Stuttgart 21
Stuttgart 21 – ein kühnes städtebauliches Projekt und zugleich Symbol für eine politische Krise und Kosten in Milliardenhöhe. Schauen wir uns einmal an, was Stuttgart 21 eigentlich ist, welche Proteste es in Deutschland ausgelöst hat, wie hoch die Baukosten tatsächlich veranschlagt werden und wann der neue Bahnhof endlich die ersten Fahrgäste empfangen wird.
Stuttgart 21 ist ein umstrittenes, langfristiges und bedeutendes Bauprojekt
Stuttgart 21 ist nicht nur ein Umbau des Bahnhofs, sondern eine umfassende Umgestaltung der Eisenbahninfrastruktur im Südwesten Deutschlands. Das Projekt, dessen Kosten ursprünglich auf rund 2.500.000.000 € veranschlagt wurden, hat bis 2025 bereits mehr als 11.500.000.000 € verschlungen. Um den Stichbahnhof Stuttgart in einen modernen Verkehrsknotenpunkt zu verwandeln, mussten zudem fast 60 Kilometer neue Gleise und Dutzende Kilometer Tunnel verlegt werden.
Was ist also Stuttgart 21? Warum hat sich ein einfacher Plan zur Modernisierung des Bahnhofs zum umstrittensten Infrastruktur-Langzeitprojekt Deutschlands entwickelt? Wie hat es die politische Landschaft eines ganzen Bundeslandes verändert und ist zum Symbol für den Kampf der Zivilgesellschaft gegen den Staatsapparat geworden?
Name | Stuttgart 21 (als Teil des Projekts Stuttgart–Ulm) |
|---|---|
Art des Projekts | Umbau des Bahnknotens und Stadtentwicklung |
Region | Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland |
Initiator | Deutsche Bahn AG |
Wer baut das Projekt Stuttgart 21? | Die Deutsche Bahn (DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH) in Zusammenarbeit mit den Landesbehörden und der EU |
Baubeginn | 2010 – Beginn der Hauptbauarbeiten |
Fertigstellung | |
Bahnhofstyp | Unterirdischer Durchgangsbahnhof (zuvor oberirdischer Endbahnhof) |
Anzahl der Bahnsteige | 4 Bahnsteige (8 Gleise) |
Tunnellänge | 56 km |
Ursprüngliche Kosten | ca. 2.500.000.000 € (Mitte der 1990er Jahre vereinbart) |
Tatsächliche Kosten | über 11.500.000.000 € |
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Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH (PSU)
Historischer Hintergrund
Die Idee, den Kopfbahnhof in Stuttgart zu modernisieren, lag bereits seit den 1980er Jahren in der Luft. 1994 stellte die Deutsche Bahn offiziell das Projekt Stuttgart 21 vor. Hauptziel war es, Stuttgart in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz zu integrieren. Dazu musste der veraltete Kopfbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt werden.
1997 fand die erste Phase der öffentlichen Anhörungen im Rahmen der Landesplanung statt, damals gingen rund 14.000 Stellungnahmen ein. Trotzdem schritt das Projekt Stuttgart 21 voran. Im Jahr 2005 wurde der Bauplan genehmigt. Im Jahr 2006 gab der Landtag von Baden-Württemberg mit einer Mehrheit von 115 zu 15 Stimmen endgültig grünes Licht. Bemerkenswert ist, dass die konservative CDU, die zu diesem Zeitpunkt in Baden-Württemberg regierte, Stuttgart 21 aktiv vorantrieb.
Am 1. August 2010 begann der Abriss des Nordflügels des historischen Bahnhofs. Dieses Ereignis löste massive Proteste gegen Stuttgart 21 aus.
Der Höhepunkt war der „Schwarze Donnerstag“ am 30. September 2010, als die Polizei mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Tränengas Demonstranten im Schlossgarten auseinandertrieb, wobei mehr als hundert Menschen verletzt wurden. Der Konflikt radikalisierte die Gesellschaft und führte zu einer politischen Krise.
Tausende protestieren gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 und schließen sich den Demonstranten an
Die Regierung von Baden-Württemberg sah sich gezwungen, Verhandlungen mit dem Vermittler Heiner Geisler aufzunehmen. Am 27. November 2011 fand ein Referendum statt, bei dem den Bürgern die Frage gestellt wurde, ob Baden-Württemberg aus der Finanzierungsvereinbarung für das Projekt aussteigen solle. Trotz heftiger Debatten stimmten 58,8 % gegen einen Ausstieg und sprachen sich damit faktisch für die Fortsetzung des Baus aus. Paradoxerweise war es gerade dieses Referendum, das nach den Protesten initiiert wurde, das Stuttgart 21 vor dem Gesetz legitimierte. Die Chronologie des Projekts Stuttgart 21 sieht also wie folgt aus:
1994 | Öffentliche Vorstellung der Idee Stuttgart 21. |
|---|---|
1997 | Abschluss des Bürgerbeteiligungsverfahrens zur Raumplanung. |
2005 | Erlass des Planfeststellungsbeschlusses. |
2010 | Beginn des Abrisses des historischen Bahnhofsgebäudes und Welle massiver Proteste gegen Stuttgart 21. |
2011 | Sieg der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei den Wahlen in Baden-Württemberg, Volksabstimmung im November, die den Bau bestätigte. |
2012 | Veröffentlichung des umstrittenen McKinsey-Berichts mit einer Prognose zum Kostenanstieg. |
2022 | Eröffnung des neuen Abschnitts Wendlingen-Ulm im Rahmen von Stuttgart 21. |
2025 | Gericht verurteilt die Deutsche Bahn zur alleinigen Übernahme der Mehrkosten in Höhe von 6,5 Mrd. Euro. |
2026 | Medien berichten über eine Verschiebung der Eröffnung von Stuttgart 21 auf mindestens 2029. |
Ziele und Konzept des Projekts Stuttgart 21
Die wichtigste technische Aufgabe von Stuttgart 21 besteht in der Umgestaltung und Modernisierung des Endbahnhofs. Der alte Bahnhof mit 16 Stichgleisen soll zu einem unterirdischen Verkehrsknotenpunkt mit 8 Gleisen werden. Die Züge werden nicht mehr in die Stichgleise einfahren, sondern durch den Bahnhof hindurchfahren und dadurch Zeit sparen.
Zudem soll Stuttgart 21 die ICE-Verbindungen optimieren. Nach der vollständigen Fertigstellung von Stuttgart 21 werden ICE 3 und ICE 4 eine direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung gewährleisten und damit die Fahrzeiten verkürzen. Durch den neuen Tunnel durch Fildern und die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Ulm soll sich die Fahrzeit nach München von 2,5 auf 1,5 Stunden verkürzen. Und schließlich wird die Stadtentwicklung ein wichtiges Ergebnis von Stuttgart 21 sein. Da keine oberirdischen Gleise mehr benötigt werden, werden rund 85 Hektar frei. Das Gelände wird zum neuen Wohnviertel Stuttgart Rosenstein mit Tausenden von Wohnungen und Büros.
Baufortschritt von Stuttgart 21 und aktueller Stand
Derzeit laufen die Bauarbeiten im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 auf Hochtouren. Die Hauptanstrengungen konzentrieren sich auf den Tunnelbau und die Errichtung des unterirdischen Bahnhofs. Bis heute sind bereits 56 Kilometer Tunnel gebohrt worden. Ein zentrales Problem bleibt jedoch die schwierige Geologie. Die Bauarbeiter hatten mit Anhydrit zu kämpfen, das sich bei Kontakt mit Wasser ausdehnt, was zu Verformungen der Bauwerke führen konnte.
16. November 2025: Gleise im Nordtunnel auf der Baustelle des neuen Hauptbahnhofs Stuttgart 21 in Stuttgart, Deutschland
Derzeit ist die Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen–Ulm, die seit 2022 in Betrieb ist, bereits fast fertiggestellt. Zudem wird der neue Bahnhof Stuttgart Flughafen/Messe (Filderbahnhof) gebaut, der die Region an das Hauptstreckennetz anbinden wird. Ursprünglich war die Inbetriebnahme für Dezember 2021 geplant, später dann für Ende 2026. Ende 2025 räumte die Bahnchefin Evelyn Palla de facto ein, dass eine Eröffnung im Jahr 2026 unmöglich sei. Laut der Stuttgarter Zeitung vom Februar 2026 sprechen Insider von einer Fertigstellung frühestens im Jahr 2029. Das bedeutet, dass sich die Bauzeit auf mindestens 19 Jahre ausdehnen wird.
Über den aktuellen Stand des Projekts Stuttgart 21 kann man sich auf dem offiziellen YouTube-Kanal „Bahnprojekt Stuttgart-Ulm“ informieren, wo Videoberichte veröffentlicht werden. Auch auf LinkedIn sind aktuelle Fotos von Webcams und Visualisierungen des fertigen Objekts verfügbar. Auf den Baustellen von Stuttgart 21 finden regelmäßig kostenlose Führungen statt. Dort befindet sich auch der Informationspavillon InfoTurmStuttgart (ITS) mit einem Modell des zukünftigen Bahnhofs. So zog beispielsweise der große Tag der offenen Tür auf der Baustelle im Jahr 2025 Tausende von Besuchern an, die den Baufortschritt mit eigenen Augen sehen wollten.
Die Rundgänge umfassen die Besichtigung riesiger Baugruben und fertiggestellter Tunnel. Besondere Aufmerksamkeit erregen die Stützkonstruktionen der Stuttgart-21-Schale – das sind monumentale Betonkonstruktionen, die den Boden und das historische Bahnhofsgebäude stützen werden. Ebenfalls interessant sind die massiven Stützen, die die Gewölbe der unterirdischen Halle tragen. Für Touristen, die von weit her anreisen, befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofsplatzes das komfortable Althoff Hotel am Schlossgarten.
Wie viel kostet das Projekt Stuttgart 21?
Der finanzielle Aspekt von Stuttgart 21 ist nach wie vor das heikelste Thema. Die ursprüngliche Schätzung aus den 1990er Jahren belief sich auf rund 2 600 000 000 €. Bis 2009 stiegen die Kosten auf 4,1 Milliarden Euro, und zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Hauptverträge wurden sie auf 4,526 Milliarden Euro festgesetzt.
Baustelle Stuttgart 21: Der neue Hauptbahnhof mit Lichtaugen auf dem Dach – Panoramaaufnahme in Stuttgart, Deutschland
Es ist wichtig zu beachten, dass selbst die Eröffnung zusätzliche Kosten für die Bahn mit sich bringen wird. Dabei geht es nicht nur um den Bau, sondern auch um die Inbetriebnahme komplexer Sicherheitssysteme. Jede neue Einrichtung, wie beispielsweise die Leitstelle, das Lokomotivdepot und andere Objekte, erfordert eine Zertifizierung und den Anschluss an die Infrastruktur. Dies erhöht erneut die Kosten für das Projekt Stuttgart 21, die ohnehin schon auf 11.500.000.000 € angeschwollen sind. Die Entwicklung der Kosten verdeutlicht das Ausmaß des Problems:
1990er Jahre | Gemäß Plan wurden rund 2.600.000.000 € vereinbart |
|---|---|
2009 | 4.100.000.000 € |
2012 | Laut McKinsey-Bericht 6.800.000.000 € |
2020 | 8.200.000.000 € |
2025 | Zusammen mit den Rechtsstreitigkeiten mehr als 11.500.000.000 € |
Somit hat der tatsächliche Preis von Stuttgart 21 den ursprünglichen um fast das Fünffache überstiegen. Die Hauptursachen sind Fehleinschätzungen in der Geologie, steigende Materialpreise und die Komplexität der Koordination.
Wer finanziert Stuttgart 21?
Ursprünglich sollte das deutsche Eisenbahnprojekt Stuttgart 21 durch eine Partnerschaft finanziert werden. Die Deutsche Bahn spielte dabei eine Schlüsselrolle, doch auch die Bundesregierung, das Land Baden-Württemberg, der Flughafen und die Stadt Stuttgart stellten Mittel bereit. Die Mehrkosten wurden jedoch zum Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen. Im Oktober 2025 entschied das Gericht endgültig, dass die Deutsche Bahn alle Mehrkosten, die über die vereinbarte Obergrenze hinausgehen – mindestens 6.500.000.000 € – aus eigener Tasche tragen muss.
Kritik an Stuttgart 21 und Proteste
Das Projekt Stuttgart 21 wird in vielerlei Hinsicht kritisiert. Bürgerinitiativen wie „Stuttgart für alle“, „Parkschützer“ usw. setzen sich für den Erhalt des historischen Stadtbildes und gegen die Abholzung von Bäumen im alten Park ein. Im Jahr 2010 fand eine Großdemonstration statt. Sie versammelte rund 100.000 Menschen und ging als Beispiel für einen akuten Konflikt zwischen Staat und Gesellschaft in die jüngste Geschichte Deutschlands ein.
Auch die Umweltauswirkungen während des Baus von Stuttgart 21 werfen viele Fragen auf. Die Zerstörung von Grünflächen im Stadtzentrum und die Gefährdung der Mineralquellen von Bad Cannstatt beunruhigen Umweltschützer. Zudem behaupten einige Kritiker, dass der neue Bahnhof mit 8 Gleisen aufgrund der Vermischung der Zugströme eine geringere Durchlasskapazität haben werde als der alte mit 16 Gleisen. So entsteht ein Dilemma: Was ist besser – Geschwindigkeit, Zeitersparnis und die Freigabe von Bauland oder die Erhaltung des Kulturerbes und der Schutz der Umwelt?
Stuttgart 21 Bauprojekt: Aktueller Stand der Bauarbeiten
Auswirkungen von Stuttgart 21 auf den Verkehr und die Region
Natürlich haben die Fahrgäste derzeit aufgrund der Bauarbeiten und der Anbindung des neuen Knotenpunkts ständig mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Strecken werden oft gesperrt, Fahrpläne ändern sich, man muss lange Umwege in Kauf nehmen und mit Bussen statt mit Schienenersatzverkehr fahren. Die Fahrgäste kommen ständig zu spät, die Züge sind überfüllt und insgesamt läuft der S-Bahn-Betrieb unregelmäßig.
Trotz der Kritik wird das Projekt Stuttgart 21 nach seiner Inbetriebnahme die Verkehrslage in Süddeutschland verändern. Die Kapazität des neuen Bahnhofs soll durch eine Optimierung des Verkehrsflusses steigen. Die Bedeutung für das ICE-Netz ist enorm. Stuttgart wird kein „Sack“ mehr sein, sondern zu einem Knotenpunkt auf der Strecke Paris–Wien–Budapest werden. Die direkte Anbindung an den Flughafen, der Flughafenbahnhof und die Hochgeschwindigkeitsstrecke unter der Schwäbischen Alb werden die Verkehrsanbindung radikal verbessern.
Was passiert heute mit dem Projekt Stuttgart 21?
Heute ist Stuttgart 21 eine gigantische Baustelle. Das Ende scheint nahe, doch der Termin wird ständig auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Haupttunnel sind fertiggestellt, derzeit laufen Ausbauarbeiten und die Installation der Ausrüstung. Verzögerungen bei der Erteilung von Genehmigungen für neue Sicherheitssysteme und Schwierigkeiten bei der Anbindung der Digitalisierungstechnik (ETCS) gefährden jedoch den geplanten Zeitplan. Wenn das Projekt Stuttgart 21 schließlich fertiggestellt ist, soll es Folgendes gewährleisten:
- Eine Kapazität von bis zu 50 Zügen pro Stunde statt der derzeitigen 36.
- Eine Verkürzung der Fahrzeiten nach München und Zürich.
- Die Neugestaltung eines ganzen Stadtteils.
Stuttgart 21: Umbau und Modernisierung im Fokus
Ein Vergleich von vorher und nachher genügt:
Kriterien | Alter Hauptbahnhof | Neuer unterirdischer Bahnhof |
|---|---|---|
Bahnhofstyp | Endbahnhof | Durchgangsbahnhof |
Anzahl der Gleise | 16 oberirdische | 8 unterirdische |
Anbindung an den Flughafen | Nur über die S-Bahn, 30 Minuten | Direkter ICE, ca. 10 Minuten |
Zeitersparnis | – | Bis zu 20–30 Minuten auf der Strecke Stuttgart–Ulm |
Stadtbild | Eisenbahnstrecken trennen Stadtteile | 85 ha werden für das neue Stadtviertel Rosenstein freigegeben |
Stuttgart 21 ist für die deutsche Eisenbahninfrastruktur von großer Bedeutung. Es ist das erste Projekt dieser Größenordnung, das im dicht besiedelten Zentrum einer europäischen Stadt umgesetzt wird.
FAQ
Wann wird Stuttgart 21 fertig sein?
Offiziell ist Ende 2026 vorgesehen, doch inoffiziellen Angaben zufolge verschiebt sich die Eröffnung aufgrund der aktuellen Probleme auf 2029.
Seit wann wird Stuttgart 21 gebaut?
Die Bauarbeiten begannen 2010 mit dem Abriss der historischen Teile des Bahnhofs.
Warum heißt das Projekt Stuttgart 21?
Stuttgart 21 erhielt diesen Namen, weil sein Hauptziel die radikale Modernisierung des Stuttgarter Bahnknotens ist, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Einfach ausgedrückt symbolisiert die Zahl 21 die Zukunftsorientierung und den technologischen Fortschritt des neuen Jahrhunderts.
Wie viele Gleise umfasst das Projekt Stuttgart 21?
Der neue unterirdische Bahnhof wird über 8 Durchgangsgleise verfügen.
Wie viel sollte das Projekt Stuttgart 21 ursprünglich kosten?
Ursprünglich, Mitte der 1990er Jahre, wurde ein Betrag von etwa 2.600.000.000 € genannt. Bis 2009 stieg die Summe auf 4.100.000.000 €.
Wie lange wird Stuttgart 21 schon gebaut?
Anfang 2026 dauert der Bau bereits 16 Jahre.
Wann begann die Planung von Stuttgart 21?
Die ersten konkreten Pläne wurden 1994 von der Deutschen Bahn vorgestellt.
Wann soll das Projekt Stuttgart 21 abgeschlossen sein?
Nach den pessimistischsten realistischen Schätzungen vom Februar 2026 wird die Fertigstellung für etwa 2029 erwartet.
Wann sollte Stuttgart 21 ursprünglich fertiggestellt werden?
Das Projekt Stuttgart 21 sollte offiziell im Dezember 2026 in Betrieb genommen werden.
Warum dauert Stuttgart 21 so lange?
Die Hauptgründe sind die schwierige Geologie (Anhydrit), Planungsfehler, zahlreiche Klagen von Gegnern sowie geänderte Sicherheits- und technische Anforderungen. Hinzu kommen Probleme bei der Finanzierung und der Koordination von Dutzenden von Bauunternehmen, darunter Giganten wie Hitachi.
Wie soll Stuttgart 21 am Ende aussehen?
Im Stadtzentrum entsteht eine unterirdische Glashalle nach dem Entwurf des Architekten Christoph Ingenhoven. Das historische Bahnhofsgebäude Bonatzbau bleibt erhalten und wird zum Eingang des neuen Bahnhofs. An der Stelle der Gleise zwischen Königstraße und Sophienstraße entsteht ein neues Grüngebiet mit Wohn- und Bürogebäuden.






