Martin Pfister
Martin Pfister ist einer der einflussreichsten Schweizer Politiker der Gegenwart. Er vertritt den Kanton Zug auf Bundesebene und spielt eine bedeutende Rolle in der heutigen Schweizer Politik, insbesondere in Fragen der Wirtschaft, der Finanzen und der Regionalentwicklung. Seine Tätigkeit hat direkten Einfluss sowohl auf den Wohlstand seines Heimatkantons Zug als auch auf die Nachhaltigkeit des Schweizer Regierungsmodells insgesamt.
Vollständiger Name | Martin Pfister |
|---|---|
Geburtsdatum | 31. Juli 1963 |
Geburtsort | Zug, Schweiz |
Staatsangehörigkeit | Schweiz |
Grösse | 178 cm |
Alter | 62 Jahre |
Partei | |
Aktueller Beruf | Bundesrat |
Departement | Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) |
Familienstand | Verheiratet |
Martin Pfister
Lebenslauf
Martin Pfister wurde am 31. Juli 1963 in Zug, Schweiz, geboren und wuchs in seinem Heimatkanton im Dorf Allenwinden auf. Sein Vater war Redaktor der katholisch-konservativen Zeitung «Zuger Nachrichten» und Historiker. Seine Mutter widmete sich der Kindererziehung und unterstützte das Familienleben abseits der Öffentlichkeit.
Schon in jungen Jahren zeigten sich bei Martin Eigenschaften, die seine Zukunft prägen sollten: Verantwortungsbewusstsein, strategisches Denken und ein Streben nach Gerechtigkeit.
Als Jugendlicher war er aktiv in der Pfadi Baar tätig, wo er den Übernamen «Hecht» erhielt. Kameraden erinnern sich, dass er selbst bei nächtlichen Übungen seinen Trupp schnell und organisiert ins Lager zurückführen konnte. Am Lagerfeuer sang Martin Lieder von The Beatles und träumte von einer gerechteren Welt. Er handelte stets sehr entschlossen, gewissenhaft und prinzipientreu.
Martin absolvierte die Offiziersschule in Wangen an der Aare, wo er sich durch körperliche Ausdauer auszeichnete. Seine militärische Karriere setzte sich in den Reihen der Schweizer Armee fort. Von 1999 bis 2003 kommandierte er das Rettungsbataillon 32, und von 2004 bis 2012 bekleidete er eine Führungsposition im Stab Ter Reg 3, wo er für die Koordination der Katastrophenhilfe verantwortlich war. Martin Pfisters Dienstgrad ist Oberst.
Ausbildung
Der berufliche Werdegang von Martin Pfister begann mit der Ausbildung am Lehrerseminar St. Michael. Dort erwarb er 1984 die Qualifikation als Lehrer. Anschliessend setzte er seine Ausbildung an der Universität Freiburg i. Ue. fort, wo er von 1988 bis 1996 Geschichte und Germanistik studierte und das Lizentiat erwarb. Seine Lizentiatsarbeit widmete sich der Wahl des Bundesrats Philipp Etter. Dieses Thema spiegelte sein frühes Interesse an der Schweizer Politikgeschichte wider.
Während des Studiums arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Urs Altermatt am Institut für Zeitgeschichte, und 1996 absolvierte er ein Praktikum an der Stanford University (USA). Trotz akademischer Erfolge und Empfehlungen, in der Wissenschaft zu bleiben, entschied sich Pfister für den Weg der öffentlichen Verwaltung und Führung. Im Jahr 2011 absolvierte er den Kurs «Weiterbildung für Politik» an der Executive School der Universität St. Gallen.
Seine geisteswissenschaftliche Ausbildung formte sein analytisches Denken, sein tiefes Verständnis des föderalen Systems und seine klare, beinahe akademische Ausdrucksweise. Diese Eigenschaften wurden zur Grundlage seiner Karriere in Politik und Verwaltung.
Der junge Martin Pfister
Karriere
Die politische Karriere von Martin Pfister begann auf kommunaler Ebene. Im Jahr 2003 trat er der Vormundschafts- und Sozialhilfekommission der Gemeinde Baar bei, wo er sein Interesse an Sozialpolitik zeigte. 2006 wurde er in den Zuger Kantonsrat gewählt. In dieser Funktion bekleidete er mehrere Schlüsselpositionen: von 2009 bis 2012 leitete er die CVP-Fraktion (heute Die Mitte), und von 2011 bis 2016 war er Präsident der Bildungskommission.
Bei den Wahlen in den Zuger Regierungsrat 2014 kandidierte Martin Pfister als dritter Kandidat der Christlichdemokratischen Volkspartei CVP, wurde jedoch nicht gewählt. Im Januar 2016 gewann Martin jedoch die Ersatzwahlen im ersten Wahlgang und übernahm die Leitung der Gesundheitsdirektion. In dieser Rolle wurde er Mitglied der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), und in den Jahren 2019–2020 sowie 2021–2022 bekleidete er das Amt des Landammann-Stellvertreters sowie des Landammanns des Kantons Zug.
Sein gemässigter, kollegialer und auf Kompromisse ausgerichteter Arbeitsstil rief sowohl Respekt als auch Kritik hervor. Die einen nannten ihn «einen Mann für alle», die anderen «visionslos». Dennoch spielten gerade diese Zurückhaltung und analytische Tiefe eine entscheidende Rolle bei der Wahl von Martin Pfister in den Bundesrat am 12. März 2025 als Nachfolger von Viola Amherd. Seine Wahl kam für viele überraschend, da er erst spät ins Rennen einstieg, jedoch bei den Hearings siegte, insbesondere bei den Mitte-Links-Parteien.
Martin Pfister im Bundeshaus
Wie erwartet wurde ihm zwei Tage später die Leitung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) übertragen. Martin Pfister trat sein Amt am 1. April 2025 an. Er wurde auch Stellvertreter des Vorstehers des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Beobachter werteten seinen Sieg als «Sieg der global vernetzten Schweizer Wirtschaft über die volkskonservative Bauernlobby».
In seinem Wahlprogramm betonte Pfister die geopolitische Stabilität, die Armeereform und den Kampf gegen Korruption bei der RUAG. Er versprach, eine gründliche Analyse der VBS-Probleme durchzuführen, bevor er Entscheidungen trifft. Zu seinen ersten Schritten gehörte die Ernennung von Valériane Michel und Sibyl Eigenmann zu seinen engsten Beraterinnen.
Pfisters Zukunftspläne konzentrieren sich auf die Wiederherstellung des Vertrauens in das Verteidigungsdepartement, die Lösung chronischer Beschaffungsprobleme und die Stärkung der Personalpolitik. Sein Einfluss ist bereits sowohl auf kantonaler Ebene in Zug als auch auf nationaler Ebene spürbar. Er strebt danach, strategisches Denken, Disziplin und Pragmatismus zu verbinden.

Neuer Bundesrat Martin Pfister im ersten Interview
Auszeichnungen und Anerkennung
Derzeit sind bei Martin Pfister keine offiziell dokumentierten staatlichen Auszeichnungen, Orden, Ehrentitel oder Akademie-Mitgliedschaften bekannt.
Privatleben
Martin Pfisters Ehefrau, Cacilda Giacometti Pfister, stammt aus Brasilien. Sie lernten sich am Fasnachtsumzug in Baar kennen. Damals spielte er Posaune in einer Guggenmusik. Das Paar heiratete in den 1990er-Jahren, und mit der Zeit bekamen sie vier Kinder. Cacilda war vor der Ehe mit Martin Pfister geschieden und hat aus erster Ehe zwei Töchter: Fabiola (35 Jahre) und Gabriela (32 Jahre). Dazu kamen ihre gemeinsamen Kinder: Samuel (23 Jahre) und Isabel (21 Jahre). Heute ist Pfister vierfacher Grossvater. Seine Enkelkinder nennen ihn liebevoll «Vovô» (portugiesisch für «Grossvater»), und einer von ihnen, Joah, begleitete ihn sogar am Tag der Bundesratswahl ins Bundeshaus.
Das Familienleben der Pfisters verbindet schweizerische und brasilianische Traditionen. Beim Sonntagsessen werden oft brasilianische Gerichte serviert, obwohl Martin selbst der Schweizer Küche treu bleibt. Sein Lieblingsgericht sind Älplermagronen.
Ausserhalb der Politik gehören zu seinen Hobbys Musik, Lesen, Wandern, Joggen und kulturelle Veranstaltungen. Er hält es für wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Dienst und Privatleben zu bewahren: «Auch ein Bundesrat sollte Zeit haben, ein Buch zu lesen.»
Die Familie von Martin Pfister
Interessante Fakten
Martin Pfister ist ein Politiker mit Besonnenheit und Tiefe, hinter dessen zurückhaltendem Auftreten Gewohnheiten, Hobbys und Charakterzüge stecken, die ihn besonders volksnah machen. Hier einige interessante Fakten über ihn:
- Sein Lieblingslied ist «Sodade» in der Interpretation der Sängerin Cesária Évora.
- Jeden Morgen verlässt Martin Pfister um 6:00 Uhr das Haus, um in seinem Lieblingscafé einen Kaffee zu trinken.
- Eine Zeit lang absolvierte die Familie Pfister jeden Sonntag den Vitaparcours in Zug.
- Sein Sohn Samuel gestand, dass die Wahl seines Vaters in den Bundesrat für die Kinder von Martin Pfister eine völlige Überraschung war.
- Der Kraftort des Politikers ist der Zugersee.
- Auf die Frage nach seiner Energiequelle antwortet er: «Das ist mein natürlicher Zustand. In schwierigen Situationen bleibe ich ruhig und finde Freude im Moment.»
Diese Details zeichnen das Porträt nicht nur eines Staatsmannes, sondern auch eines Menschen, der im Alltag, in der Familie und in Traditionen verwurzelt ist. Gerade diese Aufrichtigkeit und innere Beständigkeit haben ihn möglicherweise zu einer Figur gemacht, die Vertrauen erweckt.
Martin Pfister
FAQ
Welche weiteren politischen Ambitionen hat Martin Pfister nach seiner Tätigkeit in der Kantonsregierung?
Nach seiner Wahl in den Bundesrat der Schweiz im März 2025 wechselte Martin Pfister auf die Bundesebene, was als höchste Stufe in der Schweizer Politik gilt. Derzeit konzentrieren sich seine Ambitionen auf die effektive Führung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und die Stärkung des Vertrauens in das Verteidigungsdepartement.
Welche Sprachen verwendet Martin Pfister in seiner politischen Tätigkeit?
Er beherrscht Deutsch fliessend und spricht gut Französisch, was ihm ermöglicht, in beiden Hauptsprachregionen der Schweiz sicher aufzutreten. Dabei ist er bestrebt, seine Französischkenntnisse zu verbessern. Er nimmt Unterricht und hört im Auto und zu Hause das Westschweizer Radio. Ausserdem versteht Martin Pfister Italienisch und Englisch und nutzt diese Sprachen bei internationalen Kontakten.
Welche Schlüsselentscheidungen in seiner Karriere können als besonders riskant angesehen werden?
Die Entscheidung, 2025 für den Bundesrat zu kandidieren, trotz seines Rufs als «Aussenseiter», war ein strategisches Risiko. Seine Ernennung an die Spitze des VBS stellt ebenfalls eine komplexe und verantwortungsvolle Herausforderung dar.
Welche politischen Themen haben für Martin Pfister Priorität?
Die Hauptprioritäten von Martin Pfister sind die Reform der Armee und des Bevölkerungsschutzes, geopolitische Stabilität, Unterstützung des Föderalismus, Gesundheitswesen und Bildung. Er betont auch die Bedeutung einer ethischen Führung und Transparenz in staatlichen Strukturen.
Welche Herausforderungen sind für ihn derzeit am wichtigsten?
Die Hauptaufgaben, die sich Martin Pfister stellt, sind die Wiederherstellung des Vertrauens ins VBS, die Lösung chronischer Probleme bei Militärbeschaffungen, die Reform der RUAG sowie die Auswahl kompetenter Führungskräfte für die Luftwaffe, die Armee und den Nachrichtendienst. Das Parlament und die Öffentlichkeit erwarten von ihm kurzfristig konkrete Ergebnisse.







