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Kunsthaus Zürich – das bekannteste Kunstmuseum der Schweiz

von Markus Schneider

Inhaltsverzeichnis
Kunsthaus Zürich

Das Kunsthaus Zürich ist das grösste Kunstmuseum der Schweiz nach Ausstellungsfläche und befindet sich im Herzen Zürichs am Heimplatz. Das Museum hat eine reiche Geschichte, die bis ins Jahr 1787 zurückreicht. Die Gäste können eine beeindruckende Sammlung geniessen, die sowohl Meisterwerke mittelalterlicher Künstler als auch mutige Experimente der Gegenwart umfasst.

Nach der umfassenden Erweiterung nach dem Entwurf von David Chipperfield Architects im Jahr 2021 festigte es seinen Status als führende Kunstinstitution Europas. Wir laden Sie ein, in die faszinierende Welt der Kunst einzutauchen, wo jedes Werk seine einzigartige Geschichte erzählt.

Offizielle Bezeichnung

Kunsthaus Zürich

Standort

Heimplatz 1, 8001 Zürich

Gründungsjahr

1910

Ausstellungsfläche

~ 18'000 m²

Kunsthaus Zürich Öffnungszeiten

Di–Mi, Fr–So: 10:00–18:00; Do: 10:00–20:00; Mo – geschlossen

Kunsthaus Zürich Tickets (Art und Preis)

Kunsthaus Zürich Eintritt: Ständige Sammlungen und kleinere Ausstellungen: 24 CHF / 17 CHF; Eintritt zu Sonderausstellungen: 31 CHF (Erwachsenenticket); Ticket ALL IN ONE (Besuch zweier Ausstellungen, inkl. Sammlungen): 36 CHF

Freier Eintritt

Mitglieder; Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre; Rollstuhlfahrer einschliesslich Begleitpersonen; Zürich Card: Freier Eintritt in die Sammlung, Ausstellungsbesuch gegen Aufpreis von 7 CHF an der Kasse; Mittwochs ist der Eintritt in die Sammlung für alle kostenlos

Offizielle Website

kunsthaus.ch

Kunsthaus Zürich (Schweiz)

Kunsthaus Zürich

Geschichte des Kunsthaus Zürich

Die Geschichte des Kunsthaus Zürich nimmt ihren Anfang bei einem kleinen, bescheidenen Kreis von Künstlern und Enthusiasten, die sich 1787 in Zürich zu freundschaftlichem Austausch und gegenseitiger Unterstützung zusammenschlossen. Sie begannen eine Sammlung anzulegen, indem sie ihre Werke oder Werke anderer Künstler dem sogenannten «Malerbuch» schenkten. 1812 erwarb die Gesellschaft auf Kredit eine Liegenschaft, die ursprünglich als Klubhaus und Taverne diente. Ein wichtiger Meilenstein war der Erwerb der Sammlung Salomon Gessner im Jahr 1818. 1847 fügte der Architekt Gustav Albert Wegmann dem Gebäude der Gesellschaft die erste Galerie hinzu.

Der eigentliche Durchbruch kam 1910, als das Hauptgebäude des Museums eröffnet wurde, das vom Architekten Karl Moser entworfen wurde. Das Gebäude wurde sofort zur architektonischen Dominante des Heimplatzes und zum Symbol des kulturellen Anspruchs Zürichs. Unter der Leitung von Direktor Wilhelm Wartmann (1909–1949) erlangte das Museum internationalen Status: 1920 brachte das Legat Hans Schuler die ersten Meisterwerke des Impressionismus (Renoir, Cézanne, Van Gogh), und ab 1922 begann der Aufbau der grössten Sammlung von Edvard Munch ausserhalb Skandinaviens. Die Mäzene spielten eine entscheidende Rolle. Dank der Initiative von Alfred Rüetschi entstand 1917 die «Vereinigung Zürcher Kunstfreunde», und später bereicherten Legate von Leopold Ruzicka (niederländische Malerei), der Familie Bechtler (Giacometti) und Emil G. Bührle (Saal 1958) die Sammlung.

Das rasche Wachstum der Sammlungen erforderte eine Erweiterung. 2021 erfolgte die Eröffnung des neuen Gebäudes nach dem Entwurf des Architekturbüros David Chipperfield. Dies ermöglichte eine Vergrösserung der Ausstellungsfläche auf 18'000 m² und machte das Kunsthaus Zürich zum grössten Kunstmuseum der Schweiz. Heute funktionieren die beiden Gebäude als ein einziger Organismus: im klassischen Moser-Bau sind die alten Meister und die Schweizer Kunst untergebracht, im neuen Gebäude zeitgenössische Installationen und Wechselausstellungen. Das Museum entwickelt sich weiter und bleibt das Herz des Kunstlebens in Zürich und der Stolz der ganzen Schweiz.

Historische Fotos des Kunsthaus Zürich

Alte Fotos vom Kunsthaus Zürich

Architektonische Besonderheiten

Das Moser-Gebäude von 1910, geschaffen vom Architekten Karl Moser, verkörpert die Grösse des Neoklassizismus mit Anklängen an den Jugendstil. Seine monumentale Fassade mit Kolonnade, Kuppel und reichem skulpturalem Schmuck schafft eine Atmosphäre der Feierlichkeit und Ewigkeit. In den Nischen und Reliefs finden sich Arbeiten von Carl Burckhardt (Amazonen), Oskar Kiefer (Athena auf Pegasus) und Eduard Bick (Löwen). Die grosszügigen Säle mit hohen Decken, sanftem Tageslicht und zurückhaltender Ausstattung unterstreichen ideal die Tiefe der Werke alter Meister, der Schweizer Malerei und der Sammlung Edvard Munch und ermöglichen es dem Betrachter, sich ohne architektonische Dominanten auf die künstlerische Botschaft zu konzentrieren.

2021 kam das Gebäude von David Chipperfield Architects zum historischen Bau hinzu. Das Gebäude ist ein Musterbeispiel «stiller Architektur». Seine schlichte Fassade aus hellem Beton und Glas ist in minimalistischer Ästhetik gehalten, bei der die Form der Funktion dient. Die Innenräume zeichnen sich durch Raumflexibilität, kontrolliertes Tageslicht und neutrale Materialstruktur aus. All dies schafft den idealen «unsichtbaren» Hintergrund für zeitgenössische Kunst, Installationen und avantgardistische Projekte. Hier sind die Sammlungen Emil Bührle, Werner und Gabrielle Merzbacher sowie Hubert Looser untergebracht.

Die beiden Gebäude sind durch einen unterirdischen Übergang verbunden, der den Besucher sanft von der klassischen Monumentalität zum modernen Minimalismus führt. Am Haupteingang des Moser-Gebäudes steht die monumentale Skulpturengruppe des französischen Künstlers Auguste Rodin, die eine Szene aus dem ersten Teil von Dante Alighieris «Göttlicher Komödie» darstellt. Sie ist ein Symbol des Übergangs zwischen den Welten. Es ist ein Dialog der architektonischen Epochen. Geschichte und Gegenwart stehen hier nicht im Konflikt, sondern erschliessen die Kunst in zwei Dimensionen und ermöglichen es dem Betrachter, ihren ununterbrochenen Atem von der Vergangenheit zur Zukunft zu spüren.

Kunsthaus Zürich

Kunsthaus Zürich, beide Gebäude

Sammlungen

Die Sammlung des Kunsthaus Zürich umfasst mehr als acht Jahrhunderte Kunstgeschichte. Mittelalterliche Altarbilder und Skulpturen (Hans Leu der Ältere) stehen neben Meisterwerken des Barock – Arbeiten von Rembrandt van Rijn und Domenichino.

Besonderen Stolz des Museums bilden die Legate des frühen 20. Jahrhunderts: die Sammlung Hans Schuler (1920) präsentiert die Impressionisten. Darunter Van Gogh, Renoir, Cézanne, Bonnard. Die Schweizer Schule ist durch die monumentalen Gemälde von Ferdinand Hodler und die mystischen Landschaften von Giovanni Segantini vertreten.

Das Museum besitzt die grösste Sammlung von Edvard Munch ausserhalb Norwegens und dank des Legats der Familie Bechtler eine bedeutende Sammlung von Werken Alberto Giacomettis. Hier befindet sich auch eine einzigartige Sammlung des Dadaismus (die Bewegung entstand 1916 in Zürich), die Werke von Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und Man Ray umfasst.

Der klassische Modernismus wird durch Gemälde von Marc Chagall, Oskar Kokoschka und Pablo Picasso erschlossen. In der Abteilung für Nachkriegskunst finden sich Pop-Art von Andy Warhol und Roy Lichtenstein, Abstraktionen von Mark Rothko und Cy Twombly sowie Arbeiten von Joseph Beuys und Georg Baselitz.

Die zeitgenössische Kunst ist durch Videoinstallationen und Fotografien der Schweizer Pipilotti Rist und Peter Fischli/David Weiss vertreten sowie durch Vertreter der «Zürcher Schule der Konkreten Kunst» – Max Bill und seine Nachfolger. Die Sammlungen werden im Rahmen von Projekten wie «ReCollect!» ständig neu interpretiert, bei denen zeitgenössische Künstler einen Dialog mit dem Erbe des Museums führen.

Sammlungen im Kunsthaus Zürich (Schweiz)

Innen im Kunsthaus Zürich

Kunsthaus Zürich Ausstellungen 2026

Im Jahr 2026 erfreut das Kunsthaus Zürich das Publikum weiterhin mit einem vielfältigen Ausstellungsprogramm, das Klassik und Avantgarde verbindet. Nachfolgend finden Sie die kommenden Veranstaltungen des Kunsthaus Zürich. Jede Ausstellung erschliesst eine einzigartige Facette der Kunstwelt.

Ausstellungstitel

Datum

Künstler

Information

Lygia Clark. Retrospektive

Bis 08.03.2026

Lygia Clark

Umfassende Retrospektive der Pionierin des brasilianischen Neokonkretismus. Ihre interaktiven Objekte verwischen die Grenzen zwischen Kunst und Betrachter. Must-see: einzigartige Gelegenheit, in das radikale Experiment der lateinamerikanischen Avantgarde einzutauchen.

Kerry James Marshall. The Histories

27.02.2026 bis 16.08.2026

Kerry James Marshall

Monumentale Gemälde, die die amerikanische Geschichte durch die afroamerikanische Erfahrung neu interpretieren. Must-see: einer der wichtigsten Maler der Gegenwart wird erstmals in der Schweiz in diesem Umfang präsentiert.

Zwischenstand. Sammlung Bührle

Ab 20.03.2026

Emil Bührle

Temporäre Präsentation von Meisterwerken des Impressionismus (Monet, Renoir, Van Gogh, Cézanne) in Erwartung der Hauptausstellung 2027. Empfohlen für Liebhaber klassischer Malerei.

Pixelwald Turicum

Dauerinstallation

Pipilotti Rist

Hypnotischer Wald aus 3'000 flimmernden LEDs mit musikalischer Begleitung. Unbedingt sehenswert: eine der beliebtesten immersiven Installationen Europas.

Glacier Dreams

Bis Mitte 2026

Refik Anadol

Digitales Poem über schmelzende Alpengletscher, geschaffen mit Hilfe von KI. Empfohlen: einzigartige Synthese aus Technologie, Ökologie und Kunst.

ReCollect!: Wolfgang Laib

Aktuell (bis Herbst 2026)

Wolfgang Laib

Meditativer Dialog zwischen den minimalistischen Wachs- und Pollenarbeiten Laibs und den Meisterwerken der ständigen Sammlung. Für Liebhaber von Stille und Kontemplation.

ReCollect!: Wu Tsang

Aktuell (bis Sommer 2026)

Wu Tsang & Enrique Fuenteblanca

Klanginstallation La montaña invertida, die den Kuppelsaal in einen Raum des Zuhörens und Neudenkens verwandelt. Experimentell, für offene Zuhörer.

Sammlung Looser: Giuseppe Penone

Aktuell

Giuseppe Penone

Präsentation von Werken eines der führenden Vertreter der Arte Povera, der die Verbindung von Mensch, Natur und Zeit erforscht. Empfohlen für Liebhaber konzeptueller Kunst.

Kunst für Alle

Aktuell (bis Ende 2026)

Jeffrey Gibson

Traditionen der indigenen Völker Nordamerikas treffen auf zeitgenössische Kunst jenseits aller Klischees.

Cecilia Vicuña. What Is Poetry to You?

Aktuell

Cecilia Vicuña

Videoarbeiten der Trägerin des Roswitha-Haftmann-Preises 2025, die Poesie, Politik und visuelle Sprache verbinden. Für Liebhaber des poetischen Aktivismus.

Félicien Rops. Laboratorium der Lüste

06.03.2026 bis 31.05.2026

Félicien Rops

Sexualität, Erotik und Obsession stehen im Zentrum einer Kunst, die jede moralische Bevormundung ablehnt. Félicien Rops zeigt Werke, die Konventionen brechen, die Doppelmoral der Bourgeoisie entlarven und bis heute provozieren.

Marisol

17.04.2026 bis 23.08.2026

Marisol

Marisol (1930–2016) wurde durch ihre farbenfroh bemalten Holzskulpturen berühmt. Ihre Arbeiten berühren zentrale Probleme ihrer und unserer Zeit: die Rolle der Frau, soziale Ungleichheit, Konsumkultur sowie Fragen von Macht und Ruhm.

Vilhelm Hammershøi. Maler des stillen Klangs

03.07.2026 bis 25.10.2026

Vilhelm Hammershøi

Der Künstler ist vor allem für seine Interieurs und Stadtlandschaften bekannt: menschenleere Plätze, ins Nichts führende Räume und gedämpftes Licht, das in düstere Wohnzimmer dringt.

Maria Lassnig und Edvard Munch. Malfluss = Lebensfluss

02.10.2026 bis 21.02.2027

Maria Lassnig und Edvard Munch

Erstmals werden Maria Lassnig und Edvard Munch gemeinsam in einer grossen Ausstellung präsentiert. Die thematische Gegenüberstellung ermöglicht neue Interpretationen ihres Schaffens. Beide nutzten Farbe nicht nur als Gestaltungselement, sondern als kraftvolles Ausdrucksmittel ihrer Innenwelt: Emotionen, körperliche Empfindungen und ihr Verhältnis zur umgebenden Welt.

Kunsthaus Zürich - JAHRESPROGRAMM 2026

Praktische Informationen

Das Museum ist von Dienstag bis Mittwoch und von Freitag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20:00 Uhr. Montags ist das Kunsthaus Zürich geschlossen. Die Ausstellungssäle schliessen 10 Minuten vor Museumsschluss.

Das Museum besucht man am besten an Werktagen vor 14:00 Uhr oder donnerstags nach 18:00 Uhr, wobei Wochenenden und Feiertage zu meiden sind.

Tickets:

  • Sammlung (ständige Ausstellungen): 24 CHF / 17 CHF. Das Ticket beinhaltet Zugang zu allen Gebäuden und kleinen Ausstellungen.
  • Ausstellung (Wechselausstellungen): 31 CHF / 22 CHF.
  • All-In-One: 36 CHF / 25 CHF. Ticket, das die ständige Sammlung und die aktuelle Kunsthaus Zürich Ausstellung kombiniert.

Beim Online-Kauf von Tickets wird der Audioguide zur Sammlung kostenlos zur Verfügung gestellt. Beim Kauf an der Kasse beträgt sein Preis 4 CHF. Der Kinder-Audioguide ist kostenlos.

Mittwochs ist die Sammlung für alle kostenlos zugänglich. Ausstellungen werden separat bezahlt. Inhaber der KulturLegi (Kanton Zürich), Kinder bis 14 Jahre und Inhaber der Zürich Card (kostenlos in die Sammlung, Ausstellungen gegen Aufpreis von 7 CHF).

Tickets werden online auf kunsthaus.ch und an der Kasse am Haupteingang verkauft. Im Museum gibt es zwei Kunsthaus Zürich Shops mit Designobjekten, Büchern und Souvenirs sowie das Kunsthaus Zürich Restaurant mit Terrasse und Cafés in beiden Gebäuden. Im Museum gibt es eine Garderobe und kostenloses WLAN (Netz «KHZ-Kunsthaus Welcome»).

Anreise

Das Kunsthaus Zürich liegt im Herzen Zürichs am Heimplatz und zeichnet sich durch seine ausgezeichnete Erreichbarkeit aus: dank der durchdachten Verkehrsinfrastruktur der Stadt ist die Anreise zum Museum mühelos möglich.

Mit dem öffentlichen Verkehr erreichen Sie das Museum mit dem Tram Nr. 3, 8, 9 oder Bus Nr. 31 bis zur Haltestelle «Kunsthaus». Für Inhaber der Zürich Card ist die Fahrt kostenlos.

Wenn Sie mit dem eigenen Auto anreisen, benötigen Sie folgende Informationen:

  • Die nächsten Parkplätze befinden sich am Hirschengraben (hinter dem Museum) und beim Obergericht Zürich.
  • Gedecktes Parkhaus: Hohe Promenade, Rämistrasse 22A.
  • Der Parkplatz für Reisebusse befindet sich am Stadthausquai 3 (10 Minuten zu Fuss).
  • Velofahrer können ihr Gefährt beim Chipperfield-Gebäude (Rämistrasse 42) abstellen.

Zu Fuss erreichen Sie das Museum vom Hauptbahnhof in 15 Minuten entlang der Bahnhofstrasse.

Kunst im Kunsthaus Zürich (Schweiz)

Kunst im Kunsthaus Zürich

Interessante Fakten

Hinter der monumentalen Fassade des Kunsthaus Zürich verbergen sich erstaunliche Details, die die lebendige Seele dieser Kulturinstitution enthüllen.

  • Festliche Überraschungen: im Museum finden regelmässig Aktionen zu verschiedenen Anlässen statt. Zum Beispiel bietet das Museum zum Valentinstag (14. Februar 2026) die Aktion «2 Tickets zum Preis von einem».
  • Der Geschichte des Museums ist der Dokumentarfilm «Durchs Höllentor ins Paradies» (2023) gewidmet sowie die Sendereihe «Museums-Check» auf 3sat.
  • Der Miró-Garten ist täglich von 6:00 bis 21:30 Uhr geöffnet und bietet freien Zugang zu den Skulpturen auch ausserhalb der Museumsöffnungszeiten.
  • Trotz des Status als grösstes Museum der Schweiz sieht sich das Kunsthaus Zürich mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert: das Defizit betrug Ende 2024 1,53 Mio. Franken, und die Gesamtverschuldung der Zürcher Kunstgesellschaft erreichte fast 6 Mio. Franken, was dazu führte, dass der Zürcher Stadtrat das Budget 2025 ohne Vorlage eines überzeugenden Plans zur Überwindung der Krise nicht genehmigte.

FAQ

Welche Künstler sind in der Sammlung des Kunsthaus Zürich exklusiv vertreten und fast nicht in anderen europäischen Museen zu finden?

Das Museum verfügt über einzigartig umfassende Sammlungen: eine der grössten Sammlungen von Werken Alberto Giacomettis weltweit (einschliesslich des Legats der Künstlerfamilie), die bedeutendste Sammlung Edvard Munchs ausserhalb Norwegens sowie eine Weltsammlung des Dadaismus mit Schlüsselwerken von Hans Arp, Sophie Taeuber-Arp und Tristan Tzara. Die Dadaismus-Bewegung entstand 1916 genau in Zürich. Einen besonderen Platz nehmen die Vertreter der «Zürcher Schule der Konkreten Kunst» (Max Bill, Verena Loewensberg) ein, deren Werke systematisch gerade hier gesammelt wurden.

Welche Rolle spielt das Kunsthaus Zürich bei der Formung der internationalen Reputation der Schweizer Kunst?

Das Kunsthaus Zürich fungiert als wichtigster Botschafter der Schweizer Kunst auf der Weltbühne. Das Museum bewahrt nicht nur das Erbe der Klassiker, sondern fördert auch aktiv zeitgenössische Künstler. Das Museum formt den globalen Diskurs durch internationale Ausstellungen, wissenschaftliche Publikationen und den Dialog zwischen Schweizer und ausländischen Künstlern im Rahmen von Projekten wie ReCollect!.

Welche nicht offensichtlichen Details des Museumsinterieurs haben symbolische oder historische Bedeutung?

Als nicht offensichtliches Detail des Interieurs kann das Relief der Athena auf Pegasus über dem Portal (Arbeit von Oskar Kiefer) genannt werden, das die Erhebung des Geistes durch die Kunst symbolisiert, sowie die fünf Amazonen von Carl Burckhardt an der Fassade, die Kraft und Unabhängigkeit verkörpern. Rechts vom Eingang steht «Das Höllentor» von Auguste Rodin. Es symbolisiert den Übergang vom Alltag in die Welt der Kunst, was sich sogar im Titel des Dokumentarfilms über das Museum widerspiegelt: «Durchs Höllentor ins Paradies».