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Der Harz

Nachdem wir zahlreiche deutsche und europäische Reiseführer durchforstet haben, haben wir die optimale Route durch das geheimnisvollste Mittelgebirge Deutschlands zusammengestellt. Im Folgenden erwarten Sie bewährte Informationen zur Logistik, Wissenswertes über den Nationalpark „Der Harz und eine Liste der Orte, die man unbedingt gesehen haben sollte.

von Emma Weber

Inhaltsverzeichnis
Panorama eines Tals im Harz

Panorama der Berge und Wälder des Harzes, Deutschland

Der Harz ist eine einzigartige Region in Norddeutschland, die als „Hexenland“ und „Dach des Nordens“ bezeichnet wird.

Es ist das nördlichste Mittelgebirge des Landes mit dem höchsten Punkt – dem Brocken, 1.142 Meter.

Jedes Jahr kommen Millionen von Reisenden hierher, um mit eigenen Augen die seltene Kombination aus unberührter Natur und mittelalterlichen Bauwerken zu erleben, die von der UNESCO als wertvoll für die gesamte Menschheit anerkannt wurden. Und natürlich floriert der Tourismus hier gerade dank der Möglichkeit, einen komfortablen Aktivurlaub zu genießen – mit guten Straßen, Hotels, Rad- und Skistrecken.

Hier, auf einer Fläche von mehr als 2.200 km², verflechten sich dichte Wälder, felsige Schluchten und Städte mit tausendjähriger Geschichte. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass dieses grüne Gebiet eine Schlüsselposition zwischen den Flüssen Weser und Elbe einnimmt.

Nationalpark Harz – Natur und dichte Wälder

Nationalpark Harz – Waldlandschaft

Vollständiger Name

Harz, Harzgebirge

Art des Gebiets

Mittelgebirge, teilweise als Nationalpark ausgewiesen

Wann entstand es?

Die geologische Entstehung begann vor etwa 350–250 Millionen Jahren im Paläozoikum

Region

Bundesländer: Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und teilweise Thüringen

Fläche des Harzes

2.226 km²

Höchster Punkt des Harzes

Brocken, 1.142 Meter über dem Meeresspiegel

Welche Ortschaften liegen in der Nähe

Goslar, Wernigerode, Quedlinburg, Osterode am Harz, Bad Lauterberg, Herzberg am Harz, Thale, Blankenburg, Stolberg, Allrode, Neustadt

Hauptlandschaft

57 % der Fläche sind mit Wald bedeckt (Fichtenmonokulturen wechseln sich mit Mischwäldern ab), Hochplateaus mit Mooren, tiefe Flusstäler (z. B. die Bode-Schlucht), Granitfelsen

Wo liegt der Harz?

Im Zentrum Deutschlands, zwischen den Flüssen Weser und Elbe

Koordinaten

51°45′ N, 10°38′ O

Hauptsehenswürdigkeiten

Nationalpark Harz, Brocken, die mittelalterlichen Stadtkerne von Goslar, Quedlinburg und Wernigerode, das Oberharzer Wasserregal, das Rathaus und das Schloss in Stolberg, das Schloss Blankenburg

Wie entstand der Harz?

Der Harz ist ein tektonisches Gebirge, das im Zuge der herzinischen Gebirgsbildung entstanden ist. Vor etwa 350 bis 250 Millionen Jahren, im Karbon, schuf die Kollision tektonischer Platten riesige Berge. Das heutige Erscheinungsbild des Gebirges ist jedoch das Ergebnis weitaus späterer Prozesse. Interessanterweise wird diese Region oft als die Heimat der Nadelbäume in Mitteleuropa bezeichnet, obwohl diese hier eigentlich schon seit vielen Jahrhunderten von Menschen gepflanzt wurden.

In der Kreidezeit, vor etwa 83 Millionen Jahren, wurde durch den enormen Druck beim Zusammenstoß der tektonischen Platten ein riesiger Block paläozoischer Gesteine entlang der Harznordrandverwerfung nach oben gedrückt. Die darüber liegenden Sedimentgesteine des Mesozoikums zerfielen im Laufe der Zeit und legten die Granit- und Schieferlandschaft frei, die wir heute sehen.

Warum lohnt sich ein Besuch im Harz?

Der Harz bietet eine unvergessliche Reise ins Herz Europas, wo Natur und Geschichte untrennbar miteinander verbunden sind. Die Region ist einzigartig in ihrer Lage. Das feuchte atlantische Klima im Westen trifft auf das trockene kontinentale Klima im Osten, was eine erstaunliche Artenvielfalt schafft.

Tourismus und Wandern im Harz, Deutschland

Waldweg im Nationalpark Harz

Es ist der ideale Ort zum Wandern, denn hier verläuft der berühmte Harzer-Hexen-Stieg mit einer Länge von rund 100 km. Radfahrer können unzählige Strecken und einen Teil des Europaradwegs R1 erkunden. Im Winter verwandelt sich der Harz. Auf Touristen warten Skigebiete wie beispielsweise der Wurmberg in Braunlage. Insgesamt gibt es hier über 500 km Skipisten und Rodelbahnen. Übrigens: Wenn Sie auf der Suche nach den besten Trekking-Zielen in Deutschland sind, dann sind die felsigen Pfade des Harzes genau der richtige Ausgangspunkt.

Doch der größte Vorteil des Harzes ist seine Ganzjährigkeit, denn er ist zu jeder Jahreszeit gleichermaßen schön. Im Frühling erwacht die Natur und in der Walpurgisnacht werden die Hexenlegenden lebendig. Der Sommer beschert warme Tage für Spaziergänge in den Bergen und durch mittelalterliche Gassen. Im Herbst leuchten die Laubwälder des Niederharzes in goldenen Farben, und im Winter verwandeln sich verschneite Fachwerkstädte wie Goslar und Quedlinburg mit Dutzenden von Weihnachtsmärkten in ein weihnachtliches Märchen.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es im Harz?

Wir haben eine Rangliste der 10 besten Sehenswürdigkeiten im Harz zusammengestellt, die Sie garantiert beeindrucken werden. Nicht umsonst zählt diese Region zu den schönsten Urlaubszielen in Deutschland.

  1. Der Brocken ist ein legendärer Berg, der an mehr als 300 Tagen im Jahr im Nebel liegt. Er ist nicht nur der höchste Punkt der Region, sondern auch ein Kraftort für Liebhaber des Okkulten. Der Überlieferung zufolge tanzen hier in der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai die Hexen. Auf den Gipfel führt die Schmalspurbahn der Harzer Schmalspurbahnen, und bei klarem Wetter bietet sich vom Plateau aus ein fantastischer Ausblick.

    Der Brocken im Harz, Deutschland

    Eine blühende Lupinenwiese vor dem Brocken im Harz

  2. Die Sehenswürdigkeiten von Goslar im Harz sind ein eigenes Kapitel der deutschen Geschichte. Die Altstadt von Goslar und das Bergwerk Rammelsberg gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Und der Goslarer Weihnachtsmarkt mit seinem einzigartigen unterirdischen Markt im Bergwerk gilt als einer der besten in Deutschland.
  3. Quedlinburg – eine authentische Stadt, ohne die man den Harz, seine Sehenswürdigkeiten und den einzigartigen Geist dieser Region kaum in vollem Umfang würdigen kann. Die Stadt an der Bode im Harz ist mit über 2.000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten ein Musterbeispiel mittelalterlicher Stadtplanung. Die Schlosskirche St. Servatius ist ein Meisterwerk der romanischen Architektur.

    Quedlinburg, UNESCO-Stadt, Harz

    Stadt Quedlinburg, mittelalterliche Atmosphäre

  4. Wernigerode – eine Stadt, die wegen der unglaublichen Vielfalt ihrer bunten Fachwerkfassaden auch „Die bunte Stadt am Harz“ genannt wird. Schloss Wernigerode wird oft mit dem bayerischen Königsschloss Neuschwanstein verglichen. Das Besondere an Wernigerode ist jedoch der Bahnhof der Harzer Schmalspurbahnen. Von hier aus fahren die historischen Dampflokomotiven auf den Gipfel des Brocken.
  5. Stolberg – die Perle des Südharzes. Zu den Sehenswürdigkeiten von Stolberg im Harz gehören die mittelalterliche Burg, die über der Stadt thront, und die wunderschön erhaltene Altstadt. Hier befindet sich auch ein Museum, das Thomas Münzer gewidmet ist.
  6. Rammelsberg – ein Museum und ein echtes Denkmal der Industriegeschichte. In diesem Bergwerk wurde über 1.000 Jahre lang Erz abgebaut. Besucher können in echte Stollen hinabsteigen und die Arbeitsbedingungen der Bergleute sehen.

    Rammelsberg, historisches Bergwerk, Harz

    Industriekomplex Rammelsberg, Deutschland

  7. Oderteich und Oberharzer Wasserregal – ein geniales Energieversorgungssystem des Mittelalters. Dieses Netz aus Teichen, Kanälen und unterirdischen Rinnen versorgte die Bergwerke mit Wasser. Heute ist es ein riesiges Freilichtmuseum und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
  8. Die Bode-Schlucht – einer der schönsten Orte für einen Urlaub in Deutschland. Die wilde und romantische Schlucht zwischen Thale und Treseburg ist ein wahres Wanderparadies. Sie ist auch ein wichtiger Teil einer Route, die die Sehenswürdigkeiten im Harz abdeckt und sich für einen Aktivurlaub mit älteren Kindern eignet.

    Wald und Felsen Bode-Schlucht Panorama

    Die Bode-Schlucht – Naturschlucht im Harz

  9. Die Sehenswürdigkeiten von Blankenburg im Harz beginnen mit der majestätischen Felsenburg, die schon von weitem gut zu sehen ist. Sie thront über der Stadt Blankenburg und bietet nicht nur historische Ausstellungen, sondern auch atemberaubende Ausblicke auf das Vorgebirge. In der Nähe befindet sich der berühmte, von Versailles inspirierte Terrassengarten – der Große Garten.
  10. Der Blaue See – ein kleiner, aber sehr fotogener See unweit von Neustadt. Er hat eine leuchtend türkisfarbene Färbung und ist von Wald umgeben. Die ungewöhnliche Färbung des Wassers ist am besten im Frühling zu sehen, wenn Schmelzwasser den See füllt und Kalzium aus dem Gestein auswäscht.

    Der BLAUE SEE im Harz

Der Nationalpark Harz verdient besondere Beachtung, denn er ist das Herzstück der wilden Natur der Region. Er wurde 1990 gegründet und schützt einzigartige Ökosysteme, von Fichtenwäldern bis hin zu Hochmooren. Er erstreckt sich von Wernigerode im Norden bis nach Herzberg im Süden und umfasst das Brockengebirge. Hier leben Luchse, Schwarzspechte und Rothirsche. Für Touristen wurden Dutzende von Wanderwegen angelegt, auf denen man beobachten kann, wie sich die Natur Gebiete zurückerobert, die durch Brände und Borkenkäferbefall geschädigt wurden.

Website

Nationalpark Harz

Öffnungszeiten

Das Parkgebiet ist rund um die Uhr geöffnet. Was die wichtigsten Zentren betrifft:

  • Das Brockenhaus ist täglich von 09:30 bis 17:00 Uhr geöffnet.
  • Das TorfHaus ist von April bis Oktober täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Von November bis März dienstags bis sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr, montags geschlossen, außer an Feiertagen.
  • Der HohneHof ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Eintritt

Der Eintritt in das Gebiet des Nationalparks ist kostenlos. Es handelt sich um öffentliches Eigentum. Gebühren fallen für Führungen, Fahrten mit den Harzer Schmalspurbahnen, Parken usw. an.

Kontakt zur Verwaltung

Die vier Jahreszeiten im Harz, Deutschland

Die vier Jahreszeiten im Harz, Deutschland

Obwohl die Region offiziell nicht zu den Top 7 der besten Sehenswürdigkeiten Deutschlands zählt, halten viele Reisende sie für ein absolutes Muss. Auch außerhalb des Harzes gibt es zahlreiche beeindruckende Orte, die einen Besuch wert sind. Dazu gehören die Dünen und Leuchttürme auf der Insel Amrum und auf Rügen, die endlosen Wälder des Bayerischen Waldes und die majestätischen Felsen des Nationalparks Sächsische Schweiz, die unendlichen Horizonte des Nationalparks Schwarzwald und die märchenhaften Kanäle des Biosphärenreservats Spreewald. Natürlich gehören dazu auch die Almwiesen des Allgäus und die malerischen Gewässer des Chiemsees, die herrlichen Bayerischen Alpen und das märchenhafte Altmühltal, der Safaripark Serengeti Hodenhagen und die endlose Ostsee, die Mecklenburgische Seenplatte und die Eifel mit ihren erloschenen Vulkanen.

Wie kommt man in den Harz?

Eine Reise in den Harz lässt sich bequem planen, je nachdem, woher Sie starten. Die Entfernung von Berlin nach Wernigerode beträgt beispielsweise etwa 250 km. Am bequemsten ist die Anreise natürlich mit dem Auto. Von Berlin aus sind es über die Autobahnen A2 und A36 weniger als 3 Stunden. Von Hannover aus führt die A7 dorthin. In großen Touristenzielen wie Wernigerode oder Goslar gibt es gut organisierte kostenpflichtige Parkplätze mit Wegweiser zum Zentrum. Der Parkplatz des Hasseröder Ferienparks ist zum Beispiel ein hervorragender Ausgangspunkt für Waldspaziergänge.

Zug durch die Wälder des Harzes, Deutschland

Touristenzug im Harz, Bergstrecke

Der Harz ist hervorragend an das Netz der Deutschen Bahn angebunden. Wichtige Knotenpunkte sind Goslar, Wernigerode und Thale. Von dort aus kann man auf lokale Busse oder die berühmte Schmalspurbahn umsteigen. Für die Planung von Routen mit Zug, Bus, Straßenbahn, Taxi und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die Nutzung der App „harzbewegt“ (iOS, Android).

Wo kann man im Harz essen?

Traditionelle Küche der Harzregion, Deutschland, Gerichte

Traditionelle Speisen aus dem Harz

Im Harz liebt man herzhafte Gerichte, Wild und lokalen Käse. Hier sind einige bewährte Adressen:

  • In Wernigerode gibt es das „Altes Postamt“, ein Restaurant im Gebäude der ehemaligen Post mit ausgezeichneter deutscher Küche. Probieren Sie hier Wildgerichte oder Gerichte aus Wildschwein.
  • In Goslar kommen Bierliebhaber voll auf ihre Kosten. Besuchen Sie das Brauhaus Goslar und probieren Sie die lokale Biersorte Gose und die traditionelle Schweinshaxe.
  • In Quedlinburg sollten Sie das Brauhaus Lüdde besuchen. Hier wird das dunkle Bier „Pubarschknall“ gebraut und der köstliche Harzer Käse in einer Marinade aus Zwiebeln und Essig zubereitet.
  • Unweit von Treseburg liegt Kukki’s Erbsensuppe – die legendäre Feldküche an der B185. Hier wird in riesigen Kesseln die beste Erbsensuppe Deutschlands zubereitet. Selbst bei Regen stehen die Leute Schlange!
  • Ganz oben auf dem Brocken befindet sich das Restaurant Brockenwirt. Das Essen hier ist einfach, aber die Aussicht aus dem Fenster in 1141 Metern Höhe ist unbezahlbar.

In den meisten dieser Lokale ist es ratsam, einen Tisch im Voraus zu reservieren, besonders an Wochenenden, wenn viele Touristen in die Berge strömen.

Hotels in der Nähe des Harzes

Waldbach im Harz

Sommerlandschaft im Nationalpark Harz

Im Harz finden Touristen eine Vielzahl an Unterkunftsmöglichkeiten, von Campingplätzen bis hin zu Luxushotels.

  • Hasseröder Ferienpark in Wernigerode. Dies ist ein riesiger Komplex mit 145 Ferienhäusern und Apartments. Hier gibt es einen Wasserpark mit Rutschen, Saunen und einen überdachten Spielbereich für Kinder.

  • Am Krähenberg – Der Campingplatz im Harz. Ein Campingplatz für alle, die der Natur näher sein möchten. Bietet in der Regel Stellplätze für Zelte und kleine Hütten.

  • Der Wolfshof – Dein Zuhause im Harz. Dies ist ein gemütliches 3-Sterne-Hotel im Ort Wolfshagen im westlichen Teil des Harzes.

  • Hotel Kaiser Hof in Goslar. Dies ist ein Hotel mit historischem Charme, das sich im ehemaligen Zunfthaus am Goslarer Marktplatz befindet.

  • Torfhaus HARZRESORT in Torfhaus. Es ist eines der höchstgelegenen Hotels der Region und liegt direkt am beliebten Brockenwanderweg.

  • Schlosshotel Blankenburg in Blankenburg. Dies ist ein luxuriöses 4-Sterne-Wellnesshotel in einem ehemaligen Kasernengebäude neben den Schlossgärten.

Die Übernachtungskosten in der Region hängen stark vom Komfortniveau und der Saison ab. Im Durchschnitt kostet ein Stellplatz auf dem Campingplatz 15–30 € pro Nacht, und ein Standard-Doppelzimmer in einem 3- bis 4-Sterne-Hotel kostet zwischen 90 € und 150 € inklusive Frühstück. Luxuriöse Apartments oder separate Chalets mit eigener Sauna und Bergblick können 250 € und mehr kosten, insbesondere während der Weihnachtsmärkte oder der Winterferien.

Der Harz mit Kindern

Eine Reise mit Kindern in den Harz ist eine hervorragende Idee. Die Region bietet zahlreiche Aktivitäten, die jungen Touristen gefallen werden. Hier einige Tipps:

  • Eine der besten Familienrouten ist die Wanderung zum Blauen See. Eine Tour durch die Bodeschlucht oder in die Einhornhöhle (Sehenswürdigkeiten in Bad Lauterberg im Harz) wird älteren Kindern gefallen.
  • Der Wasserpark im Hasseröder Ferienpark ist nicht nur für Hotelgäste zugänglich. Dort gibt es auch Spielplätze.
  • Tiere kann man in naturnahen Gehegen beobachten, zum Beispiel im Wildpark Lüneburger Heide. Dieser liegt zwar etwas weiter nördlich, aber ein Besuch im Wildpark wird oft mit einer Reise in den Harz verbunden.
Urlaub mit Kindern im Harz, Spaziergänge, Familie

Familienurlaub im Harz, Deutschland

Außerdem wird es für Schüler interessant sein, das interaktive Museum im Bergwerk Rammelsberg zu besuchen. Wenn Ihre Kinder Legenden lieben, sollten Sie sie unbedingt ins Hexenmuseum in Goslar mitnehmen.

Interessante Fakten über den Harz

Der Harz ist eine Region, in der die Märchen der Brüder Grimm lebendig werden. Eine der bekanntesten Legenden ist die Geschichte vom Riesen Bodō, der die schöne Prinzessin Brunhilda verfolgte. Um sich zu retten, sprang sie auf ihrem Pferd über eine tiefe Schlucht. Auf dem Felsen Rosstrappe ist bis heute der riesige Hufabdruck ihres Pferdes zu sehen, während der sie verfolgende Bodō in den Fluss stürzte und sich in einen schwarzen Hund verwandelte, der die goldene Krone der Prinzessin auf dem Grund der Bode bewacht.

Der Brocken galt jahrhundertelang als Haupttreffpunkt der Hexen aus ganz Europa. Dem Volksglauben zufolge fliegen die Hexen in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai (Walpurgisnacht) auf Besen zum Gipfel, um einen Hexensabbat abzuhalten und den Frühlingsanfang zu feiern, nachdem sie den Winter vertrieben haben. Heute ist dies ein grandioses Fest. In den Städten Wernigerode, Thale und Goslar verkleiden sich Tausende von Menschen als Unholde, überall werden Lagerfeuer entzündet und theatralische Darbietungen aufgeführt.

Geheimnisse des Nationalparks Harz

Nebelverhangener Wald im Harz – mystische Atmosphäre

Erwähnenswert ist auch, dass der Harz das „energetische Herz“ des Heiligen Römischen Reiches war. Dank des Reichtums der Bodenschätze, insbesondere der Bergwerke am Rammelsberg, konnten die Kaiser Münzen prägen und monumentale Paläste errichten. Genau hier entstanden viele technische Lösungen im Bergbau, die sich später auf der ganzen Welt verbreiteten.

Die dichten Wälder rund um Osterode werden oft als Heimat des Balsambaums bezeichnet, da das lokale Nadellaub einen hohen Gehalt an heilenden Harzen aufweist und der Waldbalsam entlang der Gebirgsbäche üppig blüht. Leider steht der Harz heute vor einer ökologischen Katastrophe. Seit 2018 haben Dürre und der Borkenkäferbefall riesige Flächen der vom Menschen gepflanzten Fichtenmonokulturen zerstört. Derzeit tun die Förster alles, um die Hauptattraktion des Harzes – seine Wälder – zu erhalten.

Tipps

Natur im Harz, Deutschland – Wälder und Berge

Wildnis im Harz, Deutschland – Panorama

Hier sind einige wichtige Tipps:

  • Für eine Reise in den Harz sollten Sie mindestens 3–4 Tage einplanen. Diese Zeit reicht aus, um den Brocken zu besteigen und den Nationalpark ausgiebig zu erkunden.
  • In 5–7 Tagen kann man die gesamte Region in aller Ruhe erkunden, einschließlich Stolberg, Quedlinburg und die Sehenswürdigkeiten von Herzberg am Harz.
  • Wenn Sie vorhaben, viele Museen und Burgen zu besuchen und die Bergbahnen zu nutzen, lohnt es sich, die HarzCard für 48 Stunden oder 4 Tage zu kaufen. Die Karte gewährt Zugang zu Dutzenden von Sehenswürdigkeiten in der Region. In der 4-Tages-Version der HarzCard ist auch eine einfache Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahnen auf den Brocken enthalten.
  • Nehmen Sie auch im Sommer eine Regenjacke und warme Kleidung mit – auf den Gipfeln kann es windig und kalt sein. Die Jahresdurchschnittstemperatur auf dem Brocken beträgt nur +3,5 °C.
  • Überprüfen Sie im Winter unbedingt die Straßenverhältnisse über die App „harzbewegt“. Die Schneehöhe kann bis zu 6 Meter betragen, weshalb einige Pässe und Ausflugsrouten gesperrt werden.

Im Harz können Sie auf malerischen Routen wandern, die mittelalterlichen Straßen von Wernigerode und Quedlinburg erkunden, den Brocken besteigen oder Zeit im Nationalpark verbringen.

FAQ

Wo ist der Harz am schönsten?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, aber die meisten Touristen nennen das Bodetal und den Brocken als ihre Favoriten. Auch Goslar, Quedlinburg und Osterode am Harz sind sehenswert.

Wie hoch ist der Brocken im Harz?

1141 Meter über dem Meeresspiegel.

Zu welchem Bundesland gehört der Harz?

Der Harz liegt auf dem Gebiet von drei Bundesländern – Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und einem kleinen Teil von Thüringen.

Wie hoch ist der Wurmberg im Harz?

Er ist mit 971 Metern der höchste Punkt in Niedersachsen.

Warum heißt der Harz „der Harz“?

Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort „Hardt“ oder „Hart“ ab, was „bewaldete Berge“ oder „Wald am Hang“ bedeutet.

Wie alt ist der Harz?

Die ältesten Gesteinsarten, zum Beispiel der Gneis aus Ecker, sind über 560 Millionen Jahre alt. Die Entstehung der heutigen Gebirgslandschaft erfolgte jedoch vor etwa 83 Millionen Jahren.

Warum ist der Wald im Harz so stark geschädigt?

Die Hauptursachen sind die langanhaltende Dürre von 2018 bis 2022 und die Massenvermehrung des Borkenkäfers, der geschwächte Fichten befällt.

Wie hoch ist die Schneedecke im Harz?

Auf dem Brocken können die Schneeverwehungen bis zu 6 Meter hoch sein.

Wie sicher ist die Schneelage im Harz?

In Höhenlagen über 800 Metern liegt der Schnee deutlich länger, doch aufgrund des Klimawandels gibt es keine Garantie. Wintersportorte setzen zur Absicherung Schneekanonen ein.

Wo liegt der Brocken im Harz?

Im Bundesland Sachsen-Anhalt, nahe der Grenze zu Niedersachsen, südwestlich von Wernigerode.

Wie hat der Bergbau den Harz verändert?

Der Bergbau hat den Harz stark verändert. Zum einen hat er die Landschaft umgestaltet und im Mittelalter für den wirtschaftlichen Aufschwung der Städte gesorgt. Zum anderen hat er aber auch der Umwelt geschadet. Die Abholzung der Wälder zur Brennstoffgewinnung führte zu einer Veränderung der Baumarten und zu den heutigen Problemen der Forstwirtschaft.