawk / Der Onkel» und übernahm gemeinsam mit Köpping die Regie. In den Hauptrollen neben ihm spielten Anke Engelke und Simon Schwarz. Besonderes Detail, das man nicht erfinden würde: alle Kinder im Film sind Michael Ostrowskis eigene Kinder – und sie spielen hervorragend. Ein Film, der buchstäblich aus dem eigenen Leben schöpft.
Die Geschichte selbst dreht sich um einen Bruderzwist: Mike – gespielt von Ostrowski mit blonder Perücke und Goldkettchen – taucht nach 17-jähriger Abwesenheit in der Familienvilla auf, als sein Bruder ins Koma fällt. Was folgt, ist eine Komödie, die laut FM4-Kritik bereits im Prolog «fröhliches Grinsen» auslöst. Und die zeigt, was Ostrowski kann, wenn er sich selbst Regie gibt: einen Film, der schneller, witziger und konsequenter ist als viele österreichische Produktionen derselben Periode.

Der Onkel | Trailer
Der Roman «Der Onkel» erschien 2022 beim Rowohlt Verlag in Hamburg. Die Reaktionen liessen wenig zu wünschen übrig. Marc-Uwe Kling schrieb:
Michael Ostrowski spielt in seiner eigenen Liga, seinen eigenen Sport. Dieser Mann ist eine Bombe!
Die Süddeutsche Zeitung nannte das Buch «einen österreichischen Schelmenroman, aber auch bittere Gesellschaftssatire – eine Art Austrian Psycho». Elfriede Jelinek empfahl kurz und bündig:
Lesen Sie dieses vielversprechende Buch!
«Willkommen Österreich» empfahl den Roman als perfektes Weihnachtsgeschenk. Das Buch landete damit in der kuriosen Konstellation, gleichzeitig Arthouse-Kritikerliebling und ORF-Festtagsempfehlung zu sein.
2023 ging Ostrowski mit «The Return of the Onkel» auf literarisch-musikalische Tournee – begleitet von Zebo Adam (Gitarre, Bass, Keys; zweifacher Amadeus-Preisträger für seine Arbeit mit Bilderbuch) und Lin Benda (Schlagzeug, Loops, Gitarre, Keys). Das Tourneeprogramm führte ihn durch Österreich, Deutschland und die Schweiz – mit Stationen in Wien, Graz, Linz, St. Pölten, Berlin und Zürich. Das ist kein Buchpromotionformat. Das ist ein eigenständiges Liveprogramm – und das merkt man beim Zuschauen.
«Der Onkel»
Fernsehen
Als Moderator stand Ostrowski bei den grössten Galas und Shows des Landes auf der Bühne – darunter der Nestroy-Theaterpreis und der Amadeus Austrian Music Award. Bei «Willkommen Österreich», dem kultigen Spätabend-Talkformat auf ORF mit Christoph Grissemann und Dirk Stermann, ist er Stammgast und inoffiziell der dritte Mann im Bunde. Ein Ort, an dem österreichische Identität, Ironie und Zeitgeist nahtlos zusammenfliessen – und Ostrowski sich hörbar wohlfühlt. Er war bereits 2013, 2017, 2019 und 2022 zu Gast, zuletzt zusammen mit Anke Engelke zur Promotion von Film und Roman «Der Onkel».
Für den ORF stand er in den Eigenproduktionen «Herr Ostrowski sucht das Glück» und «Jugendsünden usw.» vor der Kamera. Im weihnachtlichen Programm war er in «Wo mit haben wir das verdient? – zu Weihnachten» zu sehen – der Fortsetzung der Multi-Kulti-Komödie im festlichen Setting.
Für die gemeinsame Moderation der ORF-Show «100 Jahre Radio – Die Show» mit Teresa Vogl erhielt Ostrowski 2025 die Romy in der Kategorie Show/Unterhaltung. Über die Aufteilung des Preises sagte er mit gewohnter Trockenheit: «Ein Jahr bei mir – ein Jahr bei ihr.»
Der Protestsongcontest ist einer der schrägsten, mutigsten und klügsten Wettbewerbe des österreichischen Fernsehens – eine Art ESC für politischen Liedermacher. Ostrowski moderierte das Format mehrfach. Diese Erfahrung war bei der ESC-Besetzung kein zufälliger Bonus, sondern ein direkter Kompetenznachweis: Wer einen Protestsongcontest führen kann, beherrscht das seltene Gleichgewicht zwischen Unterhaltungsformat und Haltung – und genau das braucht man auf der ESC-Bühne.
Michael Ostrowski
Eurovision Song Contest 2026
Am 29. Januar 2026 gab ORF bekannt: Michael Ostrowski moderiert gemeinsam mit Victoria Swarovski den 70. Eurovision Song Contest – der dank des Sieges von JJ beim Wettbewerb 2025 in Wien ausgetragen wurde.. Neun Shows insgesamt – drei Live-Übertragungen und sechs Probenvorstellungen – in der Wiener Stadthalle. Das Finale sahen rund 170 Millionen Menschen weltweit.
Die Rollenaufteilung des Duos war durchdacht. Swarovski lieferte internationalen Glamour und Fernseherfahrung aus «Let's Dance», Ostrowski die österreichische Authentizität, den trockenen Witz und die Fähigkeit, auch in einem Format dieser Grösse er selbst zu bleiben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Moderiert wurde auf Englisch und Französisch – womit das Jahrzehnte alte Studium in Oxford und New York plötzlich sehr praktisch wurde.
Die Chemie zwischen den beiden zeigte sich bereits in den Probenwochen. Swarovski glatt und präzise, Ostrowski schräg und spontan. Gegensätze, die sich ergänzen. Das Ergebnis war ein Moderationstandem, das beim österreichischen Publikum sehr gut ankam – und das zeigt, dass die ORF-Entscheidung für dieses Duo richtig war.
Victoria Swarovski und Michael Ostrowski
Österreich selbst schickte beim Eurovision Song Contest 2026 den 19-jährigen Sänger COSMÓ ins Rennen – aufgewachsen im Burgenland, mit dem Song «Tanzschein» auf der Bühne der Wiener Stadthalle. Als Gastgeberland stand Österreich automatisch im Finale und trat als letzter Act auf Startplatz 25 an. Das Ergebnis des Abends war ernüchternd: Platz 24 von 25, insgesamt sechs Punkte – einen von der Jury aus Luxemburg, fünf vom Publikum aus Deutschland.
Persönliches Leben
Seit August 2012 ist Ostrowski mit der Schauspielerin Hilde Dalik zusammen – eine der stabilsten und diskretesten Beziehungen im österreichischen Kulturbetrieb. Dalik ist bekannt aus «SOKO Kitzbühel» und zahlreichen anderen österreichischen Produktionen. Beide halten ihr Privatleben konsequent aus dem Medienrampenlicht – was in der heutigen Zeit tatsächlich fast schon als Haltung gilt.
Ostrowski hat vier Kinder, darunter eine gemeinsame Tochter mit Hilde Dalik. Über frühere Beziehungen spricht er bewusst nicht. Das ist keine Strategie, das ist eine klare Grenze – und er zieht sie gleichbleibend.
Graz bleibt seine kreative Heimat. Die steirische Identität ist kein Bühnenklischee, sondern ein echter Teil seiner Persönlichkeit. Hörbar in Interviews, spürbar in der Art, wie er über Heimat spricht. Wer ihn einmal im Gespräch erlebt hat, versteht: dieser Mann ist aus der Steiermark, und er verleugnet das nicht.
Neben dem Schauspiel interessiert er sich für Musik – der Tournee-Auftritt mit eigener Band ist kein PR-Gag – und für gesellschaftliche Themen, die er in Formaten wie «Demokratie – Die Show» auf Puls 4 öffentlich bearbeitet. Fünf Sprachen fliessend zu sprechen und gleichzeitig den Protestsongcontest zu moderieren: das passt zu einem Menschen, dem Oberfläche zu wenig ist.
Michael Ostrowski und Hilde Dalik
Auszeichnungen
Auszeichnung | Jahr | Kontext |
|---|---|---|
Nestroy-Theaterpreis (Beste Off-Produktion) | 2002 | Gemeinsam mit Theater im Bahnhof Graz |
Österreichischer Filmpreis (Bestes Drehbuch) | 2011 | «Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott» |
Romy (Kategorie Show/Unterhaltung) | 2025 | Gemeinsam mit Teresa Vogl für «100 Jahre Radio – Die Show» auf ORF |
Interessante Fakten
- Ostrowski wuchs in Rottenmann auf – einem Ort mit rund 4.500 Einwohnern im steirischen Paltental. Der direkte Weg von dort zur ESC-Bühne existiert nicht. Dass er ihn trotzdem gefunden hat, ist das Interessante an seiner Geschichte.
- Alle Kinder im Film «Der Onkel» sind seine eigenen Kinder. Das ist keine herzerwärmende Randnotiz – das ist ein echter Hinweis darauf, wie sehr er Kunst und Leben ineinandergreifen lässt.
- Er spricht fünf Sprachen fliessend: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Für die ESC-Moderation auf Englisch und Französisch war das eine solide Basis – und ein seltener Fall, in dem ein Universitätsstudium dreissig Jahre später direkt nützlich wird.
- «Nacktschnecken» (2004) wurde laut ORF der zweiterfolgreichste österreichische Film des Jahres. Ein erster deutlicher Fingerzeig, wie weit die Popularität dieses Mannes noch gehen würde.
- Im Film «Der Onkel» spielt er gleich eine Doppelrolle – eine davon mit blonder Perücke und Goldkettchen. Wer das Buch gelesen und den Film gesehen hat, versteht, warum Marc-Uwe Kling ihn als jemanden beschreibt, der «seinen eigenen Sport spielt».
Soziale Medien
Michael Ostrowski hält sich in den sozialen Medien auffällig zurück. Das passt zu seinem generellen Umgang mit Öffentlichkeit: Er spricht dort, wo er etwas zu sagen hat – in Interviews, auf der Bühne, im Film – aber er bespielt keine Kanäle für Kanäle. Wer ihn online verfolgen möchte, findet aktuelle Informationen am zuverlässigsten über die ORF-Website, die Seiten seiner Filmprojekte und das Theater-im-Bahnhof-Ensemble in Graz.
FAQ
Was ist «Der Onkel» – Buch oder Film?
Beides. Der Kinofilm «The Hawk / Der Onkel» erschien 2022 – Drehbuch und Co-Regie von Ostrowski gemeinsam mit Helmut Köpping, Anke Engelke und Simon Schwarz in den Hauptrollen. Ebenfalls 2022 erschien der gleichnamige Roman im Rowohlt Verlag Hamburg, den Elfriede Jelinek empfahl und die Süddeutsche Zeitung als «Austrian Psycho» bezeichnete. Zwei Werke, eine Welt.
Welche Rolle spielt Ostrowski in den Eberhofer-Krimis?
Er spielt den Pathologen – eine Nebenrolle, die durch seine Präsenz weit mehr Gewicht hat als auf dem Papier. Darüber hinaus spielte er in «Die Donau ist tief – Ein Krimi aus Passau» die Hauptrolle des Privatdetektivs Ferdinand Zankl.
Was ist «Willkommen Österreich» – und welche Rolle spielt Ostrowski?
«Willkommen Österreich» ist das wichtigste österreichische Late-Night-Format auf ORF, moderiert von Christoph Grissemann und Dirk Stermann. Ostrowski ist Dauergast und inoffiziell das dritte Ensemblemitglied – ein Ort, an dem sein trocken-intelligenter Humor einen vertrauten Rahmen findet.
Welche Trilogie verbindet Ostrowski und Regisseur Michael Glawogger?
Die drei Filme «Nacktschnecken» (2004), «Contact High» (2009) und «Hotel Rock'n'Roll» (2014). «Hotel Rock'n'Roll» vollendete Ostrowski selbst als Regisseur, nachdem Glawogger 2014 überraschend gestorben war.
Was ist der Protestsongcontest – und warum ist dieser Erfahrungsschatz für den ESC relevant?
Der Protestsongcontest ist ein österreichisches Fernsehformat für politischen Liedermacher – schräg, klug, mutig. Ostrowski moderierte das Format mehrfach. Wer damit umgeht, beherrscht das Gleichgewicht aus Unterhaltungsformat, Spontaneität und Haltung – alles Qualitäten, die im ESC-Live-Format unverzichtbar sind.
Plant Ostrowski neue Bücher nach «Der Onkel»?
Konkrete Ankündigungen liegen nicht vor. Wer den Tourneeeinsatz für «The Return of the Onkel» gesehen hat – und dann noch neun ESC-Shows moderiert – weiss, dass er vorerst genug zu tun hatte. Neue Projekte lässt er öffentlich erst anklingen, wenn sie spruchreif sind. Das ist bei ihm kein Marketingprinzip, das ist Haltung.







