Unternehmen

BeGambleAware

Am 31. März 2026 hat GambleAware den Betrieb eingestellt! Die Organisation war seit 2002 tätig und übernahm 2018 die zentrale Verantwortung für die Vergabe von Mitteln gegen Spielsucht in Großbritannien. Sie arbeitete eng mit dem NHS und kommunalen Stellen zusammen. Ihre Aufgaben liegen nun bei staatlichen Institutionen.

von Emma Weber

UPD:
Inhaltsverzeichnis
BeGambleAware Logo

Webseite

https://www.gambleaware.org/

Gründungsdatum

2002

Gründer

Die Nationallotterie (National Lottery) und die britische Glücksspielkommission (Gambling Commision)

Ziel und Geschichte der Gründung

Be GambleAware, früher bekannt als Responsible Gambling Trust, wurde am 9. April 2018 offiziell umbenannt. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, vor verschiedenen Problemen im Zusammenhang mit Glücksspielen zu warnen und diese zu verhindern. Die Ressource widmet sich dem Schutz vor Schäden, die durch Glücksspiele verursacht werden. Die Organisation ist seit mehr als 15 Jahren tätig und arbeitet aktiv mit dem Nationalen Gesundheitsdienst, lokalen und nationalen Regierungen, Kliniken, Anbietern von Glücksspielbehandlungen und anderen psychosozialen Diensten zusammen.

Am 31. März 2026 stellte GambleAware den Betrieb ein. Das britische Glücksspielrecht wurde reformiert: Staatliche Stellen übernahmen, was zuvor Wohltätigkeitsorganisationen leisteten.

Die Organisation beriet Betroffene und ihre Angehörigen und betrieb das National Gambling Support Network, über das rund 42.000 Anrufe jährlich eingingen. Unabhängige Forschungsprojekte und landesweite Aufklärungskampagnen kamen hinzu.

Informationen auf der Website begambleaware.org

Was sich nach der Schließung ändert

Ab April 2026 sind NHS England, die Office for Health Improvement and Disparities sowie entsprechende Stellen in Schottland und Wales für diese Aufgaben zuständig. Finanziert wird das über eine gesetzliche Pflichtabgabe der Anbieter. Je nach Produktkategorie sind es zwischen 0,1 und 1,1 Prozent des Bruttospielertrags (GGR).

Wem die Organisation helfen kann und wie

BeGambleAware wandte sich an Menschen mit Spielproblemen und ihre Angehörigen. Über gambleaware.org gab es Informationen zu Behandlungs- und Rehabilitationsprogrammen sowie Kontakte zu Beratungsstellen im ganzen Land.

☝️ Nach der Schließung am 31. März 2026 haben staatliche Stellen diese Aufgaben übernommen. Wer in Großbritannien Unterstützung sucht, findet aktuelle Anlaufstellen auf der Website der UK Gambling Commission: gamblingcommission.gov.uk.

Tools zur Reduzierung Ihres Glücksspiels von Gambling Aware
Bildschirmfoto von gambleaware.org

Tipps für sicheres Glücksspiel von GambleAware

Die Organisation bietet eine Reihe von Tipps für verantwortungsbewusstes Spielen, die Ihnen helfen sollen, Glücksspielprobleme zu vermeiden:

  1. Legen Sie im Voraus ein Geldlimit fest und halten Sie es ein. Betrachten Sie Glücksspiele als Unterhaltungsausgaben und spielen Sie nur mit dem Geld, dessen Verlust Sie sich leisten können.
  2. Setzen Sie sich ein Zeitlimit. Je mehr Zeit Sie beim Spielen verbringen, desto mehr Geld verlieren Sie.
  3. Machen Sie häufig Pausen. Es ist leicht, beim Spielen das Zeitgefühl zu verlieren. Eine zu lange Spielrunde kann zu einem Motivationsverlust führen.
  4. Versuchen Sie nicht, mit Glücksspielen Geld zu verdienen.
  5. Achten Sie auf Ihre Gefühle und Ihre Stimmung während des Spiels.
  6. Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Glücksspiel Ihre Beziehungen zu Familie und Freunden beeinträchtigt. Sprechen Sie mit einem vertrauten Menschen über Ihr Problem.
  7. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Familienmitglied oder Freund an Spielsucht leidet, aber keine Hilfe sucht, handeln Sie selbst: Das Fachpersonal wird Ihnen sagen, was in dieser Situation zu tun ist.

☝️ Organisationen bieten Instrumente zur Ausgabenkontrolle an, wenn Sie sich Sorgen darüber machen, wie viel Geld Sie für Glücksspiele ausgeben.

Tipps von GambleAware
Angepasster Screenshot von der offiziellen Website gambleaware.org

Hilfe für Glücksspielsüchtige in Deutschland

Der Kampf gegen die Spielsucht wird auch in der Deutschland aktiv geführt. Es werden die Grundsätze des verantwortungsvollen Spielens umgesetzt und mehrere Organisationen und Ressourcen stehen sowohl den Spielern als auch den Glücksspielanbietern zur Verfügung. Sie versorgen sie mit Informationen zu Glücksspielfragen und helfen ihnen bei dem Schutz der Spieler vor möglicher Sucht.

Die Organisationen werden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - BZgA - verwaltet. Sie unterstützte die Initiative zur Schaffung eines Instruments namens Check dein Spiel, das hilft, eine mögliche Spielsucht frühzeitig zu erkennen.

In Deutschland gibt es spezielle Koordinierungsstellen und Glücksspielkontrollorgane (16 regionale Koordinierungsstellen Glücksspielsucht). Sie arbeiten auf gesetzlicher Grundlage mit der GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Bundesländer) zusammen.

Ähnlich wie BeGambleAware arbeiten in Deutschland der freiwillige Verein Anonyme Spieler / Gamblers Anonymous (www.anonyme-spieler.org) und der Fachverband für Spielsucht (FAGS) (gluecksspielsucht.de). Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) - Koordiniert die Arbeit der regionalen Suchtberatungsstellen und führt Informationskampagnen und kostenlose Beratungen für Glücksspielsüchtige und ihre Familien durch. Alle diese Organisationen arbeiten aktiv zusammen und werden sogar teilweise von den führenden Online-Casinos für deutsche Spieler finanziert.

📞 Kontakt und Unterstützung

Wenn Sie Unterstützung, Beratung oder Hilfe bei der Spielsucht in Großbritannien benötigen, können Sie GambleAware auf bequeme Weise kontaktieren:

  1. Telefonnummer des kostenlosen, rund um die Uhr erreichbaren nationalen Beratungsdienstes: 0808 8020 133.
  2. Live-Chat: Wenden Sie sich online rund um die Uhr vertrauensvoll an die Berater.
  3. Adresse: Mit der Schließung am 31. März 2026 sind die direkten Kontaktwege von GambleAware nicht mehr aktiv.
  4. Aktuelle Anlaufstellen in Großbritannien: gamblingcommission.gov.uk;

📩 E-Mail auf besondere Anfrage:

Soziale Netzwerke des Unternehmens:

Schlussfolgerungen

GambleAware war seit 2002 tätig. Ab 2018 koordinierte die Organisation zentral die Spielsuchthilfe in Großbritannien. Nach der Schließung am 31. März 2026 liegt diese Aufgabe bei staatlichen Behörden, finanziert über eine Pflichtabgabe der Anbieter zwischen 0,1 und 1,1 Prozent des GGR. Für Spieler in Deutschland bleiben BZgA, FAGS und die regionalen Koordinierungsstellen die richtigen Ansprechpartner.