SK Rapid Wien
SK Rapid Wien ist kein Fußballklub wie jeder andere. Es ist ein Lebensgefühl, das von Generation zu Generation weitergegeben wird – manchmal mit Freude, manchmal mit Herzschmerz, aber immer mit Leidenschaft. 32 österreichische Meistertitel sprechen für sich. Kein anderer Klub kommt auch nur annähernd heran. Und wer das Allianz Stadion in Hütteldorf an einem vollen Spieltag erlebt hat, versteht sofort, warum Rapid-Fans so sind, wie sie sind.
Offizielle Bezeichnung | SK Rapid Wien |
|---|---|
Spitzname | Die Grünen, Die Hütteldorfer, Rapidler |
Gegründet | 8. Jänner 1899 |
Stadt | Wien, 14. Bezirk (Hütteldorf) |
Stadion | Allianz Stadion |
Liga | Admiral Bundesliga |
Meistertitel | 32 (Rekord) |
Vereinsfarben | Grün & Weiß |
Trainer | Robert Klauß |
Website | skrapid.at |
SK Rapid Wien
Geschichte
Der Verein startete am 8. Jänner 1899 in Dornbach – einem Wiener Vorort, der heute zum 17. Bezirk gehört. Gegründet von Arbeitern, die einfach Fußball spielen wollten. Der damalige Name „1. Wiener Arbeiter-Fußball-Club" war Programm. Rapid wurde er erst später – als Sinnbild für Geschwindigkeit und Willen, und genau diese Werte prägen den Klub bis heute.
Den ersten Meistertitel holte Rapid 1912. In der Zwischenkriegszeit dominierte der Verein den österreichischen Fußball so konsequent, dass die Konkurrenz kaum mithalten konnte. Auf internationalem Parkett folgte 1930 der Mitropacup-Titel, und zweimal stand Rapid im Finale des UEFA Cup Winners' Cup – 1985 und 1996. Beide Male Silber. Trotzdem: kein österreichischer Klub hat diese Bühne auch nur annähernd so oft betreten.
Das grüne Wappen mit dem weißen „R" kennt in Wien jedes Kind. Die Farben Grün und Weiß gehen auf die frühen Vereinsjahre zurück – Grün steht für Frische und Hoffnung, Weiß für Klarheit. Über die Jahrzehnte hat das Logo einige Retuschen erfahren, die Grundidee blieb dabei immer dieselbe. Für viele Fans ist es schlicht ein Symbol für Heimat. „Die Grünen", „Die Hütteldorfer", „Die Rapidler" – alle drei Spitznamen sagen dasselbe: das hier ist unser Klub, unser Viertel, unsere Geschichte.
SK Rapid Wien - alte Fotos
Stadion
Das alte Gerhard-Hanappi-Stadion hatte Charme, aber irgendwann auch sein Ablaufdatum erreicht. 2014 rissen sie es ab – und bauten auf demselben Grundstück etwas Neues. Am 16. Juli 2016 eröffnete das Allianz Stadion mit einem Freundschaftsspiel gegen Atlético Madrid. Kapazität: rund 28.345 Plätze. Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien – direkt neben der U4-Station Hütteldorf, man braucht keine drei Minuten zu Fuß.
Das Besondere an der Bauweise: das geschlossene Dach fängt den Lärm ein. Bei vollem Haus klingt es wie eine Druckkammer.
Wer sitzt wo – und warum das einen Unterschied macht:
- Der Nordsektor ist das Herz des Stadions. Stehplätze, Ultras, Choreografien, die man auch vom anderen Ende der Stadt hören kann. Wer Atmosphäre sucht, sucht sie hier.
- Die Haupttribüne im Westen ist das Gegenteil davon: komfortabel, ruhig, VIP-Logen, Business-Bereich. Gut fürs erste Date, wenn man den Partner noch nicht mit dem Nordsektor verschrecken will.
- Die Osttribüne ist der Familienbereich – gute Sicht, entspanntes Umfeld, ideal mit Kindern.
- Der Südsektor gehört meistens den Gästefans oder dient als neutrale Zone.

Drohnenflug über dem Allianz Stadion
Saison 2025–2026
Johannes Hoff Thorup ist seit Januar 2026 Trainer von SK Rapid Wien. Er kommt aus Kopenhagen und ist Jahrgang 1989. Noch relativ jung für einen Cheftrainer auf diesem Niveau.
Vor Rapid hat er bei FC Nordsjælland gearbeitet, wo er vor allem jungen Spielern viel Verantwortung gegeben hat. Danach war er kurz bei Norwich City in England. Das Kapitel war nicht besonders lang, aber auch das gehört im Trainerjob dazu.
In Wien ist er mitten in der Saison eingestiegen. Viel Zeit zum Eingewöhnen gab es nicht. Jetzt geht es für ihn erstmal darum, die Mannschaft zu stabilisieren und ein Gefühl für den Verein zu bekommen. Alles andere entwickelt sich Schritt für Schritt.
Kurze Informationen zur Mannschaftszusammensetzung:
Name | Position |
|---|---|
Niklas Hedl | Torwart |
Leopold Querfeld | Innenverteidiger |
Maximilian Hofmann | Innenverteidiger, Kapitän |
Jonas Auer | Linksverteidiger |
Thorsten Schick | Rechtsaußen |
Moritz Oswald | Zentrales Mittelfeld |
Guido Burgstaller | Stürmer |
Bernardo | Flügel / Angriff |
Marco Grüll | Offensives Mittelfeld |
Kader 2025/26 und Johannes Hoff Thorup
Kapitän Maximilian Hofmann führt die Mannschaft seit Jahren – ruhig, konsequent, ohne viel Aufhebens. Genau der Typ, den man in der Defensive braucht.
Guido Burgstaller und Marco Grüll sind die Männer, auf die Rapid schaut, wenn es eng wird. Aktuelle Torstatistiken gibt es auf skrapid.at und transfermarkt.at.
Neuzugänge 2025-26: Bećir Omeragić kam als Schweizer Nationalspieler und verstärkt die Innenverteidigung. Weitere Zugänge listet der Klub auf seiner offiziellen Website.
Rapid spielt in der Admiral Bundesliga und kämpft um einen Startplatz in Europa. In der UEFA Conference League 2025-26 ist der Klub bereits dabei – das zeigt, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. Den vollständigen Spielplan findet man auf skrapid.at, auf bundesliga.at oder in der Rapid-App.

SK Rapid - Highlights Herbst 2025/26
Praktische Infos
Online läuft alles über tickets.skrapid.at. Interaktiver Saalplan, Mobilticket, kein Drucken nötig. Wer lieber zur Kasse geht: die Stadionticketing-Box öffnet rund zweieinhalb Stunden vor Anpfiff.
Kategorie | Preis (ca.) |
|---|---|
Stehplatz Nord | ab 13 € |
Sitzplatz Ost / Süd | ab 20 € |
Sitzplatz West | ab 30 € |
VIP | ab 80 € |
Wer öfter als fünfmal im Jahr kommt, sollte über eine Saisonkarte nachdenken. Preislich deutlich günstiger, Platz garantiert.
Man erreicht den Ort mit der U4 bis Hütteldorf – dann drei Minuten zu Fuß. Das ist die ehrlichste Empfehlung, die man geben kann. Mit dem Auto ist es komplizierter: Parkplätze rund ums Stadion sind rar. Die Park-&-Ride-Anlage an der U4 ist die sinnvollere Option.
Grundsätzlich gilt: 60 bis 90 Minuten vor Anpfiff ankommen. Ausweis mitnehmen. Glasflaschen und Pyrotechnik bleiben zuhause – das ist keine Empfehlung, das ist Pflicht.
Der Fanshop
Vor Ort: Keißlergasse 6, 1140 Wien. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–14 Uhr, an Spieltagen auch länger. Online: shop.skrapid.at.
Das Sortiment reicht von Trikots über Schals bis zu Kindermode und Wohnzimmer-Accessoires. Das Heimtrikot läuft am besten, dicht gefolgt vom Schal. Wer ein Trikot mit eigenem Namen bedrucken lassen will, geht dafür entweder direkt in den Shop oder bestellt online – das dauert ein paar Tage, lohnt sich aber.
SK Rapid Wien
Interessante Fakten
- 1941 gewann Rapid die Deutsche Fußballmeisterschaft – als einziger nicht-deutscher Klub. Ein historischer Sonderfall aus der Zeit der NS-Annexion Österreichs, den viele nicht kennen.
- Franz Binder, genannt „Bimbo", erzielte in seiner aktiven Karriere je nach Zählweise über 1.000 Tore. Eine Zahl, die man sich zweimal durchlesen muss.
- Das Allianz Stadion erfüllt UEFA-Elitestadion-Anforderungen und wird regelmäßig für internationale Spiele genutzt.
- Im Wiener Derby gegen FK Austria Wien liegt Rapid historisch vorn – wobei die genaue Bilanz je nach Zählweise und Wettbewerb leicht variiert. Die Rapidler zählen es natürlich gerne in ihrem Sinne.
F&A
Wo ist die Stimmung am besten?
Nordsektor, ohne Diskussion. Stehplätze, Ultras, Choreografien. Wer Atmosphäre will, ist hier richtig.
Was hat Rapid international erreicht?
Mitropacup-Sieger 1930. Finalist im UEFA Cup Winners' Cup 1985 und 1996. Kein anderer österreichischer Klub hat das auch nur einmal geschafft.
Wer sind die Legenden des Klubs?
Franz Binder, Gerhard Hanappi, Hans Krankl und Steffen Hofmann – der deutsche Brasilianer, der zum Publikumsliebling wurde wie kaum ein anderer.
Kann man ein Training besuchen?
Manchmal ja. Rapid veranstaltet gelegentlich öffentliche Trainingseinheiten, besonders zum Saisonstart. Aktuelle Termine stehen auf skrapid.at.
Was machen Fans vor dem Spiel?
Sie treffen sich. In den Gaststätten rund ums Stadion, im Freien, im Fanshop-Bereich. Das Rapid-Lied läuft irgendwo immer. Im Nordsektor starten Choreografien schon vor dem Anpfiff – wer früh kommt, erlebt mehr. Nach dem Spiel bleibt man noch eine Runde. Das gehört dazu.







