Camille Rast
Camille Rast ist eine bekannte Schweizer Skirennfahrerin, die durch Talent, Disziplin und Leidenschaft für den Sport berühmt wurde. Sie gilt als eine der vielversprechendsten Sportlerinnen ihrer Generation und inspiriert Skibegeisterte weit über die Schweiz hinaus. In der Saison 2024-2025 gelang ihr ein echter Durchbruch: Sie feierte ihre ersten Weltcupsiege und gewann Gold im Slalom an den Weltmeisterschaften in Saalbach.
Darüber hinaus wurde Camille nicht nur zu einer herausragenden Sportlerin, sondern auch zur Verkörperung innerer Stärke. Ihre Rückkehr an die Spitze nach einer erzwungenen Pause wegen des Pfeifferschen Drüsenfiebers wurde zu einem wahren Symbol für Widerstandskraft, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen.
Vollständiger Name | Camille Rast |
|---|---|
Geburtsdatum | 9. Juli 1999 |
Geburtsort | Sion, Schweiz |
Staatsangehörigkeit | Schweizerin |
Grösse | 168 cm |
Gewicht | ca. 60 kg |
Alter (2026) | 26 Jahre |
Sportart | Ski Alpin |
Sportdisziplinen | Slalom, Riesenslalom |
Team | Schweizer Ski-Nationalmannschaft |
Aktive Karrierejahre | seit 2017 |
Familienstand | ledig |
Camille Rast
Biografie
Camille Rast wurde am 9. Juli 1999 in Sion geboren, wuchs aber im bergigen Vétroz (Kanton Wallis) auf, einer Region, die vom Geist des Wintersports durchdrungen ist. Ihre Eltern sind ehemalige Sportler – Philippe, Schweizer Meister im Motocross, und ihre Mutter Marlène, ehemalige Leichtathletin. Sie schufen für sie alle Voraussetzungen zur Entwicklung ihrer sportlichen Fähigkeiten. Und die Fähigkeiten waren tatsächlich vorhanden.
Bereits mit zwei Jahren stand Camille auf Skiern, und mit 6 Jahren nahm sie an ihren ersten Wettkämpfen teil. Ausserdem spielte sie Fussball, besuchte eine Zirkusschule, fuhr Velo und schwamm. Technisches Gespür und Ehrgeiz hoben sie schnell von ihren Altersgenossen ab. Schon im Juniorenalter wurde Camille Rast als «neue Vreni Schneider» bezeichnet.
Im November 2015 fand ihr Debüt auf FIS-Rennen statt. Dies war ein wichtiger Schritt in Camille Rasts Weltcup-Karriere. Dank der Unterstützung von Camille Rasts Familie, die auf den Abschluss der Schulbildung bestand, verband Camille harmonisch Studium und Sport und blieb nahe bei ihrem Zuhause und ihren Liebsten.
Camille Rast und ihre Eltern
Krankheit und Depression
2017 wurde bei Camille Rast eine schwere Form der Mononukleose, das Pfeiffersche Drüsenfieber, diagnostiziert. Das Virus setzte sie lange ausser Gefecht: ständige Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Bauchschmerzen. Die körperliche Erschöpfung wuchs schnell in eine Depression über. Für Camille Rast wurde dies zur grössten Prüfung.
Trotz fehlender Kraft trainierte Camille weiter, um das Team, die Sponsoren und die Eltern nicht zu enttäuschen. Auf Drängen der Trainer nahm sie sogar im November an Europacup-Rennen in Norwegen teil. Aber die Depression wich nicht, und es wurde immer schlimmer. Sie fühlte sich völlig leer und ohne Perspektive. Rast weinte jeden Tag und dachte sogar daran, absichtlich eine Verletzung auf der Piste zu provozieren, nur um nach Hause zu fahren, wo Camille Rast wohnt. Zu Hause fühlte sie sich geschützt.
Im Herbst 2018, nach völliger emotionaler Erschöpfung, unterbrach sie die Saison und begann eine intensive psychologische Therapie in Genf. Camille Rasts Eltern wurden ihre wichtigste Stütze: Sie übten keinen Druck aus, forderten keine Rückkehr, sondern waren einfach da. Allmählich gewann Camille die Lebensfreude zurück.
Heute ist Camille vollständig gesund, sowohl körperlich als auch psychisch. Ihre mentale Stärke, die in dieser Krise gestählt wurde, wurde zu einer der Schlüsselkräfte auf dem Weg zum Triumph in dieser Saison.
Du vergisst nie, wie es sich anfühlt, nicht leben zu wollen. Aber jetzt weiss ich: Selbst aus der tiefsten Dunkelheit kann man herauskommen.
Sportliche Karriere
Camille Rasts Juniorenkarriere begann rasant. Bereits im November 2015, im Alter von 16 Jahren, debütierte sie bei FIS-Wettkämpfen und zwei Monate später im Europacup. Im Januar 2016 hatte sie bereits ihr erstes FIS-Siegergebnis.
Mit 17 Jahren, im Oktober 2016, wurde Camille für die Teilnahme am Riesenslalom-Weltcup in Sölden ausgewählt. Dies wurde ein wichtiger Schritt zum echten Durchbruch. Im Januar 2017, in Kronplatz, sammelte Camille erstmals Weltcup-Punkte und belegte den 9. Platz im Riesenslalom.
Der grösste Triumph der Juniorenzeit war das Gold im Slalom bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2017 in Åre. Ein Jahr später, trotz schwerer Krankheit, half Camille der Schweizer Mannschaft, das Teamgold in Davos zu gewinnen. 2019, vollständig erholt, gewann Camille Silber im Riesenslalom bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Fassatal.
Camille Rast
Ein besonders strahlender Moment war die Schweizer Meisterschaft 2019: Im Riesenslalom überholte sie Wendy Holdener – eine der stärksten Skirennfahrerinnen des Landes. Doch schon am nächsten Tag, im Slalom-Finale, buchstäblich wenige Meter vor dem Ziel, stürzte Camille und erlitt einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung. Die Rehabilitation zog sich über viele Monate hin.
Die Rückkehr erfolgte erst in der Saison 2020-2021. Allmählich kam Camille in Form und zeigte im Januar 2021 in Flachau eine glänzende Leistung mit dem 6. Platz, wodurch sie sich für die Weltmeisterschaft in Cortina d'Ampezzo qualifizierte, wo sie 8. wurde.
In den folgenden Jahren war ihr Fortschritt beständig: Am 11. Januar 2022 der 4. Platz in Schladming, und genau zwei Jahre später, am 21. Januar 2024, die Wiederholung dieses Ergebnisses in Jasná. Aber der eigentliche Höhenflug begann in der Saison 2024-2025.
Durchbruch der Saison 2024-2025
Am 23. November 2024 in Gurgl stand Camille zum ersten Mal in ihrer Karriere auf dem Weltcup-Podest und belegte den 3. Platz im Slalom. Bereits eine Woche später, in Killington, debütierte sie auch im Riesenslalom auf dem Podest. Und am 1. Dezember 2024, auf derselben amerikanischen Piste, folgte der erste Weltcupsieg im Slalom.
Am 14. Januar 2025 der zweite Sieg, wieder in Flachau. Und schliesslich, am 15. Februar 2025 in Saalbach, wurde Camille Weltmeisterin im Slalom und damit die erste Schweizerin seit 34 Jahren, der dies nach der legendären Vreni Schneider gelang.
Dieser rasante Aufstieg brachte ihr den Titel der besten Schweizer Skifahrerin des Jahres ein.
Allerdings erlebte Camille Rast Ende Februar während des Slaloms in Sestriere einen schweren Sturz, der ihre Wintersaison vorzeitig beendete. Glücklicherweise erwiesen sich die Verletzungen als nicht schwerwiegend.

Camille Rast überzeugt mit Stil und gewinnt Slalom-Gold | Saalbach 2025
Auszeichnungen und Anerkennung
Camille Rast hat sich nicht nur von schweren Prüfungen erholt, sie hat sich an die Spitze des Weltskisports emporgearbeitet. Ihre Beharrlichkeit und ihr technisches Können brachten ihr eine Reihe herausragender Ergebnisse auf Junioren- und Erwachsenenebene ein, darunter das historische Gold an den Weltmeisterschaften 2025.
Wettkampf / Ereignis | Jahr | Austragungsort | Sportliches Ergebnis | Auszeichnung / Erfolg |
|---|---|---|---|---|
Junioren-Weltmeisterschaft | 2017 | Åre | 1. Platz | Gold im Slalom |
Junioren-Weltmeisterschaft | 2019 | Fassatal | 2. Platz | Silber im Riesenslalom |
Schweizer Meisterschaft | 2019 | – | 1. Platz | Gold im Riesenslalom |
Schweizer Meisterschaft | 2021 | – | 1. Platz | Gold im Riesenslalom |
Weltcup-Rennen | 2024 | Gurgl | 3. Platz | Bronze im Slalom |
Weltcup-Rennen | 2024 | Killington | 3. Platz | Bronze im Riesenslalom |
Weltcup-Rennen | 2024 | Killington | 1. Platz | Sieg im Slalom |
Weltcup-Rennen | 2025 | Flachau | 1. Platz | Sieg im Slalom |
Weltmeisterschaft | 2025 | Saalbach | 1. Platz | Gold im Slalom |
Camille Rast und ihre Auszeichnungen
Privatleben
Camille Rast zieht es vor, ihr Privatleben aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit zu halten. Informationen über ihre romantischen Beziehungen werden nicht preisgegeben. Camille bewahrt bewusst ihre Privatsphäre und ist der Meinung, dass Sport und Privatleben getrennte Bereiche bleiben sollten.
Dafür ist über ihre Freundinnen einiges bekannt. Zu den engen Freundinnen von Camille Rast gehören Kolleginnen aus der Schweizer Nationalmannschaft. Eine von ihnen ist Mélanie Meillard, mit der sie nicht nur gemeinsame Trainings, sondern auch gegenseitige Unterstützung abseits der Piste verbindet.
Trotz des vollen Sportkalenders strebt Camille nach Harmonie zwischen Karriere und persönlichen Interessen. Abseits des Skisports bleibt Mountainbiken ihre Leidenschaft, besonders die Disziplin Enduro. Obwohl sie derzeit nicht mehr an Velowettkämpfen teilnimmt, reist sie im Sommer oft durch die Alpen, um abseits des Trubels, allein mit der Natur, zu fahren.
Neben dem Sport interessiert sich Camille für Kultur, Lesen und soziales Engagement. Sie beteiligt sich aktiv an Projekten zur Unterstützung der psychischen Gesundheit junger Sportlerinnen und Sportler und teilt ihre Erfahrungen bei der Überwindung von Depressionen.
Camille Rast und Mélanie Meillard
Interessante Fakten
Hier einige interessante Fakten über diese junge und erfolgreiche Sportlerin:
- Als Kind nannten Camille Rasts Freunde sie wegen ihrer zwei langen Zöpfe «Pippi Langstrumpf».
- Sie unterstützt aktiv den Nachwuchs im Skisport: Sie nimmt an Trainingslagern teil und motiviert junge Talente.
- Lieblingsgericht aus ihrer Heimatregion: Raclette.
- Bei Wettkämpfen tritt Camille mit einzigartigen Helmen an, die vom Künstler André «Dédé» Marty bemalt wurden: Auf einem ist ein Panther (Symbol für Geschmeidigkeit und Aggressivität), auf einem anderen eine Rakete (für einen explosiven Start), und die Sterne sind ihren verstorbenen Grosseltern gewidmet.
- Lieblingslied: «Fast is Fun», das ihre Philosophie von Geschwindigkeit und Bewegungsfreude perfekt widerspiegelt.
Diese Fakten ermöglichen es, nicht nur die sportlichen Interessen von Camille Rast kennenzulernen, sondern sie auch als facettenreiche Persönlichkeit zu entdecken.
Soziale Medien
Camille Rast ist aktiv in den sozialen Medien und hat auch ihre offizielle Website:
In ihren sozialen Medien veröffentlicht sie Fotos und Videos von Wettkämpfen, erzählt von ihren sportlichen Erfolgen und den damit verbundenen Emotionen, aber dabei wird Camille Rasts Privatleben nicht preisgegeben.
FAQ
Hat Camille besondere Rituale oder Gewohnheiten am Wettkampftag?
Camille Rast hat besondere Rituale, die ihr helfen, sich am Wettkampftag zu konzentrieren. Um äusseren Druck leichter «loszulassen», stellt sie sich eine schützende Blase um sich herum vor, von der alles Fremde einfach abprallt. Obwohl sie die Energie der Fans und die Wettkampfatmosphäre aufrichtig liebt, versucht sie vor dem Start, in sich zu gehen: Sie kommt oft allein zur Piste, um innere Ruhe und Klarheit zu bewahren.
Wer von den legendären Skirennfahrern ist ihr grösstes Vorbild und warum?
Es gibt keine direkten, öffentlich bekannten Aussagen von Camille Rast darüber, dass sie ein bestimmtes Vorbild hat.
Plant sie, nach dem Ende ihrer Sportkarriere im Skisport als Trainerin oder Kommentatorin zu bleiben?
Derzeit hat Camille Rast keine konkreten Pläne zum Karriereende geäussert, da sie sich auf dem Höhepunkt ihrer Form befindet und aktiv auf höchstem Niveau antritt. In Interviews betonte sie jedoch wiederholt ihre tiefe Verbundenheit zum Skisport und den Wunsch, ihre Erfahrungen an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Sie arbeitet bereits jetzt mit jungen Sportlerinnen und Sportlern, gibt Meisterkurse, tritt bei Trainingslagern auf und motiviert junge Talente. Obwohl sie bisher keine Absicht bestätigt hat, Trainerin oder Kommentatorin zu werden, machen ihr Engagement für die Jugendförderung und ihr pädagogischer Ansatz beide Wege durchaus wahrscheinlich.







