Unternehmen

Die Generationenakademie: eine Plattform für moderne Aktivisten

von Markus Schneider

Inhaltsverzeichnis
Die Generationenakademie

Name

Generationenakademie

Tätigkeit

2010 bis 2020

Gründer

Migros-Kulturprozent (Initiative der Migros-Genossenschaften)

Ort

Zürich, Schweiz (mit Fokus auf Regionen wie Zürich, Bern und Solothurn)

Ziel

Austausch und Vernetzung von Akteuren für Generationenprojekte, Förderung des Miteinanders zwischen Alt und Jung

Tätigkeit

Vernetzungstage, Fachtagungen, Workshops, Projektbesuche, öffentliche Diskussionen

Events

Zukunfts-Kafis, Workshops «Entwicklungsraum»

Soziale Projekte

Netzwerk für Generationenprojekte in Bereichen Kultur, Gesundheit und Lernen, Begegnungen; Ideenspeicher, Unterstützung von Initiativen zum Zusammenleben

Zielgruppe

Projekt-Initianten, Akteure im Generationenbereich, Interessierte an Generationenbeziehungen

Kontakt

Postfach 8031, Zürich, Tel.: +41 44 277 22 19

Idee zur Gründung des Projekts

In diesem Artikel berichte ich von einem sozial sehr wichtigen Projekt, dessen Hauptthema sicherlich jeden Menschen in jeder Lebensphase betrifft.

Die Idee des Migros-Kulturprozent geht auf seinen Gründer Gottlieb Duttweiler zurück. Schon 1941 plante er, 1 % des Migros-Umsatzes für Kultur und soziale Zwecke einzusetzen. 1957 verankerte er dies verbindlich in den Migros-Statuten. Neben kommerziellem Erfolg war auch der Beitrag zur sozialen Entwicklung ein wichtiges Unternehmensziel.

Gottlieb Duttweiler - Schweizer Unternehmer

Gottlieb Duttweiler

Das Migros-Kulturprozent verpflichtet den Migros-Genossenschafts-Bund mit 1 % und Regionalgenossenschaften mit 0,5 % zu einem jährlichen Beitrag, auch bei sinkendem Umsatz. Dies garantiert die kontinuierliche Unterstützung für Kultur, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Institutionen wie «Parks im Grünen», die Monte-Generoso-Bahn in Tessin, die Klubschule Migros, GDI oder das Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich sowie verschiedene andere Projekte erhielten diese Förderung.

Die Idee zur Gründung der Generationen Akademie entstand aus der Erkenntnis, dass der generationenübergreifende Austausch in der Schweiz gestärkt werden muss. Die Akademie wurde 2010 als Reaktion auf gesellschaftliche Herausforderungen wie die Alterung der Bevölkerung und die mangelnde Vernetzung zwischen Jung und Alt geschaffen. 

Das Team vom ​Migros-Kulturprozent erkannte, dass bestehende Generationenprojekte isoliert agierten. Es fehlte ein zentraler Austausch. Die Generationenakademie sollte als Plattform dienen, um Ideen zu bündeln, Wissen zu teilen und neue Initiativen anzustossen.

Folgende Ziele und Aufgaben hatte die Akademie:

  • Förderung des Miteinanders zwischen Generationen
  • Stärkung von sozialem Zusammenhalt, Partizipation, Integration und Inklusion
  • Schaffung nachhaltiger Beziehungen über Altersgrenzen hinweg
  • Aufbau eines nationalen Netzwerks, das Projekte sichtbar macht und den gesellschaftlichen Dialog anregt

Im nächsten Abschnitt zeige ich auf, ob es der Generationen Akademie und Migros Ostschweiz gelungen ist, die oben genannten Ziele zu erreichen, welche Veranstaltungen organisiert wurden und welche Erfolge zu nennen sind.

Tätigkeit der Akademie

Die Arbeit der Akademie bestand darin, ein Netzwerk für Projekte zwischen Generationen aufzubauen. Sie brachte Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Gemeinsam entwickelten sie Lösungen für das Zusammenleben der Generationen. Die Akademie war von 2010 bis Ende 2020 dank der finanziellen Unterstützung ihres Hauptsponsors, dem Migros-Kulturprozent, aktiv.

Migros-Kulturprozent (Logo)

Logo des Migros-Kulturprozent

​Die Hauptthemen waren Zusammenleben, Nachbarschaft, Mitmachen in der Gesellschaft, Integration und Freiwilligenarbeit. Man führte Veranstaltungen in verschiedenen Teilen der Schweiz durch, darunter Zürich, Bern, Solothurn und Graubünden sowie im Nordwesten, in der Ost- und Zentralschweiz.

Die Generations Academy organisierte regelmässige Austauschtage, auf denen Akteure ihre Projekte vorstellten, Debatten führten und voneinander lernten. Fachleute konnten hier Herausforderungen diskutieren und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Generationenübergreifende Programme verbanden Jung und Alt bei gemeinsamen Aktivitäten. Die Besuche erfolgreicher Projekte ermöglichten Einblicke in die Praxis und den Austausch mit Initiatoren vor Ort. Öffentliche Diskussionen zu gesellschaftlichen Themen regten den Dialog über Altersgrenzen hinweg an. 

Diese vielfältigen Formate schufen ein lebendiges Netzwerk und stärkten das intergenerationelle Engagement in der Schweiz. Auch nach dem Projektende 2020 blieb der Ideenspeicher als wertvolle Ressource erhalten, um Generationenprojekte weiterhin nachhaltig zu unterstützen.

Projekte der sozialen Initiativen

Nachfolgend biete ich Ihnen einen Überblick über die sozialen Projekte der Akademie der Generationen, die im Rahmen der Plattform entstanden oder von ihr begleitet wurden.

Die Akademie unterstützte ein breites Spektrum an sozialen Initiativen, die den Austausch zwischen Generationen in der Schweiz stärkten. Zielgruppe waren Projektinitiatoren, Ehrenamtliche, Schulen, Museen, Nachbarschaften und Institutionen, also Menschen jeden Alters, die generationenübergreifend agieren wollten.

Die Projektbereiche waren vielfältig und umfassten insbesondere Begegnungen, Nachbarschaftsinitiativen, Vernetzungsprojekte, kulturelle Events, Gesundheit und Erlernen neuer Kompetenzen. Sie richteten sich an regionale Bedürfnisse in Zürich, Bern, der Ostschweiz und in anderen Regionen. 

Die Generationenakademie

Begegnungen in der Generationenakademie

Begegnung

Projekte der Kategorie «Begegnung» konzentrierten sich auf spontane und lockere Treffen zwischen Generationen. Ziel war es, alltägliche Barrieren abzubauen und natürliche Interaktionen zu fördern. Folgende Projekte in dieser Kategorie waren erfolgreich:

  • Begegnung G (Stäfa ZH): dies war ein abwechslungsreiches Programm für Schüler zur Förderung des Generationenaustauschs. Die Kinder besuchten Weinberge, führten ein Erzählcafé im Alterszentrum, nahmen an Samariternachmittagen teil und kommunizierten bei Seniorentreffen mit bis zu 30 Älteren.
  • Begegnungsorte für Jung und Alt (Gossau SG): die Projektgruppe in Gossau analysierte bestehende Treffpunkte für Jung und Alt. Sie prüfte potenzielle Orte, stimmte Verbesserungen mit Akteuren der Stadt ab und entwickelte konkrete Massnahmen für bessere Begegnungsmöglichkeiten.
  • Das Dorfrestaurant wird zur Begegnungsstätte (Mörschwil SG): das Dorfrestaurant in Mörschwil sollte zum zentralen Treffpunkt für alle Generationen werden. Eine Gruppe erfasste durch Umfragen und Gespräche Bedürfnisse und plante die Umsetzung mit breitem Rückhalt aller Beteiligten.
Begegnungen zwischen den Generationen, die Generationenakademie

Begegnungen zwischen den Generationen

Nachbarschaft

Projekte in dieser Kategorie zeigten, wie das Leben der älteren Nachbargeneration verbessert werden kann.

  • Chrüzmatt (Hitzkirch LU): in Hitzkirch plante man ein Mehrgenerationenquartier direkt neben dem Pflegeheim. Ältere Menschen mit steigendem Betreuungsbedarf sollten dort möglichst selbstständig zu Hause bleiben können. Eine professionelle Betreuung koordinierte die Unterstützung durch Nachbarn.
  • «Guckdoch» (Mörschwil SG): dieses Projekt machte freiwilliges Engagement in Mörschwil sichtbar. Durch eine Umfrage wurde der Umfang der ehrenamtlichen Arbeit erfasst. Mit Porträts von Helfern, Gruppen und Vereinen sowie einem Fest 2015 wurden die «guten Taten» gefeiert.
  • «Zusammen leben – Gemeinsam gestalten »(Schenkon LU): die Wohnanlage in Schenkon vereinte alle Generationen unter einem Dach. Bewohner verschiedenen Alters trafen sich an offenen Treffpunkten, tauschten Erfahrungen aus und leisteten gegenseitig Unterstützung im Alltag.

Netzwerke

Netzwerk-Projekte vereinten verschiedene Generationen landesweit. Beispiele für implementierte Projekte waren:

  • Berner Generationenhaus (Bern BE): das Berner Generationenhaus deckte die Informations- und Begegnungsbedürfnisse aller Altersgruppen ab. Es bot sowohl generationenübergreifende als auch generationsspezifische Programme. ​
  • Verein Generationenhaus Davos (Davos GR): der Verein entwickelte gemeinnützige Einrichtungen für Davos. Diese sollten vielfältige generationenübergreifende soziale und gesellschaftliche Angebote beherbergen. Ziel war ein lebendiger Austausch zwischen allen Generationen.
  • «8und80 – die Generationenwerkstatt» (Binningen BL): in Binningen schuf 8und80.ch einen virtuellen Marktplatz für intergenerationelle Dienstleistungen. Die Plattform verknüpfte Menschen, Ideen, Bedürfnisse und Angebote aller Altersgruppen. So entstand ein Pool für gegenseitige Unterstützung.
Berner Generationenhaus (Bern BE)

Berner Generationenhaus

Kultur

Kulturelle Projekte waren sehr wirksam, um Generationen zusammenzubringen und allen Teilnehmern zu helfen, gemeinsam Interessantes zu entdecken.

  • Generationen-Battle-Rap: Senioren und Jugendliche meisterten gemeinsam zeitgenössische Probleme durch Battle-Rap. Junge Rapper brachten Sprachwitz ein, ältere Generationen trugen ihre Botschaften bei. Gemeinsam entstanden Texte zu aktuellen Themen, die live präsentiert wurden.
  • Das Generationenzelt für Feste (Mörschwil SG): bei Festen sorgte das Generationenzelt für kulinarische Generationenmischung. Vom traditionellen Hackbraten bis zum modernen Döner fand sich alles unter einem Dach. So entstand beim gemeinsamen Essen ein natürlicher Austausch zwischen Jung und Alt.
  • Maschen verbinden: ein Kunstprojekt knüpfte wörtlich und bildlich Netze zwischen Generationen. Viele Menschen arbeiteten dabei zusammen an einem echten Netz, das ein Symbol für die menschliche Vernetzung sein sollte. Die Ausstellung in einem öffentlichen Raum krönte dieses kreative Miteinander.
Die Generationenakademie (Schweiz)

Veranstaltungen in der Generationenakademie

Gesundheit/Lernen

Diese Projekte verbesserten die Kompetenzen und soziale Anpassung der älteren Generationen.

  • Bewegungspark (Winterthur ZH): im Eulachpark Winterthur mit Trainingsgeräten für alle Altersgruppen förderte der jährliche Bewegungstag seit 2012 den aktiven Generationenaustausch. Die Organisatorinnen Danièlle Schlund und Katharina Obrist sorgten für regelmässige Begegnungen durch Sport.
  • Begegnung durch Bewegung (Basel BS): die Stiftung Hopp-la entwickelte im Schützenmattpark wissenschaftlich fundierte Bewegungsgeräte. Trainingsleiter unterstützten Besucher aller Generationen bei den Spiel- und Bewegungsinseln.
  • Jugendliche helfen Senioren: Jugendliche unterstützten Senioren bei der Smartphone-, Tablet- und Computernutzung. Über gemeinsames Interesse an Technik entstand ein tieferes Verständnis zwischen den Generationen. Die Älteren konnten durch diese praktische Hilfe ihre digitalen Fähigkeiten erweitern.
Jugendliche helfen Senioren, die Generationenakademie

Jugendliche helfen Senioren

Veranstaltungen

Weitere Tätigkeiten umfassten öffentliche Veranstaltungen für Diskussionen sowie Reflexionsräume für Diskurse zu Fragen des Zusammenlebens von verschiedenen Generationen. Zu erfolgreichen Formaten gehören:

  • Marktplatz. Diese Tauschbörse war ein zentrales Format der Generationenakademie. Ehrenamtliche, Vereine und Initiatoren präsentierten hier ihre Generationenprojekte an Ständen. Interessierte konnten sich informieren, Kontakte knüpfen und Kooperationen starten. Besonders gefragt waren Lösungen für die Isolation älterer Menschen und gemeinsame Aktivitäten für Jung und Alt. Im Rahmen dieses Formats wurden vier Marktplätze und eine Fachtagung durchgeführt.
  • Vernetzungstag. Der Tag für Networking brachte Akteure aus der ganzen Schweiz zusammen. Projektverantwortliche stellten Erfolge vor, diskutierten Herausforderungen und tauschten Best Practices aus. An vier durchgeführten Vernetzungstagen arbeiteten Besucher aus Vereinen, Gemeinden und Institutionen an Lösungen für generationenübergreifende Projekte. 
  • Expedition. Drei Expeditionen führten zu besonders erfolgreichen Generationenprojekten vor Ort. Bei der letzten Expedition wurde das Quartierwohnzimmer Wetzikon besucht und das Thema der Mobilität untersucht.
Vernetzungstag, dieGenerationenakademie

Vernetzungstag 2018

Workshops und Meisterklassen

Die Generationenakademie bot unterschiedliche Workshop-Formate an, die Akteure in Zürich, Bern und Regionen schulten. Der Fokus lag dabei auf praktischen Tools für Projektplanung und Vernetzung. Die Workshops dauerten zwei Stunden bis einen Tag und nutzten Diskussionen sowie Rollenspiele. Dieses Arbeitsformat ermöglichte es, Hunderten Teilnehmern wertvolle praktische Informationen und Inspiration zu bieten.

Ein der gefragten Form des Workshops waren die Zukunfts-Kafis. Sie vereinten eine entspannte Atmosphäre, Fachkompetenz und einen Geist der Zusammenarbeit, wodurch neue Ideen entstanden. Beispiele sind:

  • Zukunfts-Kafi Mörschwil SG (26. April 2014, Gemeindehaus Mörschwil): ungefähr 70 Personen aus Vereinen, Handel, Behörden und Politik besprachen das Dorfleben. In der behaglichen Café-Umgebung entwickelten sie neun durchdachte Projektvorschläge.
  • Zukunfts-Kafi Gossau SG (24. Mai 2014): nach Einladung der Gemeinde Gossau kamen 65 Bürgerinnen und Bürger zusammen. Unterstützt durch die Generationenakademie, das Migros-Kulturprozent Ostschweiz und den Förderverein OstSinn erarbeiteten sie Vorschläge für ein gemeinsames Leben aller Generationen.
  • Zukunfts-Kafi Rorschacherberg SG (29. November 2014, Aula Oberstufe Steig): Junge und Alte aus der Gemeinde wurden herzlich eingeladen, über ein harmonisches Zusammenleben vor Ort nachzudenken. Das Treffen inspirierte zu handfesten Vorschlägen für regionale Vorhaben.
Zukunfts-Kafi, Muri, Schweiz

Zukunfts-Kafi 2019

Der Entwicklungsraum für Projekte war ein intensives anderthalbtägiges Projekt-Inkubator-Programm. Es ging dabei um Generationenprojekte, die noch in Planung waren. Dabei konnten Ehrenamtliche und Fachleute Ideen besprechen und Fragen klären. Der Austausch und die Kontakte halfen sehr. Praktische Tipps zur Umsetzung gaben den Teilnehmern weiteren Ansporn für ihre Pläne. Beispiele für Veranstaltungen umfassen:

  • Entwicklungsraum (April 2016): am 22. und 23. April 2016 fand der Workshop in Luzern statt. Dabei wurden Feedback und Impulse für Projekte in Planung gegeben. Die Teilnehmer diskutierten ihre Vorhaben und erhielten konkrete Tipps zur Umsetzung. Besonders viel Raum gab es für den Austausch unter den Initiatoren.
  • Entwicklungsraum (November 2015): am 6. und 7. November 2015 trafen sich 16 Teilnehmer in Luzern zum zweiten Workshop. Sie präsentierten und diskutierten 13 Generationenprojekte in unterschiedlichen Phasen. Der lebhafte Austausch mit engagierten Personen verschiedenen Alters prägte das Ereignis.
  • Entwicklungsraum (März 2015): am 20. und 21. März 2015 kamen 16 Vertreter verschiedener Generationen in Luzern zusammen. Die generationenübergreifende Gruppe diskutierte lebendig ihre Projekte. Dies resultierte in fruchtbaren und unterhaltsamen Impulsen.
Entwicklungsraum, Zürich

Entwicklungsraum

Partner

Das Migros-Kulturprozent ist der Hauptinitiator und finanzielle Unterstützer der Generationenakademie. Es gründete die Akademie 2010 und unterstützte sie bis 2020 als nationales Netzwerk. Das Kulturprozent stellte dabei Startkapital und Projektleitung zur Verfügung und verband alle Partner in der ganzen Schweiz. Dank Migros fanden Weiterbildungen in mehreren Gemeinden statt und es wurden Generationendebatten organisiert. Der Ideenspeicher bleibt weiterhin als bleibende Ressource erhalten.

Andere Partner waren:

  • ​Die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (www.sagw.ch): Sie baute das Netzwerk Generationenbeziehungen auf. Gemeinsam mit der SAGW veranstaltete die Akademie den trinationalen Workshop 2013 am Gottlieb-Duttweiler-Institut, den nationalen Workshop in Bern (2014) und die Tagung «Zusammen leben» (2016).
  • Die Plattform «Intergeneration» (www.intergeneration.ch): diese Plattform der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) macht Generationenprojekte online sichtbar, vernetzt Akteure und gibt Innovationsimpulse. Sie ergänzte die Arbeit des Migros-Kulturprozents und SAGW durch eine vollständige Übersicht über Aktivitäten in der ganzen Schweiz​.
  • «OstSinn – Raum für mehr» (www.ostsinn.ch): diese Ostschweizer Nachhaltigkeitsplattform förderte Projekte gemeinsam mit Migros Ostschweiz. Sie begleitete Gemeinden bei zukunftsorientierter Planung.
  • Edition Unik (www.edition.unik.ch): dies ist eine 2015 von Heller Enterprises aufgebaute Plattform, die Lebensgeschichten ohne literarische Ambitionen sammelt. Die Generationenakademie organisierte 2016 mit Edition Unik gemeinsame Lesungen.

Was geschah mit dem Projekt Generationenakademie?

Das Projekt endete Ende 2020 als zeitlich begrenztes Vorhaben des Migros-Kulturprozents. Diese 10 Jahre waren sehr ereignisreich. Das Wichtigste war, dass es den Aktivisten gelang, Menschen im ganzen Land zu vereinen, denen das Thema der Interaktion zwischen den Generationen nicht egal ist. Es entstand ein Online- und Offline-Netzwerk von Experten sowie Informations- und Ideenquellen. Ich persönlich empfinde es als wichtig, dass das Problem der Beziehung zwischen den Generationen und die Lebensschwierigkeiten der älteren Generation auf die nationale Ebene gebracht und dabei verschiedene Lösungen vorgeschlagen wurden. 

Erreichte Ziele und organisierte Events umfassen:

  • das Netzwerk für Generationenprojekte auf Initiative von Migros mit Partnern aus Zürich, Bern, der Ostschweiz, Solothurn, Graubünden, der Nordwest- und Zentralschweiz
  • Leitung von Workshops für Freiwillige, Fachleute und Gemeinden
  • Unterstützung bei Generationenprojekten im ganzen Land
  • Durchführung einer Reihe von «Entwicklungsräumen», deren Ideen später umgesetzt wurden
  • Entwicklung und Implementierung von Zukunfts-Kafis als wirksames Format der Zusammenarbeit verschiedener Generationen
  • Organisation öffentlicher Veranstaltungen mit Generationenfragen zur Diskussion
  • Angebot von Reflexionsräumen für themenspezifische Diskurse

Die Akademie selbst beendete ihre Aktivitäten zwar, doch ihre Ideen bleiben im Leben der Schweizerinnen und Schweizer erhalten. Migros setzt seine Politik der Seniorenförderung mit periodischen thematischen Veranstaltungen und öffentlichen Diskussionen fort, und die an der Akademie entwickelten Formate werden von Aktivisten weiter genutzt.

Aktuelle Migros-Programme

Migros führt derzeit mehrere sozial orientierte Programme durch.

Veranstaltung

Thema

Programm «Generationen-Jazz»

Jazzfestivals mit gemischten Generationenteams. In Winterthur, Rorschach und Gossau haben bereits Dutzende Festivals stattgefunden.

disframe

Förderung inklusiver Kulturprojekte

Nachbarschaftsheld*innen

Auszeichnung lokaler Helfer

Startup Academy Schweiz

Gründerförderung, für Jugendliche

E-Firmenwagen

Elektrofahrzeuge für KMU