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Top 10 Schweizer Sänger und Sängerinnen

In diesem Artikel stelle ich die zehn herausragendsten und einflussreichsten Vokalisten der Schweiz vor, deren Stimmen und Schaffen einen bedeutenden Eindruck in der nationalen und internationalen Musik hinterlassen haben. Von Indie-Pop und tamilisch-schweizerischer Fusion bis hin zum non-binären Triumph am Eurovision – hier sind verschiedene Künstler versammelt.

von Elena Keller

Inhaltsverzeichnis
Top 10 Schweizer Sänger und Sängerinnen

Die Schweiz ist bekannt für ihre Banken, Uhren und Alpenlandschaften. Doch nicht weniger zeichnet sie eine reiche, mehrsprachige Kulturlandschaft aus, die sich in der Musikszene besonders deutlich zeigt. Dank der vier Landessprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch) stellt die Schweizer Musik eine einzigartige Verschmelzung europäischer Traditionen dar: vom französischen Chanson und italienischen Pop bis hin zu deutschsprachigem Rock und modernem elektronischem Sound.

Über Jahrzehnte hinweg haben bekannte Schweizer Musiker sowohl im Inland als auch auf der internationalen Bühne Erfolge erzielt. Besonders stark hat sich das Land in den 1950er bis 1980er Jahren präsentiert, in der goldenen Ära des europäischen Unterhaltungschansons und der Schweizer Popmusik mit ihren legendären Musikern. Heute entwickelt sich die Schweizer Szene weiter. Moderne Schweizer Musikstars integrieren aktiv globale Trends in ihre Musik – von Hip-Hop und Indie-Rock bis hin zu alternativem Pop.

Die Schweizer Musikindustrie war lange Zeit überwiegend männlich geprägt. In den letzten Jahren ist jedoch eine Stärkung der Position der Frauen zu beobachten. Unter den bekannten Schweizer Musikern finden sich immer mehr Sängerinnen aus Zürich, Basel, Bern und anderen Städten. Sie erhalten Schweizer Musikpreise, nehmen an internationalen Wettbewerben teil und führen die Charts an.

Im Folgenden präsentiere ich eine Liste von Schweizer Sängern, deren Einfluss, Popularität und Beitrag zur Entwicklung der nationalen und internationalen Musik von Kritikern und dem breiten Publikum anerkannt sind. Es handelt sich hauptsächlich um Vertreter der Popkultur, die bei der jüngeren Generation am beliebtesten bleibt. Allerdings können auch andere Genres mit herausragenden Vertretern aus der Schweiz aufwarten.

In unsere TOP 10 der besten Schweizer Sänger gehören sowohl gefeierte Veteranen der Szene, deren Stimmen Teil der nationalen Klanglandschaft geworden sind, als auch mutige Innovatoren, die die Schweiz auf internationalen Bühnen vertreten. Unter diesen modernen Schweizer Künstlern befinden sich Inhaber von Gold- und Platinzertifikaten sowie Preisträger prestigeträchtiger Wettbewerbe.

Trauffer

Trauffer, schweizerischer Sänger

Trauffer

Trauffer (bürgerlicher Name Marc A. Trauffer, geboren am 4. Juni 1979 in Brienz, Kanton Bern, Schweiz) ist ein erfolgreicher Schweizer Sänger der volkstümlichen Popmusik im lokalen Dialekt (Schweizerdeutsch). Seine musikalische Karriere begann er 1997 als Solist der Band Airbäg, die in der Schweiz beachtliche Erfolge erzielte. Nach der Auflösung der Band und einer persönlichen Auszeit startete er 2008 mit dem Album «Pallanza» seine Solokarriere.

Obwohl Trauffer keine internationalen Hits hat, erfreut er sich grosser Beliebtheit im deutschsprachigen Teil der Schweiz. Seine Alben führen regelmässig die Schweizer Charts an, und gemeinsame Projekte mit Gölä und DJ Antoine verstärkten seine Präsenz auf der Bühne. Trauffer leitet zudem das Familienunternehmen Trauffer Holzspielwaren und besitzt die Trauffer Erlebniswelt in seinem Heimatort Hofstetten bei Brienz.

Die wichtigsten Hits dieses talentierten Künstlers:

  • Geissepeter
  • Büetzer Buebe (mit Gölä)
  • Maa gäge Maa (mit Gölä)
  • Ma chérie (mit DJ Antoine & Gölä)
  • Alpzyt
  • Heiterefahne
  • Schnupf, Schnaps + Edelwyss
  • Glöggelä
  • Brienzer Buurli
  • Änglischi Brüüni

Stefanie Heinzmann

Stefanie Heinzmann, schweizerische Sängerin

Stefanie Heinzmann

Stefanie Heinzmann (vollständiger Name Stefanie Fabienne Heinzmann) wurde am 10. März 1989 in Visp-Eyholz, Schweiz, geboren. Die Schweizer Sängerin, die Pop und Soul interpretiert, wurde nach ihrem Sieg in der deutschen Fernsehshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD im Jahr 2008 bekannt. Ihr Musikstil verbindet Elemente des modernen Pop, Soul und R&B mit starkem Gesang und emotionalem Vortrag. Ihre Solokarriere begann sie unmittelbar nach dem Showsieg mit der Veröffentlichung der Debütsingle «My Man Is a Mean Man» und des Albums «Masterplan». Es erhielt Doppelplatin-Status in der Schweiz.

Auf internationaler Ebene arbeitete Heinzmann mit Stars wie Joss Stone, Lionel Richie und Tower of Power zusammen, und ihr Cover von «The Unforgiven» (Metallica) gelangte in die Charts in Polen und der Türkei. Obwohl sich ihr Hauptpublikum auf deutschsprachige Länder konzentriert, nahm sie Soundtracks für europäische Disney-Projekte und Just Dance 4 auf und trat auch in den USA auf. Stefanie ist Fernsehmoderatorin (The Voice of Switzerland, Popstars) und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens als Botschafterin von UNICEF Schweiz und der Deutschen Kinderhospizstiftung.

Stefanie hat eine beeindruckende Liste anerkannter Hits:

  • My Man Is a Mean Man
  • The Unforgiven
  • Diggin' in the Dirt
  • Show Me the Way
  • In the End
  • Build a House (feat. Alle Farben)
  • Can You Feel the Love Tonight
  • Power
  • Good
  • Unter dem Meer (mit Giraffenaffen)

Nemo

Nemo, schweizerischer Sänger

Nemo

Nemo (bürgerlicher Name Nemo Mettler, geboren am 3. August 1999 in Biel, Schweiz) ist eine bemerkenswerte Figur auf der Schweizer Musikszene, bekannt für seinen einzigartigen Stil und seinen historischen Triumph auf internationaler Bühne. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Sängern der jüngeren Generation. Nemos Schaffen lässt sich nicht in ein Genre einordnen: Es vereint Elemente von Pop, alternativem R&B, Elektronik, Hip-Hop und sogar Operngesang, begünstigt durch die Beherrschung von Geige, Klavier und Schlagzeug.

Bereits mit zehn Jahren spielte Nemo in der Kinderoper «Die Zauberflöte», und ab 2015 begann er, durch Schweizer Musikprojekte und Charts die Aufmerksamkeit des nationalen Publikums zu erregen. Der Wendepunkt war der Sieg beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö mit dem Song «The Code». Nemo wurde die erste offen non-binäre Person in der Geschichte, die den Wettbewerb gewann. Dieser Erfolg brachte internationale Anerkennung: Der Track erreichte die Top 20 in Grossbritannien, Platz eins in der Schweiz und Platz zwei in Österreich und erhielt Platinzertifikate. Das Lied, zutiefst persönlich und der Suche nach Identität gewidmet, wurde zur Hymne der LGBTQIA+-Community in ganz Europa. Im Oktober 2025 erschien das Debütalbum «Arthouse», gefolgt von einer grossen Europatournee.

Neben dem Haupthit «The Code» hat Nemo noch viele andere bekannte Singles:

  • Du
  • Ke Bock
  • Himalaya
  • 5i uf de Uhr
  • Crush uf di
  • Kunstwärch
  • Usserirdisch
  • Eurostar
  • Whatever Feels Right

Beatrice Egli

Beatrice Egli, schweizerische Sängerin

Beatrice Egli

Beatrice Egli (geboren am 21. Juni 1988 in Lachen, Kanton Schwyz, Schweiz) ist eine erfolgreiche Schweizer Pop-Interpretin. Ihren Bühnenweg begann sie früh: Bereits mit 14 Jahren trat sie an Volksfesten auf, und 2007 debütierte sie auf der professionellen Bühne. Sie trat im Duett mit der Schweizer Musiklegende Lys Assia auf.

Der eigentliche Durchbruch kam jedoch 2013, als Egli die 10. Staffel der deutschen Show «Deutschland sucht den Superstar» gewann und mit 70,25 % der Stimmen einen überzeugenden Sieg errang. Ihre Debütsingle «Mein Herz» nach der Show und das Album «Glücksgefühle» führten sofort die Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz an und brachten ihr den Status eines Stars der deutschsprachigen Popkultur.

Ihr Hauptpublikum konzentriert sich auf die DACH-Region, wo Egli beispiellosen Erfolg erzielte. Sie wurde Schweizer Rekordhalterin bei der Anzahl der Nummer-1-Alben und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter Echo, Prix Walo und Swiss Music Awards. Zudem moderiert sie seit 2022 ihre eigene Musikshow «Die Beatrice Egli Show» auf SWR und MDR.

Hits, die jedem Fan der deutschsprachigen Popkultur der Gegenwart bekannt sind:

  • Mein Herz
  • Verrückt nach Dir
  • Irgendwann
  • Auf die Plätze, fertig, ins Glück
  • Wir leben laut
  • Ohne Worte
  • Kick im Augenblick
  • Natürlich
  • Alles was du brauchst
  • Balance (mit Florian Silbereisen)

Sophie Hunger

Sophie Hunger, schweizerische Sängerin

Sophie Hunger

Sophie Hunger (bürgerlicher Name Emilie Jeanne-Sophie Welti, geboren am 31. März 1983 in Bern, Schweiz) ist eine vielseitige Schweizer Künstlerin. Ihre Musik verbindet organisch Folk, Jazz, Soul, Indie-Rock und Elektronik, oft in drei Sprachen gleichzeitig: Deutsch, Französisch und Englisch. Ihre Bühnentätigkeit begann sie Anfang der 2000er Jahre mit Auftritten in Zürcher Clubs. Sie war Gastvokalistin im Projekt Superterz und Sängerin in der Indie-Rock-Band Fisher. Der eigentliche Durchbruch kam 2008 mit dem Debütalbum «Monday's Ghost». Es führte sofort die Schweizer Charts an und brachte ihr Anerkennung als eine der eigenständigsten Stimmen der europäischen Szene.

Ihre internationalen Erfolge umfassen den Auftritt am Glastonbury Festival (die erste Schweizer Künstlerin in der Geschichte des Festivals), Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Max Herre, Éric Cantona und Erik Truffaz sowie Anerkennung in Deutschland und Frankreich. Ihre Alben erreichen regelmässig die Top 10, und der Soundtrack zum Animationsfilm «Ma vie de Courgette» wurde für den César nominiert und erhielt den Schweizer Filmpreis.

Sophie Hunger ist auch Autorin des Buches «Walzer für Niemand» (2025) und Komponistin von Filmmusik.

Diese Hits erfreuen sich grösster Beliebtheit beim deutschsprachigen Publikum:

  • Le vent nous portera
  • There Is Still Pain Left
  • Shape
  • Silver Lane
  • Headlights
  • Liquid Air
  • Walzer Für Niemand

Priya Ragu

Priya Ragu, schweizerische Sängerin

Priya Ragu

Priya Ragu (bürgerlicher Name Priya Ragupathylingam, geboren 1985 in der Schweiz) ist eine tamilisch-schweizerische Sängerin, die zur Pionierin des Genres Asian Pop wurde. Darin verbinden sich organisch moderner R&B, Pop, Elektronik und traditionelle Elemente der tamilischen Musik. Bereits im Teenageralter begann sie zusammen mit ihrem Bruder, sich für westliche Pop- und R&B-Kultur zu begeistern, was später die Grundlage ihres einzigartigen Stils bildete.

Ihre Solokarriere begann Priya ab 2017 aktiv zu entwickeln, als sie für sechs Monate in die USA ging, um an eigenen Kompositionen zu arbeiten. Der Durchbruch kam 2020 mit der Single «Good Love 2.0», die auf BBC Radio 1 und VH1 Asia gespielt wurde und auch in den Soundtrack des Spiels FIFA 21 aufgenommen wurde. Ihr Debüt-Mixtape «Damnshestamil» (2021) festigte den Erfolg. Tracks wie «Chicken Lemon Rice» und «Kamali» erreichten die Top 10 der britischen Asian Music Charts, und Priya selbst schaffte es auf die prestigeträchtige Liste BBC Sound of 2022.

Unter den bekanntesten Songs sind folgende Hits hervorzuheben:

  • Good Love 2.0
  • Chicken Lemon Rice
  • Forgot About
  • Kamali
  • Illuminous
  • Adalam va
  • Rockin' Around the Christmas Tree
  • Lighthouse
  • Damnshestamil
  • We Are

Stephan Eicher

Stephan Eicher, schweizerischer Sänger

Stephan Eicher

Stephan Eicher (geboren am 17. August 1960 in Münchenbuchsee, Schweiz) ist einer der einflussreichsten und vielseitigsten Schweizer Musiker und einer der herausragendsten Vertreter der bekannten Stimmen der Schweiz. Sein Stil lässt sich nicht auf ein Genre reduzieren. Er vereint verschiedene Musikgenres (Pop, Rock, Schlager, Folk, Hip-Hop), oft innerhalb eines Albums. Sein Schaffen zeichnet sich durch tiefe Lyrik, melancholische Ästhetik und aussergewöhnliche sprachliche Flexibilität aus. Er singt auf Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und im Berner Dialekt des Deutschen. Seinen Bühnenweg begann er 1980 mit der Band Grauzone, deren Hit «Eisbär» zum Kultsong der Neuen Deutschen Welle wurde. Seine Solokarriere und Erfolge begannen 1985, als Eicher seine eigene Handschrift formte, inspiriert von französischen Chansonniers wie Serge Gainsbourg und Jacques Dutronc.

Der internationale Durchbruch kam 1991 mit dem Album «Engelberg», besonders dank der Single «Déjeuner en paix», die Platz zwei in den französischen Charts erreichte und Eicher nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Frankreich, Belgien und Kanada zum Star machte. Seine Alben führen regelmässig die Schweizer Charts an, und die Zusammenarbeit mit Schriftstellern wie Philippe Djian und Martin Suter verleiht seinen Texten literarische Tiefe. Eichers Talent ist auf höchster Ebene anerkannt: Er ist Preisträger des Schweizer Grand Prix Musik (2021) und des Outstanding Achievement Award bei den Swiss Music Awards (2020). Obwohl sein Hauptpublikum in deutsch- und französischsprachigen Ländern liegt, reicht sein Einfluss weit darüber hinaus, besonders in Kreisen des intellektuellen Pop und des Autorenlieds.

Hits, die man unbedingt gehört haben sollte:

  • Eisbär (mit Grauzone)
  • Déjeuner en paix
  • Hemmige
  • Pas d'ami (comme toi)
  • Combien de temps
  • Des hauts, des bas
  • Guggisberglied
  • Two People in a Room
  • Taxi Europa (mit Herbert Grönemeyer & Max Gazzè)
  • Weiss nid was es isch

Faber

Faber, schweizerischer Sänger

Faber

Faber (bürgerlicher Name Julian Vincenzo Pollina, geboren am 18. April 1993 in Zürich, Schweiz) ist ein Schweizer Sänger und Liedermacher. Seine Musik verbindet alternativen Pop, Balkan-Rhythmen, Blues, Folk und theatralische Expression. In seinem Schaffen verflechten sich organisch der Schweizerdeutsche Dialekt, Italienisch und Französisch. Seine Texte – scharf, poetisch, oft aus der Perspektive fiktiver Figuren geschrieben – rufen sowohl Bewunderung als auch Kontroversen hervor. Seine Solokarriere unter dem Pseudonym Faber begann er 2015 mit der EP «Alles Gute», und bereits 2017 debütierte er mit dem Album «Sei ein Faber im Wind» und machte sich als eine der unkonventionellsten Figuren der deutschsprachigen Szene einen Namen.

Faber war von früh an in Kultur eingetaucht. Sein Stil, von Corso (Deutschlandfunk) als «Blaskapellen-Balkan-Musik» bezeichnet, zeichnet sich durch Live-Instrumente aus: Bläser, Streicher, Percussion und Chöre schaffen einen fast filmischen Klang.

Einen internationalen Durchbruch ausserhalb der DACH-Region hatte er bisher nicht, aber innerhalb dieser Region geniesst er Respekt: Sein gemeinsames Projekt mit Sophie Hunger und Dino Brandão, das Album «Ich liebe dich» auf Schweizerdeutsch, erreichte Platz 2 in den Schweizer Charts und erhielt den Swiss Music Award als beste Band (2022). Sein viertes Album «Addio» (2024), entstanden mit Produzent Thomas Azier, markiert eine Entwicklung des Sounds in Richtung Elektronik und Chordramaturgie. Neben der Musik arbeitet Faber aktiv im Theater und Film.

Hier sind einige unbestrittene Hits, die die Vielseitigkeit dieses Sängers gut widerspiegeln:

  • Das Boot ist voll
  • Tausendfrankenlang
  • Sei ein Faber im Wind
  • In Paris brennen Autos
  • Vivaldi
  • Generation YouPorn
  • Ich liebe dich
  • Nie wieder (Live)
  • Vieni qui
  • Berlin Berlin Berlin (aus Bootleg No.1)

Boy

Boy, schweizerisches Duo

Boy

Boy ist ein schweizerisch-deutsches Indie-Pop-Duo, gegründet 2007 in Zürich und Hamburg. Es besteht aus der Schweizer Vokalistin Valeska Steiner (geb. 28. Oktober 1985, Zürich) und der deutschen Bassistin Sonja Glass (geb. 30. November 1976, München). Das Duo gehört zum Genre Indie-Pop mit Elementen von Folk und akustischem Minimalismus, und ihr Gesang – warm, leicht und melancholisch – wird oft mit dem Klang von Leslie Feist verglichen. Interessanterweise werden alle Songs des Duos ausschliesslich auf Englisch gesungen, trotz ihrer deutsch-schweizerischen Herkunft.

Das Duo Boy begann 2007 offiziell aufzutreten, aber breite Anerkennung kam nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Label Grönland Records (gegründet von Herbert Grönemeyer) 2011 und der Veröffentlichung des Debütalbums «Mutual Friends». Der internationale Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Die Single «Little Numbers» wurde zu ihrer Visitenkarte. Sie erklang in der Lufthansa-Werbung, erreichte die Top 5 des japanischen Charts Japan Hot 100 und auch Platz 17 im amerikanischen Chart US Adult Alternative. Das Album erhielt 2012 den European Border Breakers Award und bestätigte den Status als eines der vielversprechendsten europäischen Duos. 2013 unternahm das Duo seine erste US-Tournee und debütierte ausverkauft in New Yorks Joe's Pub.

Obwohl sich ihr Hauptpublikum auf Deutschland, die Schweiz und Japan konzentriert, bleibt Boy eine Kultfigur im friedlichen, intimen Indie-Pop, geschätzt für Aufrichtigkeit, musikalische Reinheit und die Fähigkeit, emotionale Miniaturen zu schaffen. Nach einer Kreativpause kehrten sie 2015 mit dem Album «We Were Here» zurück und 2021 mit der Single «Fit Back In».

Die beliebtesten Songs:

  • Little Numbers
  • Oh Boy
  • Waitress
  • We Were Here
  • Hit My Heart
  • Fear
  • Fit Back In
  • Mutual Friends
  • Skin
  • This Is the Beginning

Vincent Gross

Vincent Gross, schweizerischer Sänger

Vincent Gross

Vincent Gross (geboren am 23. August 1996 in Basel, Schweiz) ist einer der besten Schweizer Pop-Sänger. Sein Stil verbindet moderne Musiktrends, einprägsame Melodien und positive Texte, oft mit humorvoller oder lebensbejahender Stimmung. Der Sohn deutscher Theologen, aufgewachsen in der Schweiz, begann seinen musikalischen Weg früh: mit der Ukulele mit vier Jahren, Gesang im Kirchenchor und Gitarre im Teenageralter. Seine Bühnentätigkeit begann er 2012, indem er Cover und eigene Songs auf YouTube unter einem Pseudonym veröffentlichte, und breite Bekanntheit erlangte er nach seiner Teilnahme an der Show «Hello Again» (2015), wo er als bester Newcomer ausgezeichnet wurde.

Seit 2016, nach Vertragsunterzeichnung mit Ariola/Sony Music, wurde Gross einer der erfolgreichsten Vertreter der neuen Generation deutschsprachiger Sänger. Sein Debütalbum «Rückenwind» (2017) und besonders das zweite «Möwengold» (2018) brachten ihm Dutzende von Wochen in den deutschen Charts. Tracks wie «Nordlichter» und «Dieser Beat» wurden zu Hits, und ab 2020, nach dem Wechsel zum Label Telamo, festigte er seinen Erfolg mit Singles wie «Über uns die Sonne» und «Chill Out Time». Sein Album «Hautnah» (2021) führte die Schweizer Hitparaden an und erreichte die Top 10 in Deutschland.

Lange Zeit beschränkten sich Gross' internationale Erfolge auf die DACH-Region, aber 2025 änderte sich alles: Das Duett mit Olaf Malolepski (von der Band Die Flippers) – «Drinking Wine Feeling Fine» – gelangte unerwartet in die Billboard-Charts und sicherte einen Auftritt bei BBC Radio 2 in the Park vor 20'000 Zuschauern sowie internationale Bekanntheit. Trotz gemischter Kritiken war dies Gross' erster bedeutender Durchbruch ausserhalb des deutschsprachigen Raums. Neben der Musik moderiert er Fernsehshows («Das grosse Musikquiz» auf ARD) und nimmt an Reality-Formaten teil und bleibt eine der bekanntesten Medienpersönlichkeiten der Schweiz.

Unter den vielen Hits dieses erfolgreichen Schweizer Sängers 2025 sind folgende Singles hervorzuheben:

  • Drinking Wine Feeling Fine (feat. Olaf Malolepski)
  • Nordlichter
  • Über uns die Sonne
  • Chill Out Time
  • Möwengold
  • Ouzo
  • Aperol Spritz
  • Du Du Du
  • Wo die Liebe wohnt
  • Never Ever